#54: Neujahrstalk. Die Kraft der Gemeinschaft.
Shownotes
In dieser Folge spricht Thomas Belker mit Birgit Eschbach über ein Experiment, das bewusst gegen den Strom läuft: ein Neujahrskalender für Führungskräfte - 31 kurze Audio-Impulse im Januar, jeweils ein starker Satz als Brücke in den Alltag.
Im Gespräch geht es um die Frage, warum Führung selten an fehlenden Modellen scheitert, sondern an fehlender Klarheit, Präsenz und Konsequenz im Alltag - und warum echte Verbindung gerade wieder wichtiger wird als perfekt polierter Content.
Thomas teilt außerdem sehr persönliche Einblicke aus seinem Laufjahr (Dolomiten-Trail & Chicago-Marathon) – und was Unternehmen von der Stimmung „ab Kilometer 30“ lernen können: Anerkennung trägt, nicht nur Performance. Und Führung zeigt sich in kleinen Details – zum Beispiel darin, wie du in Büros Nähe herstellst, ohne Kontrolle auszuüben („Guck nicht auf den Monitor“).
Du erfährst in dieser Episode:
- Warum ein Neujahrskalender für Führungskräfte oft wirksamer ist als Vorsätze „zwischen den Jahren“
- Welche Rolle Community, Zuspruch und Anerkennung im Führungsalltag spielen - gerade wenn es zäh wird
- Wie du Nähe herstellen kannst, ohne zu kontrollieren (und warum das Vertrauen sofort verändert)
- Weshalb echte Begegnung (Lagerfeueratmosphäre, Handschlag, Präsenz) im digitalen Overload wieder an Wert gewinnt
Key Takeaways
- Der Januar ist für viele die echte Phase der Neuausrichtung - nicht der Dezember.
- Ein starker Satz pro Tag kann mehr verändern als ein weiteres Modell.
- Anerkennung sollte im Unternehmen alle erreichen - nicht nur die „Schnellsten“.
- Nähe entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Präsenz und respektvolle Grenzen.
- Gemeinschaft ist kein Soft-Thema - sie entscheidet über Durchhaltevermögen „ab Kilometer 30“.
Zitate der Folge: „Es geht nicht um Modelle oder Konzepte - sondern darum, was wesentlich ist.“ „Guck nicht auf den Monitor.“ „Im Unternehmen geht es nicht darum, sich ständig neu zu erfinden - sondern das Wesentliche richtig zu machen.“ „Lagerfeueratmosphäre verbindet - das ist etwas, das uns seit Jahrtausenden trägt.“
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Fragen, Anregungen, Themenwünsche für die nächsten Folgen: hallo@thomasbelker.de
Hier geht es zum Host:
Thomas Belker, Führungsexperte
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Der Chef in Dir muss Führung finden - Das Buch, von dem du dir wünschst, dein Chef hätte es gelesen (Sachbuch-Bestseller zum Podcast): https://www.forwardverlag.de/products/der-chef-in-dir-muss-fuhrung-finden
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist der Podcast,
00:00:03: der Chef in dir muss Führung
00:00:04: finden.
00:00:05: Hier gibt es Orientierung auf die Ohren
00:00:07: mit Thomas Belker.
00:00:14: Na, hallo Birgit.
00:00:15: Hi Thomas.
00:00:17: Thomas, du bist ja ein bisschen a little bit late to the party, wie man so sagt.
00:00:21: Alle Welt hat ein Adventskalender gemacht und du kommst mit dem Neujahrskalender um die Ecke.
00:00:25: Was ist los?
00:00:26: Das alte Jahr ist vorbei und wer startet schon sehr überlegt ins neue Jahr.
00:00:31: Also mir ist es wirklich persönlich immer wieder aufgefallen, auch in den Firmen.
00:00:36: Man startet ins neue Jahr, man nimmt sich eine Menge vor und doch ist das relativ unstrukturiert.
00:00:44: Und deswegen hatte ich mir gedacht, lassen wir mal die Feiertage wirklich, die Feiertage sein, entspannen wir uns und machen nicht zu viel mit Adventskalender bis zum letzten Moment, was das Business angeht, sondern... Ich versuche mal eine Unterstützung zu geben für Führungskräfte.
00:01:02: Einen dreißig Tage lang vom ersten bis einen dreißigten Januar.
00:01:06: Und das zu komprimieren.
00:01:08: Wirklich nur nach Möglichkeit einen Satz.
00:01:12: Ich sage, neunzig Sekunden.
00:01:14: Ja, es sind in Wirklichkeit, das kann man jetzt spoilern, immer etwas weniger.
00:01:19: Ja, also es ist zwischen sechzig Sekunden und fünfundsiebzig.
00:01:23: Aber sechzig Sekunden klang für mich so nach.
00:01:25: Das kann ja gar nichts sein, ja, neunzigzig Sekunden klingt mehr nach Gehalt, nach Inhalt.
00:01:30: Wir müssen ja auch alle Politiker lernen, auf einst dreißig zu sprechen.
00:01:34: Ja, ich wollte jetzt nicht Politiker sein in dem Moment in diesem hier.
00:01:40: Ja.
00:01:41: Und wirklich eine Aussage zu tätigen, einen starken Satz, einen Inhalt ohne abzuschweifen.
00:01:48: Und es ist verdammt schwer, also mir ist es schwer gefallen.
00:01:52: Und ich hoffe, Die ersten Rückmeldungen, wir sind jetzt noch Anfang Januar bei der Aufnahme, sind ja erfrischend lebendig und es gibt viel Freude in der Community.
00:02:07: Ich möchte mehr und ich freue mich auf die nächsten Folgen, also jeden Tag hier eine.
00:02:12: Und es kommen auch Rückfragen oder es kommen so kleine Erfolgsmeldungen.
00:02:16: Das habe ich mir jetzt vorgenommen und gestern hat das schon ganz gut funktioniert.
