#59: Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Prozesse, sie verändert Führung selbst
Shownotes
In dieser Folge spricht Thomas Belker mit Dr. Thomas Müller, dem geschäftsführendem Gesellschafter der contec GmbH, über eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie bleiben Menschen und Organisationen im KI-Zeitalter handlungsfähig, relevant und verantwortlich? Im Mittelpunkt stehen Leadership, Werteorientierung und Zukunftsgestaltung – mit besonderem Fokus auf die Gesundheits- und Sozialwirtschaft: eine der systemrelevantesten Branchen Deutschlands, die zugleich unter enormem Transformationsdruck steht. Dr. Thomas Müller macht deutlich, warum technologischer Fortschritt allein nicht ausreicht. KI kann Prozesse beschleunigen, Muster erkennen und Mitarbeitende entlasten –, aber sie ersetzt weder Haltung noch Orientierung noch echte Führungsverantwortung.
Kernthesen
- Stabilität ist keine Bremse, sondern Fundament. Wer Innovation nachhaltig gestalten will, braucht eine stabile organisationale Identität als Grundlage.
- Führung wird durch KI nicht überflüssig, sondern sichtbarer. Die menschliche Dimension von Leadership gewinnt an Bedeutung.
- Zukunftsfähigkeit entsteht im Netzwerk. Kooperation, gemeinsames Lernen und geteilte Verantwortung sind entscheidender denn je.
- Die eigentliche Gefahr ist Verantwortungsabgabe. Nicht eine mächtige KI ist das zentrale Risiko, sondern dass Menschen Entscheidungsverantwortung an Systeme delegieren.
- Zukunftsmut braucht Substanz. Werte, Identität, Zielklarheit und aktives Engagement sind die Voraussetzungen für gestaltende Führung. Buchvorstellung
„Relevanz im KI-Zeitalter. Ein Zukunftskompass für Menschen, Organisationen und Gesellschaft” Dr. Thomas Müller | Erscheint im Juli 2026 Das neue Buch von Dr. Thomas Müller bietet einen strukturierten Reflexionsrahmen für Einzelpersonen, Führungskräfte, Organisationen und Aufsichtsgremien. Es beantwortet die Frage, wie Relevanz im KI-Zeitalter aktiv gestaltet – und nicht nur reaktiv bewahrt – werden kann.
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Dr. Thomas Müller ist geschäftsführender Gesellschafter der contec GmbH, einer führenden Unternehmensberatung für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Als Autor, Vordenker und Berater beschäftigt er sich intensiv mit den Fragen, die die Transformation unserer Zeit stellt: Wie bleiben Organisationen relevant? Wie gelingt Führung unter Unsicherheit? Und welche Rolle spielen Werte, wenn Technologie das Tempo vorgibt? Er ist außerdem Gastgeber der Podcast-Reihe ConTalk | Menschen, die Zukunft gestalten. www.contec.de
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Der Chef in dir muss Führung finden – das Buch zum Podcast (Sachbuch-Bestseller): https://www.forwardverlag.de/products/der-chef-in-dir-muss-fuhrung-finden
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA - the podcast company https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist der Podcast, Der Chef in dir muss Führung finden.
00:00:05: Hier gibt es Orientierung auf die Ohren mit Thomas Belker.
00:00:13: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
00:00:15: Willkommen zurück bei….
00:00:17: Der Chef In Dir Muss Führungen Finden.
00:00:20: Mein Gast heute ist Dr.
00:00:22: Thomas Müller.
00:00:23: Herzlich willkommen Thomas.
00:00:25: Hallo Thomas ich freue mich sehr
00:00:28: Wenn wir beiden Tomas Interviews machen.
00:00:30: Dann erinnere ich mich immer an meine Schulzeit.
00:00:33: Da hatte ich mal ein halbes Jahr eine Klasse, da waren wir sieben Tomasse.
00:00:41: Unvergesslich!
00:00:43: Sonst kommt es heute glaube ich gar nicht mehr so häufig vor das Thomas-Syndrom?
00:00:47: Ja, ich glaube es gab mal so.
00:00:48: ne Generation bei mir ist ja noch schöner mit dem fröhlichen Nachnamen Müller.
00:00:54: Ich sage immer meine Eltern haben alles richtig gemacht die waren ja vor dem Internet der Zeitalter schon so unterwegs, dass sie gedacht haben wir geben unserem Sohnemann den Namen, dem man bei Google quasi nicht identifizieren kann.
00:01:07: Wenn das das Ziel war dann ist es gelungen!
00:01:10: Nun bist du bekannt und du bist geschätzwirrender Gesellschaft davon Contact einem wie ich finde aus eigenem Erleben sehr großartigen Unternehmen für die Gesundheitsbranche Und ihr macht Organisationsentwicklung Nachfolgeplanung und vielleicht kannst du uns einen kleinen Einblick geben.
00:01:28: Was macht ihr sonst noch?
00:01:30: Also wir helfen eigentlich quasi der kompletten Branche gesundheits- und sozialbereich.
00:01:34: Wir haben hundertachtzig Mitarbeitenden, sind deutschlandweit unterwegs und helfen quasi in der Organisationsentwicklung Strategiefindungen, in der Personalbesetzung im internationalen Recruiting bei interrem Fragestellung wenn Menschen ausfallen, wenn Vakanten überbrückt werden, wenn Krisen da sind Und das in der Branche, die gesellschaftlich ja hochsystemrelevant ist.
00:01:59: Auch menschenmäßig die größte Branche in Deutschland und das tun wir schon seit Eintracht wachzig und dass sehr gerne um mit Leidenschaft jeden Tag aufs Neu.
00:02:10: Das hört sich sehr gut an!
00:02:12: Denn wir beide wollen heute auf die Suche gehen – auf die suche nach dem Kompass für die Zukunft.
00:02:20: Wir schauen uns das Thema Führung an.
00:02:22: Wir schauen bestimmt auch ein bisschen in die Gesundheitsbranche und wir wollen natürlich wissen, wie geht es mit KI weiter?
00:02:31: Denn das ist eine der großen aktuellen Themen denke ich nicht nur was kann KI sondern wie gehen wir damit um?
00:02:39: Wohl war also das ist ein Thema Wie soll ich sagen, bevorzugt seit diesem ChatGbt Moment als ChatGBT sozusagen auch in der breiten Bevölkerung ankam doch sehr beschäftigt.
00:02:52: Weil ich das auch täglich erlebe.
00:02:54: ja also bei Personalbesetzungen fragen mich dass Geschäftsführungen Vorstände was heißt das eigentlich für die Zukunft?
00:03:01: Auch für die zukunft unserer Organisation?
00:03:03: Aufsichtsgremien fragen mich das auf Was müssen wir eigentlich achten?
00:03:07: aber auch Berufseinsteiger Fragen, was heißt das eigentlich für uns ganz konkret?
00:03:13: Welche auf welche Schwerpunkte sollen wir denn acht geben.
00:03:18: Wie sollen wir überhaupt Orientierung finden in einer Zeit die glaube ich disruptiv ist oder so disruptiv sein wird wie keine zeit vorher.
00:03:27: Insofern das ist glaube ich das prägende Thema jetzt und vor allem auch für die zukunft.
00:03:31: ja Ich bin mir sicher damit jeder jetzt nicken der uns zuhört.
00:03:37: Wir beide haben uns mal kennengelernt vor zwei Jahren, da war ich Speaker bei euch für das Thema KI und Ethik.
00:03:43: Und seitdem sind wir im ständigen Dialog gerade über die Anwendung von KI.
00:03:50: Ich muss noch einmal sagen ... Die Locations wo wir waren, die war wirklich einer mit Abstand der besten, die ich erlebt habe Starlight Express Theater in Bochum.
00:04:01: also Als Speaker war das Wahnsinn, da zu stehen wo die anderen sonst mit ihren Ohrschuhen Kunststücke machen.
00:04:09: Hammer Veranstaltung!
00:04:11: Ist dir noch was davon in den Enormen geblieben von der Veranstaltungen?
00:04:13: Da waren ja sehr illustre Vortragende.
00:04:17: Also selbstverständlich neben deinem Vortragen... Ja also neben deinim Vortag, das war wirklich sehr sehr interessant.
00:04:25: ich weiß noch wie du da standest mit den Moderations Karten und genau dieses Spannungsfeld zwischen Ethik und künstlicher Intelligenz.
00:04:32: Und auch in der Frage, was heißt das eigentlich für Führungskräfte ganz konkret aufgeworfen hast?
00:04:40: Und dort waren ja knapp hundertfünfzig Führungspersönlichkeiten aus dem Sea Level der Branche Gesundheits- und Sozialwirtschaft unterwegs.
00:04:48: Wir wollten bewusst diese Location haben, haben sie bekommen?
00:04:53: Starlight Express weil ein bisschen so Die Idee war, wir wollen uns quasi auf die Reise begeben.
00:05:00: Vielleicht nicht gerade zu den Sternen aber zur Bündnis in die Zukunft hinweg und das fand ich wiederum großartig dass manchmal prägt ja auch die Umgebung so ein Setting, dass es eben dort gelungen ist diese Menschen auch zu inspirieren Und das haben natürlich auch die Speakerinnen gut geschafft.