00:02:19: Also wirklich diese Kleinigkeiten.
00:02:22: Und es geht ja nicht um Modelle, Konzepte, bestimmte Führungsstile, sondern es geht einfach darum, als Führungskraft, was ist wesentlich und was kann ich so mitnehmen, dass ich das jeden Tag wie eine kleine Brücke nutzen kann, ohne mir zu viel Gedanken zu machen.
00:02:42: Denn die Hektik ist ja für die meisten ab der spätesten zweiten Januarwoche ist die wieder voll da.
00:02:50: Und ich möchte helfen, dass das Jahr anders wird.
00:02:54: Führungstechnisch anders wird, einfacher und erfolgreicher.
00:02:57: Auch für die Teams natürlich.
00:02:59: Ich finde das ein tollen Ansatz.
00:03:00: Ich habe das letztes Jahr angefangen.
00:03:02: Ich mache immer diese Jahresreflexion zwischen den Jahren.
00:03:05: So Ausrichten, Neustarten, Reset-Button, Drücken und und und.
00:03:09: Und dann habe ich immer gemerkt, dieses zwischen den Jahren, das ist ja so kurz, das ist so schnell vorbei.
00:03:13: Was kann ich da jetzt machen?
00:03:14: Und bin da dazu übergegangen, zu sagen, der gesamte Januar.
00:03:18: ist für mich die Zeit, in der ich das Jahr neu angehe.
00:03:23: Also ich muss nicht bis Heilige Drei Könige fertig sein, sondern ich lasse mir den gesamten Januarzeit.
00:03:29: Und dann ist für mich so der erste Februar, das eigentliche Neujahr, wo ich sage, jetzt bin ich mit allem fertig, jetzt kann es losgehen.
00:03:37: Von dem her, also auch für mich ist das total schön, dass ich jetzt einund dreißig Tage Impulse bekomme.
00:03:43: Und vielleicht hast du damit jetzt ja auch irgendwas... losgetreten, was vielleicht auch noch ein paar andere Existenz nachmachen werden.
00:03:51: Gerne.
00:03:52: Ich finde es auf jeden Fall schon, du bist der einzige, du fällst auf.
00:03:55: Im Advent haben alle Adventskalender gemacht, die Podcast gemacht haben, gefühlt.
00:03:59: Und jetzt ist halt mal was Neues da.
00:04:01: Erfrischend.
00:04:02: Ja, hoffentlich erfrischend für alle, die ihren Teil nehmen, also sich das anhören.
00:04:07: Die neunzig Sekunden, jetzt wisst ihr ja, sind etwas weniger.
00:04:11: Die neunzig Sekunden pro Tag investieren, einfach auf das Knöpfchen drücken.
00:04:16: Und ich hoffe, dass das dann auch eine einfache Hilfestellung fürs ganze Jahr ist.
00:04:23: Teilst du die auch?
00:04:24: Du kannst ja auch den einzelnen Impuls als Audio-Clip bei WhatsApp und bei Insta und so teilen, ne?
00:04:31: Ja, mach ich.
00:04:32: Also Insta mache ich momentan nicht, weil Insta nicht klickbar ist.
00:04:36: Ja, also wenn du das im Kommentar oder irgendwo hast oder selber, du kannst nicht einfach klicken, du müsstest dann ... selber eingeben.
00:04:44: Das ist die Insta-Geschichte.
00:04:46: Man kann es machen, indem man verweist auf seinen Kopf und da findet man es dann, aber Insta ist irgendwie nicht der Kanal.
00:04:53: Aber bei WhatsApp habe ich es und da erwische ich natürlich auch meine ganze private Community.
00:05:00: Und das ist auch interessant, wer das wie nutzt.
00:05:04: Also ich kriege ja Rückmeldung.
00:05:06: Und bei LinkedIn... habe ich zwar relativ wenig Likes, aber viele Direktmails und viele Impressions.
00:05:14: Ja.
00:05:15: Vielleicht macht es auch Sinn, über ein ... ... ein Brotzer Business Status mal nachzudenken.
00:05:20: Aber gut.
00:05:21: Also, dass man so ein Business-Kanal, dass du so eine Community aufbaust, von Leuten, die dir da folgen wollen.
00:05:26: Aber dann müsstest du, glaube ich, ein dreihundert- und sechzig-Tage-Kalender anbieten, Thomas.
00:05:31: Nee, ich möchte einfach sein.
00:05:33: Ein dreihundert- und sechzig-Tage-Kalender gibt es genug.
00:05:35: Und selbst diese einunddreißig ... starken Sätze, wie ich die nenne.
00:05:42: Die sind schon eine Herausforderung.
00:05:43: Ja, das ist nicht Abflach, dass es wirklich immer ein echter, neuer Impuls ist.
00:05:50: Und ich glaube, im Großen und Ganzen ist es mir gelungen.
00:05:53: Wenn man es einmal fertig hat, dann bin ich der Erste, der Verbesserungsideen hatte.
00:05:59: Also ich könnte das jetzt wieder alles neu machen.
00:06:02: Ja.
00:06:03: Nur es ist... Unternehmen in der wirtschaft ja genauso.
00:06:07: es geht nicht darum immer wieder alles neu zu machen sondern sich auf wesentliches zu fokussieren und das richtig zu machen.
00:06:13: also richtig so wie man es sich vorgenommen hat und ist sehr bewusst zu machen.
00:06:18: Und sich nicht immer von außen und vom eigenen unbewussten treiben zu lassen in die alten fahre zurückzukehren.
00:06:26: und ja ich hoffe das macht alle frisch und stark und bringt.
00:06:34: Richtig Energie in die Unternehmen hinein.
00:06:36: Ja, sehr gut.
00:06:38: Apropos Frisch und
00:06:41: Stark.
00:06:43: Apropos Frisch und Stark, wie geht es dir denn?
00:06:45: Du hast ja eigentlich ein Jahr hinter dir, was dich gerade in der letzten Hälfte echt auch nochmal so ein bisschen gefordert hat.
00:06:53: Geht es dir gesundheitlich wieder gut?
00:06:54: Das ist doch vielleicht mal erst die wichtigste Frage.
00:06:57: Also, businesstechnisch sagt man immer, wie geht es im Business erstmal und das andere kommt danach.
00:07:03: Ja, ich hatte jetzt keine schweren gesundheitlichen Probleme, zum Glück.
00:07:08: Aber ich habe zum ersten Mal bei meinem, von mir sehr ernst genommen, Hobby laufen, langlauf, habe ich richtig ein durchwachsendes Jahr gehabt, weil ich immer wieder Achillesäen beschwerden hatte, die jeder Läufer kennt.
00:07:22: Also wer länger läuft, der hat das auch mal.
00:07:25: Bei mir ist es halt sehr hartnäckig.
00:07:28: Und ich habe trotzdem meine Ziele erreicht.
00:07:31: Also ich habe spannende Läufe gemacht.
00:07:34: Ich habe einen Halbmarathon in den Dolomiten um die Langgruppe gemacht.
00:07:38: Das war ein echtes Trailrunning gewesen und hat tausend Höhenmeter, die man dann insgesamt auch laufen muss, mit fantastischen Ausblicken.
00:07:49: Das Starterfeld ist auf sechshundert Läufer begrenzt aus Naturschutzgründen.
00:07:54: über einem kreisten Hubschrauber, der guckt, dass alle Heile ankommen.
00:07:59: Das ist ein wahnsinniges Erlebnis gewesen.
00:08:02: Und im Training davor habe ich immer wieder Pausen machen müssen, also Trainings Tage ausfallen lassen müssen, weil die Echelis sehen Schmerzte.
00:08:10: Und na ja, ich bin jetzt nicht in meiner vorgesehenen Zeit angekommen, aber es war eines der schönsten, intensivsten Erlebnisse meines Lebens überhaupt.
00:08:23: Also man läuft mit anderen.
00:08:26: Der Südtirolauf.
00:08:27: Ja, ja.
00:08:29: Der
00:08:29: Südtirolauf war das einzelne schönste Erlebnisse.
00:08:32: Weil lustig, ich habe jetzt gerade die ganze Zeit an deinen Chicago-Lauf gedacht, wo ich ja wusste, dass du dich darauf so vorbereitet hast und wo es dir denn auch nicht so gut ging.
00:08:42: Na
00:08:42: ja, ich... Aber da hab ich die Bilder vielleicht noch präsentiert.
00:08:45: Das ist ja das Schöne, dass ich ja mit dir zusammen arbeite jetzt seit zwei Jahren.
00:08:48: Und ich werde wirklich für diese Zusammenarbeit, also ich werde echt belohnt, indem ich von dir immer so schöne Bilder von deinen Laufreisen bekomme und von diesen... Ja, von diesen fantastischen Orten, an denen du da unterwegs bist.
00:09:02: Deswegen, also die Südtirol-Bilder habe ich, glaube ich, noch gar nicht gesehen.
00:09:05: Da gibt es noch was nachzuholen.
00:09:06: Das musst du mir nach rüber schicken.
00:09:08: Aber Chicago hat sich bei mir eingebrannt und Hut ab.
00:09:11: Also mich hat das so... Ich habe gedacht, das kann ja doch jetzt echt nicht ernst meinen, dass er in dem Zustand laufen geht.
00:09:17: Ja,
00:09:19: es war kritisch.
00:09:20: Also in meiner Laufgruppe und die Trainerin, die haben ja auch... sehr deutlich gesagt, mach es nicht.
00:09:27: Mach den nicht kaputt.
00:09:29: Meine Tochter hat mir gesagt, denk dran, nachher kannst du nie wieder richtig laufen.
00:09:33: Ja, also, wobei das ein bisschen übertrieben ist.
00:09:36: Und, na ja, ich wusste, wenn ich in Chicago aufschlage, dann, dann lauf ich auch.
00:09:44: Ja, und wenn man eben langsam ist.
00:09:47: Das spielt ja keine Rolle und ich war für meine Verhältnisse sehr langsam.
00:09:51: Egal, also ... wie im Unternehmen.
00:09:54: Wir haben Ziele und wenn wir die Ziele uns vornehmen, dann ist das ein Ziel, was verfolgt wird.
00:10:01: Nicht über Leben und Tod, aber über jede Widerigkeit, die es gibt erst mal hinweg.
00:10:07: Gibt es einen Stopper, ist zu überlegen, wie komme ich an dieser Hürde vorbei.
00:10:11: So und so ist es mir bei dem Lauf auch gegangen.
00:10:15: Ich war nicht gut trainiert aus den bekannten Gründen.
00:10:19: Ich bin tatsächlich die ersten dreißig Kilometer sehr gut durchgekommen für diese Verhältnisse, also in einer relativ normalen Zeit.
00:10:27: Dann sind die Umstände, die die einen tragen, also wenn man so große Läufe erlebt, da hat man natürlich extrem viel Zuschauer.
00:10:37: Chicago ist... Mit eins, sieben Millionen Menschen, die da am Laufrand stehen, an den Wegesrennern stehen, sicherlich ein extremes Highlight.
00:10:47: Und im Gegensatz zu anderen Situationen, sind da die Menschen einfach miteinander verbunden, unabhängig ob groß oder klein, welche Ethnir, welche Überzeugung, die stehen da und feuern jeden an und jede an, egal ob schnell oder langsam.
00:11:05: Das ist so unfassbar.
00:11:08: Also das hat mich dann getragen und ich habe da auch diese dreißig Kilometer Genossen.
00:11:14: Es gibt neunundzwanzig Neighborhoods, Stadtbezirke, durch die man läuft, die sind zum Teil sehr, sehr unterschiedlich.