00:05:20: Einer hat sich sogar auf die Bühne gestellt und hat dann das berühmte Starlight-Lied sozusagen zur Einstimmung angesungen, weil er so inspiriert war von der ganzen Locationen und von der Stimmung – ich glaube darum geht es!
00:05:32: Ich glaube bei aller Frage der KI und der Fachlichkeit der Strategie bei allen Herausforderungen Zukunft wird auch durch Netzwerke gestaltet und durch den Austausch, durch das Unterhaken.
00:05:47: Durch das Teilen von Erfahrungen und durch menschliche Intuition und durch Erfahrungswissen, durch Kontextualisierung usw.. Und dafür war diese Veranstaltung ein sehr großes Highlight und eine wichtige Meilenstein.
00:06:06: Das ist auch unser Anspruch, immer mal wieder Locations zu bringen die auch dem Thema oder der Tragweite des Themas Rechnung tragen.
00:06:14: Und nochmal vielen Dank dass du dabei warst!
00:06:16: Ja und dadurch habe ich noch ne Menge mehr kennengelernt.
00:06:20: also ja ich habe da gesprochen aber Ich bin in erster Linie inspiriert worden und inspiriert geblieben.
00:06:29: Und Bochum kennt man natürlich von Herbert Grönemeyer und seinem berühmten Lead, dann kennt man Starlight Express.
00:06:37: aber in Bochun gibt es noch eine ganze Menge mehr!
00:06:40: Durch dich bin ich zum Gesundheitskampus gekommen da wo ihr euer Headquarters habt und du hast ein bisschen berichtet damals wie dieser Gesundheitscampus eigentlich entstanden ist um was der heute darstellt.
00:06:55: Und das ist so supermodern und passt auch in das Thema Zukunft.
00:07:01: Da würde ich dich bitten, erzähl nochmal was dieser Gesundheitskampus in Bochum ist?
00:07:06: Der Gesundheitskampf ist Magic!
00:07:09: Genau ja wenn man da
00:07:10: ist
00:07:11: es ist erstaunlich eine andere Welt.
00:07:13: Du erwartest Bergwerke natürlich.
00:07:16: Das ist lange her aber das erwartet du nicht.
00:07:19: also ich habe es nicht erwartet.
00:07:20: Also es ist wirklich interessant, ja.
00:07:22: Wir haben seinerzeit waren wir in den Beratungen auch drin was die städtischen Gremien angeht im Bochum wo's... das war gerade so die Zeit als damals Nokia und Opel-Bochum verlassen haben und eher von der Stimmungslage wie soll ich sagen eine etwas schwierige Strukturwandelfrage auch anstand Ja?
00:07:43: Und just zu dieser zeit begab es sich dass es einer Ausschreibung gab zur damalts bundesweit oder zur Ansiedlung der Hochschule für Gesundheit, wo es eben auch Akkordivisierungen von Heilberufen, Logotherapie, Physiotherapie und Ergotherapie neben Pflege gab.
00:08:02: Und damals weiß ich noch, habe viele gesagt naja ob da Bochum gewinnt?
00:08:07: Das sind ja ganz andere Städte im Los-Topf!
00:08:10: Wir waren immer der Meinung zu sagen nee Bochums hier sind eigentlich die Voraussetzungen sehr gut Die Standortfrage auch gut aufgebaut, sowohl logistisch als auch verkehrstechnisch.
00:08:25: Und tatsächlich hat hier alles gepasst.
00:08:27: Es kamen tatsächlich so.
00:08:28: Zwei Tausend Fünfzehn kam dann die Hochschule für Gesundheit und Teil eben dieses Konzeptes war auch die Ansiedlung von Unternehmen auf benachbarten Flächen.
00:08:39: wo tatsächlich im Kern Leistungen für Gesundheits- und Sozialunternehmen stattfinden war natürlich dann irgendwann auch die Frage an uns.
00:08:48: Ja, liebe Kontek, wenn ihr da so Feuer und Flamme seid, dann investiert doch selber!
00:08:53: Glaubt ihr daran?
00:08:54: Und wir haben damals gesagt okay, wir glauben daran.
00:08:57: Wir investieren und haben dann auch in der Tat das Contact Headquarter aufgebaut.
00:09:03: Und ehrlich gesagt hier passt eigentlich alles.
00:09:06: Es gibt eine eigene U-Bahn-Haltestelle, es sind glaube ich fünf oder sechs Haltestellen bis zum ICE halt Bochum.
00:09:11: Das ist ein dreieinhalb Stunden in Berlin.
00:09:13: Man hat hier eine Autobahnanbindung, es ist trotzdem sehr grün.
00:09:16: Man hat Infrastruktur, man hat ein ordentliches Mittagessen, ein gesundes vernünftiges Alldassenthemen die wie soll ich sagen auch in guter Kooperation mit den anderen Unternehmen oder der Hochschule auch eine einzigartige Landschaft erzeugen, die wir nutzen wo wir Veranstaltungen für unsere Kunden machen und darüber hinaus.
00:09:39: Hier gibt's verschiedene Startups Auch das Thema Quor, also Netzwerk an der Ruhr.
00:09:46: Wo es um das Thema auch Technologie und Co gibt... Also ganz viele könnte ich jetzt noch weitermachen.
00:09:53: Initiativen die hier entstehen.
00:09:55: Hier gibts Telemedizin.
00:09:57: Hier gibt's ganz unterschiedliche Aspekte, die auch quasi an- und im Gesundheitskampus ihren Ursprung haben.
00:10:04: Und dass ist einfach großartig!
00:10:06: Also jeden Morgen wenn ich herfahre denke ich mir Das is schon geil!
00:10:12: wahrlich sehr beeindruckend, wenn man dort hinfährt und auch sieht wie groß das Ganze ist.
00:10:17: Und wie supermodern!
00:10:19: Ja Thomas bevor wir über Zukunft jetzt mal ins Detail gehen werden irgendwie ist es natürlich wichtig wo kommt jemand her?
00:10:27: Was prägt die Person?
00:10:30: was hast du für Werte oder Kernansichten?
00:10:35: ich weiß du kommst aus dem Saarland Du, Deutschland ist überall schön.
00:10:43: Man muss es nur mal sehen!
00:10:47: Und du schwörst aufs Rohrgebiet?
00:10:49: Das weiß ich auch.
00:10:51: Vielleicht kannst du uns noch ein paar kleine Einblicke geben in deine Seele.
00:10:55: Wer bist du als Typ?
00:10:58: Was gibt dir die Motivation hart zu arbeiten?
00:11:04: Zum einen mein Elternhaus, in der Tat.
00:11:07: Das stand schon... Du hast gesagt ich komme aus dem Saarland, das stimmt auch.
00:11:11: Da bin ich geboren und da gehe ich zur Schule.
00:11:14: Aber kannst du gar nicht wissen?
00:11:16: Mein Elternhaus steht just in Rheinland-Pfalz nämlich genau an der Grenze zum Saarlands.
00:11:21: was mich so ein bisschen zu einem Krenzgänger, eine Anführungszeichen gemacht hat Gabs in der Schule natürlich auch immer die entsprechenden Frotzeleien.
00:11:30: Wer kommt da jetzt von Rheinland-Pfalz rüber und umgekehrt?
00:11:35: Und habt dann dort quasi ja, die normale Schulaufbahn auch absolviert und bin dann nach einer Station im Uniklinikum auch nach Bad Büttenberg gegangen, Studium ... Berufseinstieg, auch in einer kommunalen Sozialverwaltung gefunden und bin dann eben vor ziemlich genau zwanzig Jahren zur Kontext gekommen.
00:11:58: Und mich hat geprägt so eine Sichtweise des Elternhauses von nix kommt nichts ja?
00:12:04: Man muss schon was tun!
00:12:07: Das hat auch mein heutigen Blick gepräght.
00:12:11: also Unternehmer heißt ja auch man muss etwas unternehmen Und gleichzeitig aber eben auch die Zuversicht, wenn man was unternimmt kann man auch etwas Positives gestalten.
00:12:22: Man kann Zukunft gestalten!
00:12:24: Man muss sie nicht irgendwie erleiden und erdulden.
00:12:28: Ja?
00:12:28: Und man braucht Menschen, die einem was zutrauen.
00:12:31: Man muss Förderung weitergeben... Man braucht einen Setting und der Mensch muss in die Organisation passen und umgekehrt, um wirklich sein volles Potenzial auch zu entfalten.
00:12:43: Das sind so ein paar Glaubenssätze, die mich immer geprägt haben nach dem Motto glaub an dich und wie soll ich sagen erschaffe auch deine eigene Zukunft.
00:12:51: und man muss auch was tun.
00:12:52: ja die berühmte extra Meile das waren schon so Aspekte ,die mich von früh auf geprägten haben und die dann auch dafür gesorgt haben dass sich so die ganzen Wie soll ich sagen, Wege die ich auch gemacht habe.
00:13:05: Ich hab quasi neben dem Berufseinstieg noch mich weiter qualifiziert im Master dann als ich bei der Kontext schon war und ziemlich anspruchsvolle Projekte hatte nebenher noch promoviert weil es mich einfach interessiert hat ja und weil ich mehr über Managementführungen und dergleichen wissen wollte und dort auch wie soll ich sage meiner Leidenschaft entdeckt habe.
00:13:26: Und das funktioniert immer nur, wenn man, wie soll ich sagen auch einfach Bock drauf hat und dann die Freiheit bekommt.
00:13:34: Das zu tun!