00:11:23: Die haben unterschiedliche Musik, unterschiedliche Menschen, zum Teil auch Kostüme mit denen in einem Straßenrand stehen, also in alten Landestrachten.
00:11:32: Das ist, das ist Wahnsinn.
00:11:34: Ja, und dann singt die Fisch.
00:11:35: Darf ich ganz kurz mal ganz kurz rein gehen, weil du damit den Zuschauern das erzählst?
00:11:39: Ich habe mich eine Nachfrage.
00:11:41: Ist das unterschiedlich, die amerikanischen großen Läufe zu denen in Europa?
00:11:45: Ich habe jetzt nur zwei Läufe überhaupt in den USA gemacht.
00:11:48: Das ist jetzt schwer zu sagen.
00:11:51: Ich würde mal direkt auf Chicago gehen und Leute, die die New York Marathon gelaufen sind, werden wahrscheinlich ähnliches bei New York erleben.
00:11:58: Das weiß ich jetzt nicht.
00:12:01: Es war noch mal eine andere Stimmung als zum Beispiel in Berlin.
00:12:04: Der Berlin-Marathon ist eine der Großen, der ist toll, den liebe ich, den bin ich fünfmal gelaufen.
00:12:09: Das ist für mich in Anführungsstrichen vor der Haustür.
00:12:12: Das ist etwas, was ich wirklich genieße, kann auch jedem empfehlen, als Zuschauer da hinzugehen.
00:12:18: Es ist einfach toll.
00:12:20: In Chicago war es noch mehr Zuschauer und man ist als Läufer.
00:12:27: Ja, gefühlt durch Gassen gelaufen.
00:12:29: Es waren natürlich breite Straßen, aber die Leute standen so dicht gedrängt von beiden Seiten in mehreren Reihen hintereinander, dass es wirklich war wie, weiß ich nicht, wie ein roter Teppich so ungefähr.
00:12:40: Ja, also es war extrem aufbauend und ich habe dann zwischendurch ja fast... was das Gefühl bekommen ist, ist zu laut.
00:12:52: Weil der Lärm, das Schreien, der Aufmunterung, die hatte überhaupt nie aufgehört.
00:12:57: Es gab keine Phase, wo niemand stand.
00:13:01: Bisschen zu den Polizisten, die nicht alle, aber viele von denen einfach abgeklatscht haben.
00:13:06: Die standen ein bisschen vor der Crowd, haben dann bei vielen die Hand gehoben, klatschen dich ab beim Laufen, also Wahnsinn.
00:13:15: Also insofern von der Stimmung her, ich denke noch mal was ganz Besonderes.
00:13:20: Ich bin aber auch dafür, dass wir jetzt nicht in Rating machen und sagen, der Lauf ist von Zuschauern besser als der andere.
00:13:26: Es war ein besonderes Erlebnis.
00:13:28: Naja, das glaube ich.
00:13:29: Ich meine, das ist, ich habe über diesen Aspekt noch gar nicht so nachgedacht, wie wichtig das für die Motivation ist.
00:13:35: Wenn du sagst, ab Kilometer dreißig, wurde es dann schwieriger und dann bist du aber ins Ziel getragen worden, dass das auch nochmal wirklich so eine Relevanz hat.
00:13:46: Ich finde das jetzt total blöd.
00:13:48: Jetzt aus diesem schönen Moment mit der Beschreibung dieser Gasse, die ich jetzt gerade so bildlich vor mir habe, zu versuchen, einen Transfer ins Unternehmen herzustellen.
00:13:56: Aber natürlich liegt das bei einem Gespräch mit dir auf der Hand, sich zu überlegen, was ist denn auf dem Weg zum sächsendreißigsten Stock-Eckbüro?
00:14:05: Was ist denn da ab der dreißigsten Etage?
00:14:09: vielleicht der Beifall oder der rote Teppich oder die Gasse, die einen trägt?
00:14:14: Gibt es das?
00:14:15: sagt doch immer, je mehr man an der Spitze ist, je weiter oben man ist, desto einsamer wird es.
00:14:20: Bestätigst du das, kann man sich da irgendwie auch was schaffen?
00:14:24: Gibt es eine Community, die einen oder braucht es genau das, damit man überhaupt oben glücklich und gut ankommen kann, dass die, das eigene Team, die eigenen Weggefährten einen auch wirklich wollen?
00:14:40: Wenn ich es jetzt laufen sehe, ist das bei Marathon das Schöne.
00:14:44: dass sowohl die Spitzenläufer, die auch Preise bekommen, auch bezahlt werden im Starterfeld sind, natürlich ganz vorne, wie auch diejenigen, die vielleicht fünf oder fünf und ein halb Stunden brauchen, je nachdem, wie lang die Schlussseiten gesetzt sind.
00:15:01: Also die, die wirklich langsam laufen, aber auch ihre zweiundvierzig Kilometer genießen.
00:15:09: Und alle werden angefeuert, also die Zuschauer gehen nicht weg.
00:15:13: Natürlich bleibt da keiner stundenlang stehen, aber es kommen immer wieder andere dazu.
00:15:16: Das heißt, man hat diese Menge da, die gerade jetzt in Chicago, wenn ich da nachher Bilder gesehen habe, man schaut sich ja dann und Dinge an, die man nicht direkt erlebt hat, dass die auch die letzten noch gefeiert haben.
00:15:30: Das stand im Ziel... Ein Laufbereich immer noch rein von Menschen, die die angefeuert haben, die da mit sechs Stunden oder was auch immer.
00:15:40: Er reingegangen sind fast dann in den Fällen und haben die genauso gefeiert.
00:15:46: Und für mich ist es ein Bild, was schön in Unternehmen wäre, dass man nicht nur den Bossen, Männer wie Frauen, wenn die auf der Bühne stehen, den Applaus zollt im Unternehmen bei Mitarbeiterveranstaltung, anderen Veranstaltungen, sondern dass wir jedem das Gefühl geben, egal wie schnell, wie langsam, wie in Anführungsstrichen wichtig die Person ist, dass sie Anerkennung finden, dass wir sie mittragen, dass sie mit über die Ziellinie, was immer das im Einzelfall dann auch konkret ist.