00:13:35: Dafür bin ich persönlich sehr dankbar und versuche es weiterzugehen.
00:13:39: Du hast Sozialmanagement studiert?
00:13:42: Was BWL ist – das meinen wir alle zu wissen – ist vielleicht nicht für jeden offensichtlich, was steckt dahinter?
00:13:51: Also das war damals auch spannend.
00:13:53: Ich war aus dem Saarland kommend eigentlich eher so mit den Berufswunschmedizin oder irgendwie Betriebswirtschaft ausgestattet und habe dann durch meinen Zivildienst gemerkt, dass es da auch noch ein bisschen was anderes links und rechts gibt und hab dann gedacht naja also eine Synthese wäre eigentlich ganz schön aus sozialer Arbeit, aus Soziologie vielleicht noch ein bißchen Rechtswissenschaften.
00:14:18: Und damals, quasi Ende der Neunziger gab es dann tatsächlich eine Hochschule die das angeboten hatte.
00:14:26: Nämlich in Fillingen-Schwenningen im Südschwarzwald und dort gab's eben just diese Studium Sozialwirtschaft und das hatte den Anspruch ja quasi so ne Synthese zu bilden aus Betriebswirtschaftssozialer Arbeit Psychologie Jura, um quasi für Management Funktionen auch im Bereich der Gesundheitserzeitwirtschaft zu qualifizieren.
00:14:49: Und davon zähre ich bis heute.
00:14:51: also das ist wirklich ein sehr, wie soll ich sagen, sehr prägendes, auch für mich selber prägendes Denkmodell gewesen diese diese Thematik auch multiprofessionell und quasi die Erkenntnisse aus unterschiedlichen Professionen auch anzuwenden in Managemententscheidungen, Führungs- und Leitungshandel.
00:15:11: Ja das ist spannend!
00:15:13: Vor allen Dingen die ganzen Orte, die du so oft zeigst wo du schon in frühen Jahren gewirkt hast.
00:15:21: Wichtig für Zukunft ist natürlich auch die Werte des Wertefundament auf dem man steht.
00:15:29: Ich erinnere mich sehr gut, als ich bei euch beim Gesundheitskampus auf dem Gesundheitscampus war.
00:15:37: Man kommt in eure Büroräume dann ist direkt am Anfang eine große Tafel mit euren Wertefundament und das was euch zunächst mal ausmacht.
00:15:47: so steht es da also der Knotenpunkt Das ist das Thema Stabilität.
00:15:54: Was heißt das jetzt für euch wenn das so Ein Kernwert, so prominent auch dargestellt wird für eure Arbeit das Thema Stabilität.
00:16:05: Ja also wir haben seinerzeit – das ist auch schon ein paar Jahre her als wir uns damit beschäftigt haben die Wertefrage diskutiert und gesagt was zeichnet uns eigentlich aus?
00:16:17: Und hatten dann eben die Fantasie, nicht ein elaboriertes Leitbild zu entwickeln.
00:16:23: Was dann nachher vielleicht in irgendwelchen digitalen Schubladen oder so verschwindet und keiner irgendwie präsent hat Sondern wir wollten es verdichten auf einzelne Worte, die tatsächlich für uns handlungsleitend und prägend sind.
00:16:35: Und da stehen dann so Worte drauf wie zum Beispiel Freiheit im Denken und Handeln oder Mut, Offenheit, Achtsamkeit.
00:16:43: Das Thema Augenhöhe, Respekt, Vielfalt, Wertschätzung ja alles Themen die ich uns selber auch attestiert hätte.
00:16:51: also wir haben das sollte ich vielleicht dazu sagen Wir haben das seinerzeit auch mit einer Befragung gemacht in die Mitarbeiterschaft wir haben es also quasi jeweils nochmal evaluiert und diskutiert auch in verschiedenen Formaten.
00:17:03: Und ein Wert ist tatsächlich das Thema Stabilität und dass es in zweierlei Hinsicht ganz besonders spannend.
00:17:11: zum einen kann man sich ja die Frage stellen wie sind diese ganzen Worte, die ich jetzt gerade aufgezählt habe überhaupt kopiert.
00:17:18: Unser Logo ist eine Fliege und das kommt bisschen daher weil's auch unsere Philosophie ist zu sagen quasi so eine Flieger hat ja in der Regel zwei Teile, wir sagen immer auf der einen Seite ist quasi der Mensch und auf der anderen Seite ist die Organisation.
00:17:33: Und wir sind so der kleine bescheidene Verbindungsknoten in der Mitte, so würde ich mal sagen.
00:17:40: Als wir diese Werteworte quasi kopiert haben war das ganz spannend, dass dann die Idee auf oder entstanden ist quasi wir brauchen eigentlich um all das zu erreichen.
00:17:53: Also Freiheit im Denken und Handeln.
00:17:55: auch das Thema Mut, Offenheit brauchen wir Stabilität ja?
00:18:00: Und Stabilitet in mehrerlei Hinsicht, ja?
00:18:03: Stabilität im Umgang miteinander, stabilität in Kundenbeziehungen aber natürlich auch wirtschaftliche Stabilitäts.
00:18:09: also bei aller Innovationskraft für die die Kontext ja auch steht.
00:18:13: Wir sind immer die die sozusagen auch mal ein bisschen ums Eck denken und versuchen den übernächsten Schritt im Blick zu erhalten bei unserer Beratung.
00:18:22: Und dafür braucht es eben Stabilität, man kann nicht nur Dinge machen, die vielleicht irgendwann mal notwendig sind sondern die auch heute hier und jetzt für Stabilitätsorgen.
00:18:35: Insofern ist das für uns einer... neben anderen auch der prägenden Werte, die wir übrigens jetzt auch gerade vor kurzem haben.
00:18:45: Wir noch mal eine Führungsklausur gehabt in der Geschäftsleitung wo wir gesagt haben, wir müssen diese Werte auch nochmal operationalisieren Und wir müssen also quasi in einem bis zwei Sätze noch mal drunterschreiben, auch im Lichte der Erkenntnisse die wir jetzt ja auch seit einigen Jahren mit den Werten sammeln.
00:19:04: Worin zeigt sich das denn konkret?
00:19:06: Also worin zeigt es sich so in Wert wie Stabilität zum Beispiel in der Kundenbeziehung oder im Umgang miteinander innerhalb des Kontaktteams und dass sind Aspekte.
00:19:17: damit beschäftigen wir uns sehr häufig sehr viel Und ich muss auch sagen, dazu gehört es auch dass man sich selber als Führungskraft damit auseinandersetzt.
00:19:28: Ich stehe manchmal in der Tat vor dieser ausgedruckten und aufgehängten Wertetafel bei uns im Büro und nehme mir bewusst mal zwei drei Minuten und sinniere dann über einzelne Werte und reflektiere oder hinterfrage mich selber auch nach dem Motto Wie bin ich da eigentlich aufgestellt?
00:19:44: Ja war ich denn heute achtsam?
00:19:46: Oder habe ich denn heute, wie soll ich sagen auch das Thema Mut zur Offenheit oder Freiheit im Handeln und Denken ausgestrahlt?
00:19:55: Und hab' ich das befördert.
00:19:58: Ich glaube Werte sind nur so gut wie der lebendige Diskurs.
00:20:01: da drüber ist übrigens auch der selbstreflexive Diskurs.
00:20:06: Ja man kann viel predigen wenn man da selber aber nicht authentisch lebt dann verpuffts.
00:20:11: Das ist meine feste Überzeugung.
00:20:13: Ich bin auf das Thema Stabilität gekommen, weil es mir tatsächlich in guter Erinnerung ist.
00:20:19: Dass das bei euch so prominent auch mit der Fliege eurem Logo verbunden wird und zum anderen...
00:20:27: Weil
00:20:28: ich denke, dass ist das was die Menschen, die Mitarbeitenden, die Firmen momentan extrem suchen.
00:20:34: wie finden wir Stabilitäts?
00:20:38: Wenn du in deiner Arbeit Ja, auch für Stabilität stehst und du wirst dann morgens wach nach hoffentlich einer guten Portion Schlaf.
00:20:52: Was geht denn dann morgens in dir vor wenn du an die Welt, an die Wirtschaft denkst?
00:20:57: wie ist da deine Gefühlswelt?
00:20:59: Bist du besorgt?
00:21:01: Ist es dir erst mal wurscht?
00:21:03: Ist ein guter Morgen!
00:21:04: Wie startest du gefühlsmäßig?
00:21:07: Also gefühlsmäßig versuche ich immer ein optimistischer Mensch zu sein, aber nicht einen Fantast.
00:21:14: Ja also ich versuch das immer zu erden und natürlich versuche mich auch zu informieren was gerade links- und rechtslos ist und was vor allem auch einen Impact haben kann auf Organisationen die wir selber beraten beziehungsweise auch auf unser eigenes Handeln.
00:21:32: ja und da gibt es ja leider in der Welt zunehmende komplexe Herausforderungen, die man teilweise seit Jahren schon kennt.
00:21:41: Stichwort demografischer Wandel.
00:21:43: Teilweise aber auch neuerer Natur sind Energiefragestellung oder auch Möglichkeitengrenzen von KI oder auch menschliche Fragestellungen.
00:21:57: wo wo Komplexität auch nochmal eingeordnetenorientiert gehört, so würde ich es mal sagen.
00:22:03: Das ist eigentlich in der Regel meine Morgenroutine zu sagen, ich informiere mich dem einer anderen Medium, nehme mir dazu bewusst auch Zeit und reflektiere dann und versuche das eben einzuordnen ja in einem meinem Kompass um nämlich zu sagen, was heißt das jetzt eigentlich?
00:22:25: Wie bewerte ich das und was lassen sich daraus auch für Ableitungen treffen?
00:22:31: oder wo fehlt mir vielleicht auch noch Wissen, Hintergrundwissen.
00:22:34: Wo muss ich vielleicht auch mal Diskurser anstoßen?
00:22:38: Was muss Ich vielleicht auch ins Wort bringen oder in die Diskussion einbringen?
00:22:41: oder wo muss ich auch Netzwerke befragen wie die das denn einschätzen.
00:22:45: also so ist in der Regel mein Morgen neben diesem Mindset, was eher von einem optimistischen Grundbild geprägt ist.
00:22:58: Natürlich auch das eine oder andere an sportlichen Übungen zu machen, weil der Mensch nicht nur ein Kopfarbeiter, sondern es sind ja noch paar andere Körperteile in der Regel vorhanden und die wollen auch ein bisschen trainiert werden.
00:23:14: Und das ist so in der Regel mein Staat und das ist auch wichtig, weil ich finde man muss auch Energie haben um Energie weitergeben zu können.
00:23:24: Insofern ist es für mich ganz wesentlich morgens so zu starten.
00:23:28: Schöne Einblick danke schön!
00:23:31: Wenn wir uns das Gesundheitswesen was du ja eben am Anfang auch als deinem wesentlich Bestandteil unserer Gesellschaft bezeichnet hast, wenn wir uns das so allgemein anschauen noch vor dem Wort KI.
00:23:45: Was passiert denn da gerade?
00:23:47: Sind wir wirklich in einer großen Umbruchsphase?
00:23:50: So sieht es ja häufig aus.
00:23:52: jetzt war gestern vorgestern große Schlagzeilen weil ein Pflegeheim angeblich stand in der Zeitung innerhalb von vierundzwanzig Stunden alle Patienten auf die Straße gesetzt haben ohne weitere Begründungen.
00:24:07: wahrscheinlich Geht's um die Wirtschaftlichkeit, die nicht da ist.
00:24:11: Da wird man immer wieder aufgeschreckt und Gott es will was passiert denn da alles so?
00:24:16: Wie sieht aus deiner Übersicht momentan Gesundheitswesen einschließlich allen was mit Krankenhäusern Altersheimpflegeheimen zu tun haben?
00:24:29: wie sieht das aus?
00:24:30: sind wir deine großen Umfassphase oder haben wir dann noch eine gewisse Stabilität?
00:24:35: naja also Wenn man zwischen Wunsch und Wirklichkeit unterscheidet, würde ich sagen der Wunscht ist natürlich eine Stabilität.
00:24:45: Ich glaube das trifft auch auf das politische System zu.
00:24:50: Die Personen die in diesem System sind würden natürlich auf diese Frage antworten wir wollen stabilität, wir wollen stabile Rahmenbedingungen Verlässlichkeit Planbarkeit und dergleichen schaffen.
00:25:03: Man muss dazu sagen im Vergleich zu anderen Ländern ist das ja erst mal eine große Errungenschaft, was wir auch mit den ganzen Sozialgesetzbüchern geschaffen haben.
00:25:13: Nur... Was wir gleichzeitig merken, ist dass auch Refinanzierungsfragstellungen aber auch Komplexität, Regulatorik, Bürokratie und so weiter an ihre Grenzen stoßen beziehungsweise auch darüber hinausgehend.
00:25:30: teilweise gibt es da auch wie soll ich sagen widersprüchliche Regelungen oder auch Aspekte wo man sagt, wie soll das eigentlich überhaupt umgesetzt werden?
00:25:40: Wir haben die Fragestellung demografischer Wandel.
00:25:44: Die natürlich dafür sorgt dass auch SGB V also Krankenhausleistungen anders gefragt werden weil natürlich in der Regel es ja so ist je älter ein Mensch wird desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit auch was Multimobilität und dergleichen angeht sodass einfach auch wie soll ich sagen Leistungsansprüche oder Leistungen des Gesundheitssystems dort mehr in Anspruch genommen werden.
00:26:11: Und wenn das natürlich quasi flächendeckend in der Bevölkerung der Fall ist, haben wir da natürlich eine Herausforderung im Gesundheitssystem.
00:26:19: Darauf basiert letztlich eigentlich auch das Thema Pflegeversicherung.
00:26:23: Die Pflege versichern uns hat fünfundundneinzig gegründet hatte.
00:26:26: damals wie soll ich sagen war das ja wirklich ein Durchbruch muss man sagen.
00:26:31: aber auch schon damals war klar Das wird nicht für alle Ewigkeit der Form so bestehen bleiben können, sondern braucht eben Reformen.
00:26:39: So und diese Frage wie kann ich eigentlich Reformen so machen dass sie nachher wirklich langfristig auch tragfähig sind?
00:26:48: Da haben wir im Moment eher so den steady state das quasi wie soll ich sagen so punktuell Themen verändert werden.
00:26:56: Und aber so diese frage reicht das ist das der großewurf.
00:27:00: kann das wirklich auch Organisationen dazu befähigen, langfristig auch gut Leistungen anzubieten die natürlich auch wirtschaftlich tragfähig sein müssen.
00:27:10: So und wirtschaftlichtragfähig heißt in allererster Linie auch überhaupt mit Personal abgedeckt.
00:27:16: Daran kranken ja viele Menschen, dass die eben keine qualifizierten Menschen mehr finden und damit auch ganze Stationen, Wohnbereiche usw.
00:27:26: leer stehen und Leistungen nicht angeboten werden können, die aber gleichzeitig gebraucht werden.
00:27:33: Das ist wiederum eine Fragestellung, die dann durch verschiedene gesetzliche Initiativen so gelöst wurde.
00:27:40: Lohnerhöhungen gab auch Tariftreue-Gesetz, Fragestellung und dergleichen.
00:27:45: Die erst mal positiv einzuschätzen sind nur in der Summe also volkswirtschaftlich betrachtet natürlich zu einer Frage oder zu dieser Frage letztendlich der Refinanzierung erst recht führen.
00:28:02: Insofern haben wir eigentlich in allen Sozialgesetzbüchern, ob ich jetzt bei der Jugendhilfe bin.
00:28:08: Bei der Altenpflege oder eben auch im Krankenhausbereich Reha ebenfalls.
00:28:12: Haben wir eine auseinanderklaffende Schere mit wachsendem Bedarf und gleichzeitig sinkenden Finanzmittel.
00:28:21: Und hinzu kommt noch ne andere Frage wenn das Thema Wirtschaft und Erwerbstätigkeit und dergleichen also quasi die lohnabhängige Refinanzierung von Sozialleistungen, von Gesundheitsleistung und von Steuereinnahmen
00:28:37: usw.,
00:28:39: wenn sie abnimmt.
00:28:40: Weil schlicht und ergreifend die Verrentungswelle bevorsteht oder auch – das ist ja auch so eine der großen Thesen, die immer genannt wird – weil quasi künstliche Intelligenz auch Lohnarbeit ersetzt oder übernimmt oder zumindest mal verändert dann wird diese Schere schlicht und ergreifend immer größer.
00:29:04: Und dafür braucht es intelligente Antworten, weil eins ist klar dieses Thema der Relevanz des Gesundheits- und Sozialbereichs das ist einfach wie soll ich sagen da kommt jeder in seinem Leben zwangsläufig mit in Berührung und wenn das sozusagen nicht geklärt ist, dann haben wir gesellschaftlich eine ganz andere Frage.
00:29:23: Insofern müssen wir alles tun um das zielführend aufzustellen auch zielführend zu klären, zu lösen miteinander zu löse auch mit Unternehmerinnen und Unternehmern die dort in dem Bereich engagiert sind um eben schlicht und ergreifend auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.
00:29:42: Ja, danke auch Danke für den kleinen Appell am Ende.
00:29:46: Wir haben jetzt ein richtig gefühltiefen Einblick in das bekommen was dich bewegt was Teil eurer unternehmerischen Beratung und Hilfestellungen ist Und jeder wird fühlen ja es ist für jeden von uns relevant zu unterschiedlichen Zeitpunkten je nach involvement und je nach Alter natürlich Das Thema KI angesprochen.
00:30:14: Jetzt weiß man als Laie, der sich nicht tiefer damit befasst.
00:30:20: Na ja, KI soll eine ganze Menge an Vorteilen gerade im Pflegesektor bringen.
00:30:27: Im Gesundheitswesen natürlich grundsätzlich über Diagnostik und auch über Operationen die mithilfe von KI stattfinden aber eben auch bei der Unterstützung der Pflege was die Belastung ist, wenn man Patienten bewegen muss.
00:30:46: Die sich selbst nicht bewegen können und so weiter... Ist das Thema KI im Gesundheitswesen aus deiner Sicht?
00:30:52: Aus deiner Experten-Sicht jetzt schon zu relevant?
00:30:55: Dass da tatsächlich Bahnbrechendes passiert oder sind es nur erste Entwicklungen und der große Umbruch besteht erst noch bevor?
00:31:06: Also ich glaube mal muss bisschen differenzieren.