00:16:21: mitnehmen.
00:16:22: Also, dass wir uns in die Rolle des Läufer, der Läuferin, wie der Zuschauer hineinversetzen in den Unternehmen und sagen, Mensch, so etwas gibt es im Leben, dass eine gemeinsame Begeisterung für etwas da ist, dass wir alles Trennende fallen lassen.
00:16:36: Und ich denke, in vielen Situationen im Unternehmen ist das genauso möglich, wenn auch nicht üblich.
00:16:43: Wir haben uns im Vorfeld zu dieser Aufnahme kurz darüber unterhalten, dass es auch eine große Sehnsucht gerade gibt.
00:16:49: Wir können jetzt sagen, was heißt gerade eben?
00:16:52: Ja, wann hat das angefangen?
00:16:53: Hat das nach Corona angefangen?
00:16:54: Hat das nach dem Angriffskrieg in die Ukraine angefangen?
00:16:57: Hat das jetzt irgendwie wieder auch mit diesem neuen Jahr angefangen?
00:17:00: Wir haben den sechsten Januar, wo wir jetzt hier gemeinsam diese Aufnahme machen.
00:17:05: Wir sind quasi gerade erst im neuen Jahr angekommen und du drehst ja jetzt schon wieder durch, wenn du die Nachrichten schaust.
00:17:13: Du hast gesagt, Das alles führt dazu, dass wir wieder eine viel, viel größere Sehnsucht nach Gemeinschaft haben, nach echtem Austausch, auch wenn wir uns jetzt hier nur im Podcast sehen, aber nach diesem Wunsch zu sagen, mal wieder miteinander zu reden und im Austausch zu sein.
00:17:32: Also, glaubst du, dass das eine Chance auch sein kann, dass auch in den Führungsetagen wieder anders miteinander umgegangen wird?
00:17:39: Dass es weicher wird, herzlicher.
00:17:42: Das sind, ich glaube, zwei unterschiedliche Entwicklungen, die wir da erleben.
00:17:47: Bevor wir zu den Führungsetagen kommen, schauen wir mal auf uns selber und die meisten von uns sitzen ja nicht als CEO irgendwo oder als Präsident irgendwo.
00:17:57: Also ich merke, dass ich, nehmen wir blingt, in als Social Media Kanal, dass ich diese ganzen KI-generierten oder KI-verbesserten Bilder, die da drin sind, nicht mehr sehen kann.
00:18:10: Ich kann auch viel von den sehr langen Texten nicht mehr so ab.
00:18:14: Es gibt hervorragende da.
00:18:16: LinkedIn ist nach wie vor für mich auch ein Forum, wo ich viel lerne.
00:18:20: Das will ich nicht verkennen.
00:18:22: Aber eine gewisse Müdigkeit ist da.
00:18:25: Ich glaube auch, dass eine gewisse Müdigkeit ist, dass man Kontakte nur über Social Media hat.
00:18:31: Wenn man sich nicht sieht, also auch in Persona sieht, dann geht das schon.
00:18:35: Das ist die moderne Welt.
00:18:37: Aber wenn es zu sehr der Fall ist und man zu wenig Kontakte wirklich persönlich hat, dann ist das schon etwas anderes.
00:18:46: Und da stehen dann, meine ich, auch die Feiertage diesem ... Bild nur Social Media entgegen.
00:18:53: Wie schön ist es, wenn man Familie, Freunde dann über die Feiertage wirklich mal wieder in Ruhe erleben kann, wenn das möglich ist und einfach die Beine lang macht und miteinander quatscht.
00:19:04: Ich glaube, dass das kommt.
00:19:05: Ich glaube, dass diese KI generierte Bildersucht nach unten geht.
00:19:10: Ich versuche da ein bisschen Impuls zu geben, indem ich jetzt auch bei diesen Minicast, die ich mache, auf Bilder verzichtet habe.
00:19:20: Klar, wenn man den Link auf anklickt, dann sieht man dieses Standbild für den Podcast.
00:19:26: Das ist nun mal so.
00:19:28: Aber ansonsten mache ich keine Werbung mit Bilder dafür.
00:19:31: Ich versuche, den Text zu minimieren und damit brauche es, über die Anregung, die ich gebe, hinaus den persönlichen Kontakt zu den Menschen, mit denen man arbeitet.
00:19:43: Das ist ja der kleine Knift, den ich dabei versuche, reinzubringen.
00:19:47: Das kann ich gar nicht mehr als Führungskraft mit mir allein ausmachen, diesen Einsatz, sondern den starken Satz, sondern es braucht es mit tun von anderen.
00:20:00: Also dieser Wunsch, sich persönlich zu sehen, sich wirklich ins Gesicht zu schauen, auch Mimik länger zu erleben, auch... die kleinen Berührungen, die man hat.
00:20:13: Und wenn es der Handschick ist oder die Hand auf der Schulter, also dieses mehr in Nähe kommen, wobei die körperliche Berührung jetzt in meinem Kontext etwas ist, was die Nähe dann herstellt, also noch mal unterstreicht, dass man wirklich weiß, ja, du bist echt, wir sind echt hier in dem Raum.
00:20:34: Was anderes ist damit nicht gemeint.
00:20:37: Und jetzt, wo du das gerade sagst, auch damals so bewusst geworden, ich habe eine Aufnahme gesehen von einem, da ging es um ein Business Meeting und der Geschäftsführer, der hat wirklich jeden mit Handschlag, also der hat sich mal immer wieder die Hand ausgestreckt und die Leute mit Handschlag begrüßt.
00:20:55: Ich sag, wie schön, wie schön.