00:31:09: ja wir haben Wirklich Organisationen, denen steht das Wasser bis zum Hals.
00:31:14: Man muss es klar sagen so die haben im Moment wirtschaftliche Schwierigkeiten der personelle Schwierigkeit.
00:31:19: Die haben Qualitäts-Schwierigkeiten, die haben Belegungs- und Auslastungsschwierigkeiten.
00:31:24: Die bauliche Schwierigkeiten also wirklich ganz ganz unterschiedlich.
00:31:29: Und gleichzeitig hat man natürlich die Anforderungen auch quasi nach vorne zu denken und in die Zukunft zu schauen.
00:31:39: Und dort gibt es wiederum Einrichtungen und Entwicklungen, die das Thema künstliche Intelligenz neben der Diagnostik auch ganz konkret in Alltagshandlungen abbilden.
00:31:53: Wir haben das Thema sprachgestützte KI-Dokumentation oder KI gestütze Sprachdokumentationsurum was schon, ehrlich gesagt recht flächendeckend im Einsatz ist.
00:32:04: Das ist aus meiner Sicht eigentlich erst der Anfang auch von KI Assistenz oder auch darüber hinausgehenden Systemen.
00:32:12: wir haben Robotik.
00:32:14: ich habe jetzt gerade mit mehreren Geschäftsführern von Robotik Firmen gesprochen.
00:32:18: das ist schon sehr sehr beeindruckend was da passiert in der der Robotik.
00:32:23: ja auch dazu gibt es in der alten Pflege und im Krankenhaus wie soll ich sagen gute Beispiele wo auch das schon fast etabliert ist, so würde ich mal sagen.
00:32:32: Und jetzt wird es natürlich spannend insbesondere die Verbindung aus KI und Robotik.
00:32:36: das wird der nächste Durchbruch sein und auch die nächste Weiterentwicklung wo es wirklich darum geht zu sagen welche Leistungen können eigentlich durch KI übernommen werden?
00:32:49: Wenn dann KI in einer körperlichen Hülle stattfindet, dann wird KI auf einmal anfassbar.
00:32:56: Damit sind wir wiederum bei einer ganz spannenden Frage, nämlich bei der Frage was ist eigentlich der Unterschied zwischen menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz?
00:33:05: Und gibt es so etwas wie künstliche Empathie untergleichen.
00:33:10: Also man hat ja mittlerweile schon... Ja da haben sich Jochen Werner und David Batusiewicz ziemlich auseinandergesetzt.
00:33:16: Sie haben dazu auch ein Buch geschrieben.
00:33:18: hoch spannend!
00:33:19: Das ist aber genau der Punkt.
00:33:23: quasi sind die KI-Systeme, Spracherkennung, Mustererkennungen, Robotik, Sensorik und so weiter.
00:33:30: Ambient Assisted Living Systeme und dergleichen so gut dass sie tatsächlich auch wie soll ich sagen einem das Gefühl geben?
00:33:38: Es ist natürlich nur ein Gefühl, dass die KI das auch fühlt Und Empathie fühlt, was aber nicht logischerweise der Fall ist.
00:33:51: Gleichzeitig hat sowas natürlich einen enormen Impact auch auf das Thema Sturzprävention.
00:33:58: Man kann länger an der häuslichen Umgebung bleiben bei Assistenzsysteme da sind die auch gewisse Sicherheitsfunktionen, Routinen, Mustererkennungen und so weiter so machen dass damit eben es nicht erforderlich ist, dass quasi jeweils ein Mensch neben dran steht Und gleichzeitig ist die Sensorik so sensibel, dass auch entsprechende Themen weitergegeben werden.
00:34:20: Also da passiert total viel.
00:34:22: ich glaube das stehen wir erst am Anfang der Entwicklung.
00:34:24: nur gleichzeitig schließt sich ein bisschen der Kreis zu dem was ich vorhin sagte nach dem Motto wer soll's bezahlen?
00:34:30: Nämlich die Frage der Refinanzierung ist eigentlich noch weitestgehend Am Anfang.
00:34:35: so formuliert es mal positiv.
00:34:37: man könnte auch sagen ungelöst ja.
00:34:39: und natürlich kann man sagen naja da kann man gewisse Dinge vielleicht einsparen oder kann dann auch Finanzströme umschichten.
00:34:48: Ja, nur gleichzeitig gibt es regulatorische Herausforderungen die da auch Grenzen setzen.
00:34:53: insofern brauchen wir hier auch dazu eine Lösung um Innovation zu fördern und gleichzeitig auch Zukunft zu sichern und um das Thema Regulatorik und ökonomisches System Zwänge und letztlich auch Akzeptanz weiterzuentwickeln.
00:35:09: und man braucht dazu auch und darauf wird nach meinem dafür halten Noch viel zu wenig Wert gelegt, man braucht dazu auch einen Raum wo man genau das auch reflektiert übrigens mit der Belegschaft.
00:35:23: Es ist ja ein Unterschied viele sind so sozialisiert worden dass man quasi als Arbeitskollegen ausschließlich einen Mensch hat!
00:35:32: Und jetzt auf einmal steht da ein Roboter rum.
00:35:35: Man hat künstliche Intelligenz, man hat hybride Teams.
00:35:38: mittlerweile gibt es ja auch autonome KI-Systeme Open Claw und so weiter wie sie alle heißen sodass man dieses Führen auch in oder agieren in hybriden Teams aus Mensch und KI.
00:35:52: das wirft ja nochmal ganz andere Fragen auf.
00:35:54: So eine KI ist theoretisch twenty four seven erreichbar im Mensch hat bekanntlich Arbeitszeiten hat Pause will auch mal Wochenende haben und dergleichen.
00:36:04: Eine KI kann wiederum haluzidieren, kann Fehler machen in Mensch, Human in the Loop muss am Ende die Verantwortung tragen.
00:36:11: also da entwickeln sich ja ein ganzes Bündel von Fragestellungen die im Moment ehrlich gesagt auch noch nicht so richtig geklärt sind und die aus meiner Sicht aber eben unbedingt auch in solchen strategischen Entscheidungen zur Implementierung von KI oder oder KION Robotik eben auch betrachtet werden müssen.
00:36:32: Wir haben uns einige Mal über die Frage von Zukunftsgestaltung unterhalten und zwar in der Hinsicht, wie nimmt man die Menschen mit?
00:36:42: Die Unternehmensleitungen, die Eigentümer aber vor allen Dingen natürlich auch die Mitarbeitenden ist das da eben auch weiter ausgeführt.
00:36:50: Und das eine ist natürlich durch Diskussion Und das andere ist, wie hilft man ihnen auch selber über Dinge zu reflektieren und sich kundigzumachen.
00:37:02: Da sind wir bei mir ja offensichtlich auch aufs Bücher schreiben gekommen haben darüber gesprochen machen Bücher heute eigentlich noch Sinn?
00:37:13: wer liest noch Bücher?
00:37:14: Auf der anderen Seite wenn man Zukunft beschreiben möchte und Anstöße geben möchte eine größere Diskussion kommen möchte mit einem erst mal unbegrenzten Leserkreis.
00:37:28: Da macht Bücher schreiben durchaus Sinn, wenn man sich damit befasst und du hast ja gerade veröffentlicht dass du ein Buch geschrieben hast glaube ich jetzt relevant im KI-Zeitalter und das wird im Juli erscheinen was hat dich dazu gebracht auch nach unseren Gesprächen über Zukunftsgestaltung Ein Buch zu schreiben?
00:37:54: und wenn man das erstmal kurz darlegt was ist das Thema, dass sich da bewegt hat.
00:38:02: Also dieses Thema war... Tatsächlich, dass ich gespürt habe, dass da was ganz Großes passiert.
00:38:09: Mit diesem berühmten Chat-Gbt Moment.
00:38:12: Ich hab das früher... Ich muss immer schmunzeln!
00:38:15: Einer meiner besten Schulfreunde hatte vor vor dreißig Jahren schon gesagt eher studiert künstliche Intelligenz.
00:38:20: Da hab' ich das Wort zum ersten Mal gehört ja ist jetzt über dreißzig Jahre her und dann habe ich mich damit mal beschäftigt und habe das dann gefühlt irgendwie mehrere Jahrzehnte nicht mehr so richtig wahrgenommen Und hatte dann eben kurz vor diesem berühmten JetGBT Moment, da hatte ich mich damit wieder beschäftigt und habe das v.a auch in der täglichen Praxis immer wieder gehört nach dem Motto was kommt da mit KI?
00:38:45: Was heißt das Herr Müller?
00:38:46: wie ordnen Sie das denn ein?
00:38:51: Wie muss ich das einordnen?
00:38:53: und dergleichen mehr?
00:38:54: Und ich bin Typ, ich muss mir die Dinge dann erschließen.
00:38:58: Da hat tatsächlich Bücher schreiben eine ganz andere Tiefe.
00:39:04: Also man muss sagen wir mal es ist etwas anderes wenn ich Dinge vortrage oder wenn ich sozusagen ausspreche als wenn ich sie nachher aufschreibe.
00:39:15: Und diese systematische Erschließung von der Fragestellung, was ist eigentlich KI?
00:39:22: Wie ist das auch einzuordnen in sonstige gesellschaftliche Entwicklungen.
00:39:26: Bis hin zur Frage, was wäre denn eigentlich so ein Framework, so einen Kompass, eine Orientierungsgröße die ich selber auch nutze – ich habe vorhin von der Morgenroutine gesprochen!
00:39:39: Das war so ein Punkt zu sagen, naja ich habe ja für mich einen Kompass den ich auch nutze für Management und Leitungsentscheidungen.
00:39:47: Und hatte dann ehrlich gesagt auch hier wieder menschliche Netzwerke die das wussten und die dann gesagt haben Thomas dann wieso schreibst du das nicht wahr?
00:39:58: Im Moment ist doch eigentlich das Thema wir brauchen Orientierung, wir brauchen auch Orientierung.
00:40:03: darüber hinaus bringt das doch schlicht und ergreifend mal zu Papier.
00:40:07: Und das muss ich sagen war für mich auch persönlich, habe in meinem Leben schon einige Bücher geschrieben.
00:40:12: aber das war hier wirklich eine Herausforderung weil neben dem Beruf und einem so rasant sich wandelnden Thema quasi etwas zu schreiben was wirklich Orientierung bietet wo ich auch von überzeugt bin dass es tatsächlich auch für unterschiedliche Zielgruppen hilft, also von Berufseinsteigerinnen über Mitarbeitende, über das mittlere Management, über See-Level bis hin eben zu Aufsichtsgremien und zur Organisation als solches.
00:40:42: Das war für mich Sinn und Geist dieses Buches Vor allem auch, weil ich gemerkt habe als Berater das kann ich ja erzählen.
00:40:52: Hat man ja mit unterschiedlichen Methodiken auch Kontakt, eine SWOT-Analyse, sieben S-Vise alle heißen.
00:40:59: und für mich war genau die Frage reicht es eigentlich ist das hinreichend?
00:41:03: Und was ist eigentlich so mein Blick auf die Welt und auf die Orientierung?
00:41:08: Und daraus ist eben dieser Zukunftskompass entstanden.
00:41:12: Das war tatsächlich herausfordernd, auch in dem Schreibprozess, ich habe ja gelernt man muss am Anfang eine klare Gliederung machen und dergleichen.
00:41:22: Und hab dann gedacht naja wenn ich Buch über KI schreibe und selber keine KI nutze ist vielleicht auch ein bisschen schräg.
00:41:29: also nutze ich KI so das hat mich selber... Das muss ich dir wirklich sagen Thomas, dass hat mich total heraus gefordert.
00:41:35: Ja weil man hat dann selber ja man hängt da das ganze Wochenende Man quetscht sich sozusagen Sätze raus Und dann kommt man auf die Idee, man gibt das vielleicht noch mal kurz in die KI und guckt mal was die so rauskriegt.
00:41:53: Dann kommt ein vermeidlich viel besserer elaborierter Satz wo man denkt ach du liebes bisschen was habe ich da geschrieben?
00:42:00: Das ist ja hier viel besser!
00:42:01: Und dann zu sagen isst er denn wirklich besser?
00:42:04: passt es denn zu meinem Schreibstil?
00:42:06: Bin ich das, der da schreibt?
00:42:08: Oder ist es irgendwie KI-Einheitsprei.
00:42:11: Das war für mich über all die Monate, in denen ich mich sehr intensiv damit beschäftigt habe eigentlich in der Selbstreflexion die größte Challenge an mich selber zu glauben und zu sagen dass was ich hierzu Papier bringe, das bin ich!
00:42:25: Und das is nicht die KI.
00:42:26: und ich glaube mir selber und eben nicht sozusagen bin nicht versucht davon quasi die KI Dinge zu übernehmen was nicht bedeutet, dass manche Themen einfach von der KI irgendwie nochmal besser auf den Punkt gebracht wurden.
00:42:41: Ich habe da KI ehrlich gesagt eher so als quasi dauerhafter Sparringspartner genutzt, was auch sehr hilfreich war.
00:42:48: Sonst wäre das glaube ich auch so oder hätte es so nicht funktioniert.
00:42:52: Mir hat das ja weitergeholfen aber am Ende trage ich die Verantwortung und das hat eben auch dazu geführt und das ist auch eine der Learnings, die ich weitergeben will.
00:43:02: Es ist anstrengend, es wird anstreggend.
00:43:04: Es fordert einen selber auch heraus aber wenn man das verantwortlich einsetzt KI dann kann's einem auch auf eine höhere Ebene bringen und Dinge vorantreiben für die man eben früher mehr Zeit gebraucht hat und die vielleicht sozusagen anders gelaufen sind.
00:43:19: also das war für mich so eine persönliche Lernerfahrung bei dem Buchprojekt.
00:43:23: Ja spannend wie du das so erzählst.
00:43:25: Also ich kenne den Effekt auch.
00:43:27: Ich arbeite natürlich ja alle jetzt mittlerweile sehr viel mit KI Und ich merke, wo die Grenzen der KI sind in dem was ich will.
00:43:36: Also wenn ich mich persönlich ausdrücke, wenn ich zwingende anderen Gedanken habe... Wenn ich mich gegen den Durchschnitt stelle!
00:43:45: In dem Moment löse ich mich automatisch von Ideen oder Vorschlägen, die die KI macht Und dann aber danach nochmal in die Strukturierung zu kommen, was eine KI natürlich sehr gut kann.
00:43:59: Viel Text zu strukturieren und das da noch mal zu überlegen also wirklich in die Tiefe der eigenen Gedanken zu kommen.
00:44:06: Da ist KI schon Unterstützung nur die Tiefer der eigenen Gedenken.
00:44:10: Kann sie nicht ersetzen ja?
00:44:11: Das kommt glaube ich jetzt immer mehr auch ins Bewusstsein der Gesellschaft dass dem so ist und dass KI eben nicht das Denken eines Menschen ersetzen kann.
00:44:24: Jetzt gibt es ein paar Wissenschaftler, die behaupten was anderes aber den folge ich bislang noch nicht in ihren Aussagen.
00:44:32: Aber das Thema ist offen in der Entwicklung.
00:44:36: jetzt haben wir am Anfang über Stabilität gesprochen und wie schwer auch das Thema Gesundheitswesen in der Entwicklungen ist.
00:44:43: Das hat natürlich viele wirtschaftliche Komponenten.
00:44:46: Was ist bezahlbar?
00:44:47: Was ist nicht?
00:44:47: Wir haben Fachkräftemangel, wir haben viel zu wenig Menschen dem Gesundheitswesen tätig sind.
00:44:52: Jetzt kommt DKI dazu, dann haben wir in den Firmen seit Jahren immer diese WUKA World vorgestellt bekommen und dass eben alles nicht mehr beherrschbar ist oder das kaum etwas mehr be herrschbares.
00:45:06: Und trotzdem suchen wir als Menschen ja Stabilität.
00:45:09: Und jetzt kommst du mit einem Buch was dann sagt hier ist ein Zukunftskompass für Menschenorganisationen und die Gesellschaft.
00:45:20: Das ist erstmal beruhigend.
00:45:23: Wenn man das Buch liest, ist es dann auch beruhigent?
00:45:26: Ja also vielleicht die frohe Botschaft vorweg.
00:45:29: ich habe ja vorhin so meine persönliche Einstellung auch berichtet Ich bin grundoptimistischer Mensch aber ich bin auch ein mensch der sagt vor nix kommt nichts.
00:45:38: dass heißt man muss sich schon damit beschäftigen und man braucht eben einen Orientierungsrahmen.
00:45:45: Orientierungsrahmen am Zukunftskompass, den ich im Buch auch noch mal theoretisch herleite praktisch anwende und vor allem auch darlege wie man den persönlich auch nutzen kann.
00:45:57: So eine Bepunktung, wo man sich selber auch nochmal einschätzen kann.
00:46:01: Wo man auch rauskriegt okay, wo muss ich eigentlich noch mal hingucken?
00:46:05: Wo muss ich mich vielleicht noch einmal vertieft damit beschäftigen?
00:46:09: Wo brauche ich eine andere Form der Reflexionseinheit?
00:46:12: Dieser Zukunftskompass besteht eben aus acht Dimensionen und das sind diesen auch bewusst gewählt.
00:46:17: da habe ich mir ebenfalls sehr viele Gedanken drum gemacht wie das eigentlich aufgestellt ist.
00:46:23: Und eine dieser Dimensionen lautet eben Technologieverständnis und digitale Souveränität, ja?
00:46:30: Das ist so einer der Dimension wo es genau darum geht.
00:46:34: quasi auch im Management in der Führung brauche ich quasi wissen über die Frage, wie funktioniert das denn eigentlich?
00:46:44: Zum Beispiel künstliche Intelligenz.
00:46:46: Was steckt dahinten dran und was sind Möglichkeiten, was sind Grenzen oder Entwicklungen?
00:46:52: Ich brauche aber auch – und es ist im Zukunftskompass eben auch eine Dimension – ich brauche auch das Thema Werteorientierung.
00:47:01: Die Frage muss beantworten der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und Wertschöpfung Und das ist nochmal eine Dimension, die möchte ich hier in dem Kontext auch besonders Highlighten.
00:47:15: Ich habe auch eine Dimention, die heißt Personale und Organisationale Identität.
00:47:22: Warum ist mir die wichtig?
00:47:23: Weil ich sage, ich muss wissen wo ich als Mensch, als Organisation herkomme was sozusagen eigentlich meine Identität ausmacht um dann zu sagen Was heißt das für die Zukunft?