00:20:57: Also, das ist ja auch so mitunter weggefallen, und dass man, also ich finde, ein Handschlag hat auch wirklich auch eine große Symbolik.
00:21:06: Und das zu machen und sich diese Zeit zu nehmen oder vielleicht ist es auch was Selbstverständliches.
00:21:12: Keine Ahnung.
00:21:13: Aber es ist schon verrückt, dass mir das als positiv aufgefallen ist, dass das gemacht hat.
00:21:18: Das sagt ja schon wieder alles.
00:21:20: Ja, es gibt viele.
00:21:22: Cheftypen, die das nicht machen und nicht gemacht haben.
00:21:26: Jetzt haben wir natürlich in der Corona-Covid-Zeit auf viele persönlichen Begegnungen verzichtet und auch bewusst auf den Handschlag verzichtet.
00:21:36: Und wir diskutieren immer wieder in Zeiten von Erkältung im Winter, dass wir dann auch darauf verzichten.
00:21:42: Aber wie dem sei, ich glaube, dass der Handschlag wichtig ist.
00:21:46: oder die Berührung, also ... Man kann sich auch anders berühren, dass man nur die Fäuste aneinanderhält.
00:21:52: Dann hat man eben weniger Kontakt, aber immerhin noch etwas.
00:21:56: Und wenn wir uns die Geschichte des Handschlags anschauen, indem man mit einem Handschlag Geschäfte beschlossen hat früher, dann hat das eine andere Verbindung, als wenn es nur zwei Unterschriften sind.
00:22:09: Und wenn man sieht, das Handschlag... von Politikern insbesondere als Machtinstrument genutzt werden, indem man dem anderen die Hände zu feste drückt, indem eben die eigene Hand oben ist, der Handrücken oben ist, die das andere unten.
00:22:26: Also das hat natürlich eine Symbolik, die auch tatsächlich in uns drin ist.
00:22:32: Ich fühle mich dann dominanter oder schwächer.
00:22:36: Aber das zeigt eben, dass es wichtig ist, wie immer man es dann anwendet.
00:22:43: Ich bin fest davon überzeugt, dass die Lagerfeueratmosphäre, die wir versuchen im Podcast herzustellen, dass das ist, was uns über Jahrtausende verbunden hat und dazu gehört, dass man beieinander setzt und sich einander den Glühwein erreicht oder auch den Punsch, der kein Alkohol hat.
00:23:07: Interessant, das sagte unser, ich komme ja aus einem reinischen Dorf.
00:23:12: Lebe jetzt im Moment in einem ostfriesischen Dorf, aber unser reinischer Bäckermeister, Bürgermeister und Feuerwehrmeister in Personalunion, der sagte, dass mal, dass die Menschen in Krisenzeit nur in Zeiten, in denen sie Ängste haben, viel häufiger zum Dorfbrunnen kommen, weil Feuer und Wasser immer so diese Stellen sind, um die sich die Menschen versammeln.
00:23:33: Und er hat seine seine Backstube direkt an diesem Dorfbrunnen und kann wirklich bis jetzt auch in einem Alter drin, wo er auf eine gewisse Erfahrung zurückblicken kann und kann also wirklich sagen, er nimmt das wahr, dass in Zeiten, in denen draußen viel los ist, im Dorf wieder näher aneinander gerückt wird.
00:23:52: Spannend auch, ne?
00:23:53: Also ich habe es als Führungskraft häufig erlebt, dass man versucht hat, dass ich nicht in die Büros oder heute in die Open Space Einheit, wo jemand sitzt, dass ich da nicht hineingehe.
00:24:06: Ja, die Leute fühlen sich, die Menschen fühlen sich dann häufig gestört.
00:24:10: Da kommt ein Vorgesetzter und der kontrolliert natürlich.
00:24:13: Das ist so im Kopf, der kontrolliert.
00:24:15: Absolut, absolut.
00:24:18: Du hast
00:24:18: sofort, ich kann mich da genau dran erinnern.
00:24:20: Also, Grüße an Herrn Mann hat gehen raus.
00:24:23: Wenn der bei uns ins Bruch reinkam, du hast erst mal sofort eine andere Haltung angenommen, hast geguckt, hast du irgendwelche Fenster auf deinem Rechner, auf die privat waren?
00:24:33: und hast die Süßigkeit auf Seite geschoben.
00:24:37: Und ich habe es mir nicht nur angewöhnt immer, das ist klar, aber ich habe es auch immer durchgesetzt, dass es irgendwann normal war, dass ich in jedes Büro oder an jeden Arbeitsplatz auf einem Fläche gehen durfte, dass ich dazugehörte, dass es okay war, wenn mich irgendwo hingestellt hat, mit einem geredet und so durch den Raum geguckt hat, dass ich niemand kontrolliert fühlte.
00:25:01: Und wichtig war dann, So Kleinigkeiten.
00:25:04: Ich habe mich immer so gestellt, dass ich nie auf einen Monitor gucken konnte.
00:25:08: Denn auf dem Monitor kann alles Mögliche sein.
00:25:10: Von mir spielt da einer gerade irgendein Spiel oder surft irgendwo im Internet, was privat ist.
00:25:16: Das war mir immer egal.
00:25:18: Macht ja jeder.
00:25:19: Aber
00:25:19: was für
00:25:20: eine tolle
00:25:20: Idee, Thomas.
00:25:22: Thomas, hast du das als Impuls in deinen ein und dreißig Impulsen drin?
00:25:26: Ich gucke nicht auf dem Monitor.
00:25:27: Das ist ein mega Tipp.
00:25:29: Das finde ich mega tip.
00:25:31: Also da eine Sensibilität für zu entwickeln, zu sagen, ich komme nicht so rum, sondern ich bleibe da stehen, damit der seine Privat will.
00:25:40: Also finde ich den Knaller.
00:25:42: Also für mich ist das, man mit nicht drüber nachgedacht, normal.
00:25:45: Also ich weiß, dass ich es bewusst tue.
00:25:47: Und das andere, was ich bewusst etablierer, ist, dass ich dazugehöre.
00:25:52: Dieses Büro ist nicht ein Büro ohne diesen bekloppten Chef, der immer nur kontrollieren will.
00:25:56: etwas übertrieben, ja?
00:25:57: Sondern dieses Büro ist, wir arbeiten hier gemeinsam und in dem Büro werden auch Fragen gestellt.
00:26:02: Und zwar Fragen, was wird's an meiner Stelle jetzt tun?
00:26:05: Oder ich bin noch nicht entschieden.
00:26:08: Ihr wisst, wir haben dieses und jenes Thema und wow, das ist ein Hammer.
00:26:12: Egal, was ich mache, irgendeiner ist sowieso sauer.
00:26:14: Also wie gehen wir damit um?
00:26:16: Allein so etwas auszusprechen und eine Frage und nicht eine Antwort zu geben und das regelmäßig, nicht so was ich einstudiert, sondern das regelmäßig, dass man mitbekommt, irgendwie denken wir alle an über dieses Thema.
00:26:36: Da ist auch immer eine Gedankentür offen, Dinge mit aufzunehmen und trotzdem vorgesetzt zu bleiben.
00:26:43: Also jetzt nicht so, ich weiß nicht, was ich tun soll, das wäre jetzt der falsche Weg.
00:26:49: finde ich echt gut.
00:26:51: Thomas, ich freue mich jetzt noch auf diese weiteren Impulse, die kommen und ich bin auch gespannt, wie die Resonanz darauf ist.
00:26:57: Aber ich möchte jetzt gerne auch noch mal wissen, aus einem ganz egoistischen Grund krieg ich dieses Jahr wieder tolle Reisebilder.
00:27:03: und wo geht's hin?
00:27:06: Welche Tickets hast du schon gezogen und was sind deine Pläne, deine persönlichen, die Thomas Baker Reisepläne, Joggingpläne?
00:27:16: Also ich habe dieses Jahr noch Keiner zu festgelegten, weil ich wirklich meine Ferse auskurrieren muss.
00:27:28: Allerdings gehört zu meinem Standard seit einigen Jahren und ich liebe es so sehr.
00:27:34: Der Halbmarathon in Hamburg, der ist Ende April.
00:27:37: Also da bin ich angemeldet und der Witz ist ja heute... Als letztes Jahr die Anmeldung für dieses Jahr möglich war, hat es sieben Tage, vielleicht waren es acht, sieben Tage gedauert, bis dieser Halbmarathon ausverkauft war.
00:27:50: Also, wenn er nicht schnell war, hattest du keine Chance, weil er eben so schön ist.
00:27:55: Und ich bin jetzt einige Jahre hintereinander in Hamburg den Halbmarathon, gleichzeitig findet auch der Marathon dort statt, den Halbmarathon gelaufen.
00:28:03: Und wir hatten immer ordentliches Wetter.
00:28:06: Und es war einfach von der Atmosphäre und von dem, was man in Hamburg sieht.
00:28:10: Also wir haben früher mal über Chicago geredet.
00:28:12: Lass uns Hamburg gucken.
00:28:13: Es
00:28:15: ist
00:28:15: so was von wunderbar.
00:28:17: Aber da komme ich dich anfeuern.
00:28:18: Das ist ja bei mir ums Eck.
00:28:20: Ich habe zu lustige Weise, was bei mir gerade losgeht, Thomas Baker und Hamburg.
00:28:26: Da seh ich dich auf einem Wagen in einem mit einem siebziger Jahre Happy Outfit.
00:28:32: Für einen Schlagerrave.
00:28:36: Naja, das muss man sich auch.
00:28:37: Ich weiß nicht, ob der Marathon einen Tag vorher oder nachher ist, ob du zweimal nachher Bock kommst.
00:28:44: Nein, das ist eher auch, weiß ich gar nicht wie es heißt, Schlagerparade.
00:28:49: Schlagerrave in Hamburg ist nun auch aus irgendeinem Grund was Besonderes, weil da tatsächlich alle Menschen, ähnlich wie es vorher vom Laufen erzählt hatte, irgendwie eins sind.
00:29:03: Es ist so frappierend.
00:29:04: Man singt diese für mich jetzt wirklich nicht wirklich geliebten Schlagern.
00:29:10: Auf der anderen Seite, ich kenne sie alle.
00:29:12: Ja, das ist ja das Kranke.
00:29:14: Also ich sage, nee, Schlager ist nicht so mein Ding.
00:29:16: Und wieso kann ich alle mitsingen?
00:29:17: Also zumindest teilweise mitsingen.
00:29:19: Sie können ganz schön gefährlich sein.
00:29:23: Also, weil es dazu gehört.
00:29:25: Und es ist vielleicht nochmal... Eine Art Skarnewahl, wenn man das so will, aber auf eine andere Art.
00:29:33: Nur verkleidet sind die meisten tatsächlich.
00:29:38: Und was ich in Hamburg so wahnsinnig finde, selbst die, das war mir so aufgefallen, selbst die Obdachlosen, haben häufig irgendetwas... Vielleicht gibt man es ihnen, vielleicht kaufen sie es.
00:29:51: Ich habe keine Ahnung.
00:29:52: Irgendetwas, was sie so ein bisschen, siebziger Jahre lang macht, also ein Mützchen auf oder ein Schälchen um oder irgend sowas in der Richtung.
00:29:59: Das heißt, es feiert wirklich jeder mit und mit dem Singen.
00:30:04: Singen ist ja Community, man singt zusammen.
00:30:08: Mit dem Singen sind die Menschen auch eins und das ist was anderes.
00:30:13: Beim Fußball, da singt der Einmannschaft gegen die anderen, ja, das ist kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander.
00:30:20: Und da ist es auch ein schönes Miteinander.