00:47:36: Wo will ich hin?
00:47:38: kann auch letztlich nur ich selber, also ein bisschen wie ich es vorhin beim Schreibprozess mit mir selber beschrieben habe.
00:47:43: Ich hab auch über mich selber total viel nochmal gelernt über Möglichkeiten, Grenzen, Stärken, Schwächen und so weiter ja auch eigene Identitätsfragen.
00:47:52: Und ich glaube das wird im KI-Zeitalter eben umso wichtiger.
00:47:55: gerade weil KI auch vermeintlich schnell Dinge gut macht und irgendwie oberflächlich oder dergleichen oder auch tiefgreifender Dinge gestaltet ist es umso als Mensch auch zu wissen unter als Organisation, was zeichnet uns denn eigentlich aus?
00:48:12: Und das eben auch klarzuhaben und rüberzubringen.
00:48:16: Auch in diesen Kompass in der Orientierung einzubauen.
00:48:20: Das halte ich für elementar wichtig weil sonst kann ich Technologie beliebig anwenden.
00:48:27: Ja, ich muss aber meinen Ziel kennen.
00:48:31: Und das war auch für mich bei diesem Buch total wichtig!
00:48:34: Ich musste erst die Kapitelstruktur für mich klar haben.
00:48:38: Was ist eigentlich der rote Faden in diesem Buch?
00:48:41: Und was will ich denn eigentlich zum Ausdruck bringen?
00:48:44: Weil sonst liefert die KI theoretisch zu allem Möglichen irgendwelche elaborierten Aussagen, die aber gar nicht zu meinem Denkmodell passen... Und das muss ich sozusagen quasi entscheiden.
00:48:56: und dafür, was mir wichtig in Orientierungsrahmen zu geben eben mit diesem Zukunftskompass der in der Tat anzuwenden ist für Menschen.
00:49:06: Eben für unterschiedliche Zielgruppen von Berufseinsteigern bis zum Aufsichtsgremium aber eben auch für Organisation weil sich das auch in der Organisationsdiagnostik für hilfreiche Achte klarzuhaben.
00:49:17: wo stehen wir eigentlich als Organisation um gewisse Dinge überhaupt erst mal discoursefähig zu machen, um gewisste Dinge auch sichtbar zu machen die vielleicht jeder weiß aber keiner ausspricht.
00:49:29: Dazu hilft eben quasi so ein Kompass auch klar zu haben wo sind wir eigentlich gut aufgestellt?
00:49:34: Aber wo haben wir auch blinde Flecken?
00:49:37: und ich habe lange überlegt ob ich es mache oder nicht und hab da gedacht komm all in!
00:49:42: Jetzt will ich es wissen und habe dann gesagt, ich versuche sowas auch mal auf die gesellschaftliche Ebene zu übertragen.
00:49:50: Wissend dass das natürlich also nach dem Motto größer gehts nicht!
00:49:55: dass es vielleicht auch ein bisschen zu groß war.
00:49:59: Gleichzeitig will ich zumindest mal Diskursimpulse geben, wie man eben auch gesellschaftliche Diskurse dazu führen kann weil ehrlich gesagt weiß nicht wie's dir geht.
00:50:10: aber bei mir vergeht im Prinzip kein Tag wo ich nicht sowohl in beruflichen Kontext als auch im privaten Kontext auf KI angesprochen werde jemand irgendwas sagt, was er mit KI wieder macht oder wo er irgendwie etwas nicht hinbekommen hat.
00:50:24: Oder wo er Fragen hat, Ängste, Hoffnungen... Es ist ja alles.
00:50:29: und mittlerweile gibt es auch ein eigenes Wort dafür das Wort Phobo also Fear of Becoming Obsolate.
00:50:36: Das ist tatsächlich auch eine Angst die ich sehr häufig höre Wo mir Menschen sagen Ja was soll ich denn überhaupt machen?
00:50:42: Ich habe einfach Angst dass die KI übernimmt eben keine Arbeit, keine sinnvolle Beschäftigung mehr habe.
00:50:50: Und das sind Punkte.
00:50:51: da finde ich, sind wir eben auch als Gesellschaft aufgefordert Dinge ins Wort zu bringen, diskursfähig zu machen dafür auch Raum zu geben Formate Lösungen zu finden Fragen zu stellen Antworten zu geben auszuhandeln und auch dafür hab ich zumindest mal den Impuls gesetzt im Buch.
00:51:08: Das klingt sehr spannend Da bin ich sehr neugierig aus dir richtig rauszugehen und auch den gesellschaftlichen Diskurs mit anzuschieben.
00:51:17: Also ist doch toll, ich meine natürlich gibt es dann kritische Gegenmeinungen aber davon leben wir doch dass wir sowas haben.
00:51:26: Thomas vielleicht so meinen Abschluss mit etwas was wir unseren Zuhörern mitgeben können zu gestalten.
00:51:35: nochmal drei Abschlussfragen.
00:51:39: Mich interessiert natürlich besonders das Thema der Führung und KI entscheidet viel, entscheidet wirklich die KI.
00:51:45: Was ist die Rolle der Fühlung und der Fährungskräfte?
00:51:48: Wenn man Ausblick aus Führungen geben oder du den jetzt gibst nicht wie ja du!
00:51:54: Wie glaubst Du entwickelt sich Führungs im Kontext von KI in den nächsten überschaubaren Jahren?
00:52:00: Was ist da absehbar was bleibt offen?
00:52:02: also Die frohe Botschaft für alle Führungskräfte da draußen lautet aus meiner Sicht KI ersetzt Führungen nicht, sie macht sie allerdings sichtbarer.
00:52:13: Was meine ich damit?
00:52:15: Ich meine damit dass KI letztlich Entscheidungen verstärkt Strukturen Haltungen auch sichtbarmacht.
00:52:22: Damit wird also Führungs nicht überflüssig Sie wird aber erlebbar und KI braucht die Frage Was ist eigentlich die gemeinsame Vision?
00:52:34: Weil ohne gemeinsame vision, ohne ziel, ohne strategie.
00:52:39: Deshalb ist übrigens einer der Zieldimensionen auch Strategie und Zielklarheit im Zukunftskompass.
00:52:45: ist technologischer Fortschritt eigentlich eher Orientierungslosigkeit oder erzeugt eher Orientationslosigkeit.
00:52:53: Und genau darum geht es ja in der Führung, nämlich Orientierung zu geben und eine gemeinsame Vision was wollen wir damit überhaupt auch zu gestalten?
00:53:02: Dafür ist es eben besonders wichtig sich mit dieser Identitätsfrage sowohl was haben wir als Team für eine Identität wo kommen wir her?
00:53:12: bis hin auch zur Organisation, auch einem selber als Führungskraft und da drüber eine geteilte Vision.
00:53:21: Eine Zieldimension auch ein Zukunftsbild letztlich zu erreichen halte ich für ganz besonders wichtig.
00:53:30: und gleichzeitig eben auch diese Fragestellungen des Netzwerkgedankens das ist mir ganz besonders Erfahrung aus unterschiedlichen Beratungsprojekten ist wirklich, dass sowas wie Zukunftsfähigkeit oder KI Readiness das entsteht im Netzwerk.
00:53:50: Das entsteht nicht im Alleingang und ich glaube auch, dass Relevanz letztlich dort wächst und entsteht wo Perspektiven auch geteilt werden, wo Urteile, wo Entscheidungen gemeinsam auch geschärft werden?
00:54:03: Und die Frage letztlich, die ich nochmal noch mal mitgeben wollen würde.
00:54:09: Und das hat mich wirklich sehr beschäftigt, dass aus meiner Sicht bei dieser ganzen KI-Diskussion und auch bei – ich habe vorhin von FOBO gesprochen – dergleichen nicht darin liegt oder die größte Gefahr nicht darinn liegt, dass die KI zu mächtig wird.
00:54:27: Das muss man natürlich begleiten.
00:54:31: Ich glaube eher, dass wir aufpassen müssten gerade als Führungskräfte das Menschen sich selbst nicht für zu klein erklären.
00:54:41: Dass sie sich eben nicht aus der Steuerung zurückziehen, dass sie eben nicht an ihre eigenen Wirkung zweifeln und dass sie vor allem nicht Verantwortung ans System delegieren.
00:54:52: Ja, ich glaube viel mehr.
00:54:54: Ja es ist ja auch bequem.
00:54:55: also KI das ist irgendwie kognitiv hat man eine Entlastung die macht das für einen war hat irgendwie vermeintlich gute ergebnis.
00:55:02: immer schickt das mal rüber.
00:55:03: nein so wird's nicht funktioniert.
00:55:04: Die verantwortung darf nicht an die systeme delegiert werden.
00:55:08: und relevant entsteht aus meiner Sicht eben dort wo menschen bereit sind Verantwortung anzunehmen Und sich eben nicht selbst für zu klein erklären.
00:55:18: bisschen dass was ich selber vorhin jetzt mal ein bisschen quasi über Spitz dargestellt habe bei meiner eigenen Reflexion, bei diesem Schrei-Prozess.
00:55:27: Man muss klar haben was kann man selber?
00:55:29: Wo steht man?
00:55:30: Was ist die Identität und der Gleiche?