00:30:24: Ja, wirklich alle
00:30:25: eingeschlafen.
00:30:25: Ich muss jetzt sagen, ganz, ganz kurz, da muss ich jetzt ganz, ganz, ganz, ganz kurz.
00:30:28: als ehemaliger Dauerkartenbesitzer vom FC Köln muss ich, da ist leider wieder Sprechen.
00:30:36: Also wenn du im Stadion bist, in deinem Stadion, in deinen Fans, ja, manchmal muss man auch beim FC Köln sagen Leidensgenossen.
00:30:48: Das finde ich immer nur eine Freude.
00:30:49: Aber das ist schon auch stark.
00:30:51: Also singen im Stadion, stelle ich übrigens auch in Hamburg, St.
00:30:55: Pauli möchte ich auch unbedingt mal hin.
00:30:57: Das stelle ich mir auch toll vor.
00:30:58: Ich glaube schon, dass es auch gut ist.
00:30:59: Haben wir drei Gründe nach Hamburg zu fahren?
00:31:01: Hab ich gerade gemerkt?
00:31:03: Es gibt bestimmt mehr, noch mehr.
00:31:06: Was ist, wenn wir,
00:31:07: wenn du, lass uns ja einen Aufruf machen.
00:31:09: Thomas, stopp, stopp, stopp.
00:31:11: Wir machen jetzt einen Aufruf.
00:31:13: In deinem Podcast, den wir jetzt veröffentlichen, reden wir ja darüber.
00:31:17: Und dann gucken wir doch mal, wer aus einer Community Lust hat, sich mit in Hamburg hinzustellen und dich entweder anzufallen oder vielleicht sogar mitzulaufen.
00:31:26: Machen wir mal gerade ein Thomas-Belker-Meat ab.
00:31:29: Ich weiß gar nicht, ob so viel Platz für die Zuschauer da ist.
00:31:34: Du Angeber!
00:31:36: Ich rede mal mit der Stadt Hamburg.
00:31:39: Nicht, dass ich ausgeschlossen werde vom Lauf.
00:31:47: Was du sagst, ja, natürlich als Fan in einer Gruppe ist es genauso.
00:31:51: Nur beim Fußball gehen zwei Gruppen aufeinander.
00:31:54: und wenn du FC Köln sagst, ich war mal aus welchen Gründen auch immer vor vielen, vielen Jahren beim FC Spiel gegen Leverkusen in der Leverkusen-Fankurve.
00:32:10: Wir möchten jetzt keine krassen Worte hier nutzen.
00:32:14: Aber immer, wenn die eine Seite gesungen hat, hat die andere Schmählieder oder Schmährufe gemacht.
00:32:21: Also das ist das, was beim Fußball ja nicht so schön ist, aber trotzdem... Beim Schlagermove, jetzt haben wir den Namen, den Schlagermove in Hamburg oder bei diesen Läufen ist es was anderes.
00:32:32: Und dieses Verbindende in einer Welt, wo das getrennte Meer im Vordergrund steht, immer, das ist das, was mich anmacht, sage ich mal.
00:32:43: Was für ein
00:32:44: schönes Schlusswort.
00:32:46: Jetzt gar nicht weiterreden.
00:32:47: Jetzt gar nicht weiterreden.
00:32:49: Das ist ein gigantisch gutes Schlusswort für diesen Podcast.
00:32:54: Mega.
00:32:55: Natürlich darfst du jetzt weiter sprechen, wenn du möchtest, Thomas.
00:32:58: Aber ich finde es jetzt gut.
00:32:59: Ich würde sie jetzt echt einen Punkt machen.
00:33:00: Machen
00:33:00: wir einen Punkt.
00:33:00: Machen wir einen Punkt.
00:33:02: Machen wir einen
00:33:02: Punkt?
00:33:03: Ja.
00:33:04: Wir sprechen ja wieder.
00:33:05: Also, dann jagt weiter mit einem halben Artton in Hamburg.
00:33:12: Dann jagt weiter mit Podcasts.
00:33:14: Anything else that we should know?
00:33:17: Oder was du schon verraten möchtest?
00:33:19: Nein, ich ... Okay.
00:33:21: Ich
00:33:21: habe nicht den einendreißigsten Zwölfen als Deadline für die gesamte Jahresgestaltung.
00:33:26: Ich habe zwei krasse Ideen, die in der Vorbereitung sind.
00:33:32: Und ich muss noch die innere eigene Hemmung überspringen, es zu tun.
00:33:39: Je mehr man nach außen geht, desto selbstbewusster muss man letztlich da auch stehen.
00:33:44: Und da arbeite ich dran, wie ich mir das erarbeitet, dieses.
00:33:50: Selbst zu Fuß zu sein.
00:33:52: Hört sich spannend an.
00:33:53: Also auch wieder so ein mega Cliffhanger von dir.
00:33:56: Jetzt müssen wir natürlich erst recht dir weiter folgen.
00:33:58: Aber wissen wollen, was kommt da?
00:34:01: Der große Samstagabend im ZDF.
00:34:04: Was ist geplant?
00:34:05: Also ich bleib dir treu.
00:34:06: Und ich hoffe dir auch.
00:34:08: Danke,
00:34:09: das ist toll.
00:34:09: Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, ich bin froh über jeden, der mir in Anführungsstrichen treu bleibt.
00:34:16: Treu bleibt in unserem gemeinsamen Ziel.
00:34:19: unsere Arbeitswelt erfolgreich und auch menschlich schön zu machen.
00:34:24: Und beides zusammen gehört zusammen.
00:34:29: Auf bald.
00:34:30: Auf bald.
00:34:34: Das war der Podcast der Chefin.
00:34:36: Dia muss Führung finden.
00:34:37: Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn gerne und lass uns auf LinkedIn
00:34:42: oder im Leben
00:34:43: weiter plaudern.
00:34:44: Die Kontaktdaten
00:34:45: findest du
00:34:45: in den Show notes.
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