00:55:32: Und dafür ist es eben aus meiner Sicht wichtig gerade als Führungskraft eine Orientierung auch zu geben den Zukunftskompass dafür auch zu gehen oder der kann dafür sozusagen auch die Reflektion ermöglichen.
00:55:50: Und das halte ich wirklich für sehr entscheidend, gerade auch als Führungskräfte um diese Zukunft zu gestalten, die ehrlich gesagt schon disruptiver Herausfordernder anders wird als das was wir in der Vergangenheit haben.
00:56:06: du hast vorhin die WUKA-Welt angesprochen ja wandel gab es schon immer nur das was jetzt passiert.
00:56:11: dass ist eine technologie die einfach.
00:56:15: Ich sag mal so, in meinem Buch mache ich eine historische Linie wo ich auch sage ja heutzutage könnte auch keiner mehr das Internet irgendwie wegdenken.
00:56:23: Ja ich habe noch die Zeiten vor dem Internet erlebt.
00:56:27: Wo man dann sagt ach bin ich schon drin oder was?
00:56:29: Da gab es ja.
00:56:29: aber so ein Werbespot mit einem berühmten Tennisspieler.
00:56:33: also da würde ja heute auch keiner sagen oh was ist eigentlich das Internet?
00:56:37: oder gibt's dieses Internet immer noch und bisschen... So ist es bei KI auch nur mit dem Thema dass KI Das hat schon eine enorme Power, wenn man sich damit mal beschäftigt was dahinten dran steht glaube ich nach wie vor wir sind erst am ganz am Anfang der Entwicklung und umso wichtiger ist es da Menschen Organisation mitzugeben auch neugierig zu machen.
00:56:59: Und schlicht und ergreifend eben diese Diskursräume auch zur Verfügung zu stellen.
00:57:03: Jetzt bin ich ein bisschen leidenschaftlich geworden, dass du merkst aber das liegt mir wirklich am Herzen!
00:57:10: Man merkt du hast nicht einfach nur irgendein Buch geschrieben um Buch zu schreiben sondern da stecken die Themen der Zukunft drin und das ist ja da wo es davor auf ist ankommt.
00:57:20: Vielleicht nochmal jetzt etwas kürzer... Deine persönliche Erkenntnis, was hat das Schreiben des Buches mit dir persönlich gemacht?
00:57:27: Du hast gesagt ja du bist tiefer ins Denken gekommen.
00:57:29: Aber was hat es mit dir gemacht?
00:57:31: Hat es dich verändert?
00:57:32: Also ich glaube das Schreiben hat mich insofern verändert dass ich wirklich zum einen mir nochmal klar geworden bin wie ich eigentlich auf die Welt blicke Mit welchem Denkmuster sozusagen welchem Orientierungsrahmen Und auch, dass es notwendig ist dazu auch im Diskurs zu sein und mit anderen Menschen im Austausch zu sein.
00:57:56: Ich habe in dem Buch neunundzwanzig Persönlichkeiten auch um Kurzstatements gebeten, um nochmal Einschätzung zu kriegen.
00:58:05: was bedeuten eigentlich aus ihrer persönlichen Sicht?
00:58:08: Das waren Menschen ganz unterschiedlich von der Medienbranche über Wissenschaft, über Praxis, über Weltrekordhalter Habe ich auch drin, also Extremsportler wirklich ganz unterschiedlich mal zu fragen.
00:58:22: Was heißt das eigentlich für Sie Verantwortung und Führung im KI-Zeitalter?
00:58:26: Und da habe ich persönlich auch total viele spannende Impulse mitgenommen die es mir wiederum ermöglicht haben quasi diesen Weg auch zu gehen.
00:58:35: ja und Ich glaube Es braucht menschliche Resonanzräume Ja Das würde ich wirklich sagen dass ist eigentlich so was mich an dem Buch am meisten auch herausgefordert hat, weil das ist mega anstrengend.
00:58:49: Ich meine, wem erzähl ich das?
00:58:50: Du hast ja auch hinter dir... Also so ein Buch wirklich dann am Ende zum Ende zu bringen da viele schlaflose Nächte.
00:58:58: Meine Family hat auch gesagt, oh, es schreibt der schon wieder weiter und mein Sohn fragt, wann kommt er denn?
00:59:05: Das sind halt so lebenspraktische Herausforderungen!
00:59:07: Und das kann man eben nur schaffen wenn man für einen Thema brennt den Mut, diesen Zukunftsmut.
00:59:14: Dass man Dinge auch gestalten kann und dass wir uns gemeinsam aufmachen diese Zukunft zu gestalten.
00:59:20: Das war so das was ich persönlich mitnehme, was ich auch quasi bei der Kontekt total spüre, was sich aber auch in der Gesellschaft generell spüre.
00:59:28: Dass es das notwendig macht, sich vertief mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber auch diesen Mut auszustrahlen.
00:59:36: Wir können hier etwas bewegen Passiv Erleidende, die alles nehmen müssen was irgendwie vom großen Teich oder sonst wie rüber schwatt.
00:59:46: Sondern wir könnten hier Dinge auch selber gestalten und wir müssen es aber auch machen ja?
00:59:51: Und das ist der Appell sozusagen loszulegen und eben nicht zu warten was kommt sondern selbst im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu unternehmen.
01:00:02: Danke.
01:00:02: Und zum Abschluss wollte ich dich eigentlich fragen, was ist das eine, was du uns mitgibst?
01:00:07: Was wir auf jeden Fall mitnehmen sollen?
01:00:11: und jetzt frage ich einfach nur hast du es nicht gerade gesagt?
01:00:15: Ist es das, was wir mitnehmen Zukunftsmut zu haben?
01:00:19: Du kannst es auch ändern!
01:00:21: Du kannst noch etwas anders... Ansprechen.
01:00:24: No chance, das ändere ich nicht!
01:00:28: Nein Zukunftsmut ist mir wirklich wichtig ja aber Zukunftsmuth nicht irgendwie aus wie soll ich sagen Fantasie oder Aus Unbegründetheit darzulegen sondern wirklich Zukunftsmutt auch daraus zu begründen dass man selber auch das Menschenmöglichste gemacht hat.
01:00:45: und Die Beschäftigung mit dem Buch und mit dem Thema hat mich wirklich genau das gelehrt, was ich vorhin gesagt habe.
01:00:52: Ich glaube es geht wirklich darum dass der Mensch an sich selber glaubt auch an seine Fähigkeiten auch rausarbeitet.
01:00:58: Was ist denn eigentlich das Spezifisch menschliche?
01:01:01: Dazu gibt's ja zum Beispiel in der ethischen Forschung auch total interessante Erkenntnisse Die auch noch mal eine andere Beschäftigung mit uns als Menschen erforderlich machen.
01:01:13: Ich glaube, das ist einer der Aufgaben die auch kommt.
01:01:16: dazu möchte ich Mut machen sich selber zu erforschen ja zu erkunden und auch klar zu haben was was will ich eigentlich wohin geht die Reise?
01:01:24: Was ist das Ziel?
01:01:26: Und wenn diese Klarheit da ist, dann eben KI auch zukunftsträchtig zielführend aber auch passgenau einzusetzen.
01:01:36: Auch dafür möchte ich wie soll ich sagen Werbung machen in Anführungszeichen?
01:01:41: Ich glaube das KI da schon sehr hilfreich ist es ein mächtiges Tool und es erfordert eben dass man weiß was man tut und wie man's auch einsetzt.
01:01:50: und dazu glaube ich da ist jeder aufgefordert und jede auch mit Zukunftsmut, aber auch mit Klarheit an die Sache heranzugehen.
01:01:58: Dazu möchte ich ermutigen.
01:02:00: Ganz herzlichen Dank lieber Thomas und danke für dieses wunderbare Gespräch wo wir doch sehr viele Themen beleuchtet haben!
01:02:09: Und danke für den Zukunftsmuth den möglichst... Wir alle jetzt, alle die zuhören, du Ich, den Zukunftsmut den wir sehr überlegt, aber auch von innen heraus mit viel Begeisterung in uns tragen mögen.
01:02:26: Danke für das tolle Interview!
01:02:29: In den Show-Notes liebe Zuhörerinnen und Zuhörer gibt es was zum Buch.
01:02:34: da gibt's auch noch einen Hinweis auf deinen Podcast Thomas.
01:02:37: du hast ja mit Contalk auch ein tollen Podcast mittlerweile über fünf, zwanzig tollen Gästen die du dort hattest Und das kann man nachlesen.
01:02:50: Euch allen wünsche ich einen tollen Arbeitstag und wenn euch der Podcast gefallen hat, bald gibt es mehr!
01:02:58: Danke, dass ihr in unserer Community seid.
01:03:00: bis zum nächsten Mal euer Thomas Belka.
01:03:04: Und danke an dich nochmal, Thomas.
01:03:06: Vielen Dank.
01:03:06: Ich danke an Dich, Thomas.
01:03:08: auch dieses Gespräch hat mich sehr inspiriert und auch noch mal neue Gedanken gebracht.
01:03:13: Das schätze ich sehr am Austausch mit Dir.
01:03:15: Vielen dank und alles Gute.
01:03:17: Danke.
01:03:21: Das war der Podcast, der Chefin Dia muss Führung finden!
01:03:25: Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn gerne und lass uns auf LinkedIn oder im Leben weiter plaudern.
01:03:31: Die Kontaktdaten findest du in den Show-Nauts.
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