#60: „Kann man Chef lernen? Warum Fachkompetenz allein nicht ausreicht“ mit Werner Wittauer, Gründer des IMB-Instituts
Shownotes
Kann man Chefsein lernen – oder braucht es dafür angeborenes Talent? Viele Führungskräfte starten ohne Vorbereitung in ihre neue Rolle. Sie glänzen fachlich, organisieren souverän und übernehmen plötzlich Verantwortung für Menschen, Projekte und Budgets. Doch was macht aus einem Experten eine gute Führungskraft?
In dieser Folge spricht Thomas Belker mit Werner Wittauer, dem Gründer des IMB-Instituts (IntegrationsModell) Bayreuth, über eine zentrale Frage der modernen Führungskräfteentwicklung: Kann man Führung systematisch lernen – und wenn ja, wie?
Werner Wittauer qualifiziert seit über 20 Jahren Fach- und Führungskräfte. Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Bayreuth entwickelte er ein berufsbegleitendes Lernmodell, das wissenschaftliche Erkenntnisse, methodische Schulung und praktische Aufgaben aus Unternehmen kombiniert.
Das Gespräch zeigt, warum Fachwissen allein nicht genügt, weshalb Führung immer Praxis braucht und wie Unternehmen ihre künftigen Führungskräfte gezielt fördern können.
Es geht auch darum, wie Menschen sich verändern, wenn sie lernen, Verantwortung zu übernehmen: vom fachlich versierten Spezialisten zur Persönlichkeit, die Teams zusammenführt, Entscheidungen trifft und Ergebnisse erzielt.
Die zentrale Botschaft: Führung lässt sich lernen. Doch dafür braucht es den Willen, praktische Erfahrung und die Chance, echte Verantwortung zu tragen.
Kernthesen:
- Die beste Fachkraft ist nicht automatisch die beste Führungskraft.
- Führungskräfteentwicklung beginnt mit Beobachten und Zuhören.
- Führung lernt man nicht allein im Seminarraum.
- Gute Weiterbildung schafft messbaren Mehrwert.
- Führung verändert die berufliche Rolle - und die persönliche Wirkung.
- Wer Führungskräfte qualifiziert, muss ihnen auch Führung ermöglichen.
Takeaways für die Praxis
Für Unternehmer und Vorgesetzte: Beobachten Sie, wie Ihre beste Fachkraft mit Menschen umgeht, kommuniziert und Verantwortung übernimmt, bevor Sie sie zur Führungskraft machen. Lassen Sie sie sich in Projekten bewähren. Sprechen Sie offen mit ihr darüber, ob sie überhaupt führen will.
Für angehende Führungskräfte: Fragen Sie sich früh, ob Ihnen das Koordinieren, Entscheiden und Zusammenarbeiten mit anderen Freude bereitet. Übernehmen Sie erste Projektverantwortung und suchen Sie gezielt eine Qualifizierung, die Fachwissen, Führung und Praxis verbindet.
Für Unternehmen, die Führungskräfte entwickeln: Weiterbildung genügt nicht. Wer Menschen auf Führungsaufgaben vorbereitet, muss ihnen danach Verantwortung, Entscheidungsspielraum und Rückhalt geben. Nur so wird aus neuer Kompetenz wirksame Führung.
Kontakte & Links
Das IMB-Institut: https://www.imb-bayreuth.de Werner Wittauer, Institutsinhaber: https://www.linkedin.com/in/werner-wittauer-3ab3693a/ Frank Speringer, Managing Director: https://www.linkedin.com/in/frank-speringer/ Dr. Fabian Simoneit, Managing Director: https://www.linkedin.com/in/fabiansimoneit/
Fragen, Anregungen, Themenwünsche für die nächsten Folgen: thomasbelker@gmail.com
Hier geht es zum Host: Thomas Belker - Führungsexperte https://thomasbelker.de/ https://www.linkedin.com/in/thomas-belker-90b5433/?originalSubdomain=de
Der Chef in dir muss Führung finden – das Buch zum Podcast (Sachbuch-Bestseller): https://www.forwardverlag.de/products/der-chef-in-dir-muss-fuhrung-finden
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA - the podcast company https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist der Podcast, Der Chef in dir muss Führung finden.
00:00:05: Hier gibt es Orientierung auf die Ohren mit Thomas Belker.
00:00:13: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
00:00:16: Willkommen zurück bei Der Chefin.
00:00:18: dir Muss Führungen finden.
00:00:19: hier ist Thomas Belcker unser Thema heute.
00:00:23: kann man Chef lernen?
00:00:26: da muss ich schon lachen denn mich hat einer mal gefragt dessen Vorgesetzte Ich war Kann Man Chef Lernen?
00:00:32: Und Meinte Lern nochmal was.
00:00:35: Also kann man Chef lernen und wenn wie?
00:00:38: Das ist das Thema!
00:00:40: Darüber spreche ich mit Werner Wittauer, der sich seit über zwanzig Jahren mit beruflicher Qualifizierung und der Entwicklung von Menschen beschäftigt.
00:00:50: Und wir schauen dabei auch auf das von ihm entwickelte Integrationsmodell bei Reut.
00:00:56: Na jetzt endlich hallo Werner.
00:00:58: schön dass du da bist.
00:00:59: herzlich willkommen
00:01:00: Hallo Thomas.
00:01:01: es ist schön dass ich da bei sein darf.
00:01:04: So, am Anfang mal die Frage wie wird man Führungskraft?
00:01:08: Hörst du dir heute noch häufig oder interessiert die Menschen, die an deinem Programm teilnehmen etwas ganz anderes?
00:01:17: Nee nee das ist eine der sehr zentralen Fragen und das Kuriose dabei ist... Die Frage lautet eigentlich gar nicht Wie wird man Teilnehmer in den Lehrgängen, die sind Führungskraft geworden schneller als ihnen lieb war.
00:01:40: Also sprich das heißt sie haben in ihrem Job neben ihrem fachlichen Geschick ein gewisses organisatorisches und menschliches geschick gezeigt Und dann bist du heutzutage schneller Führungskraft als du denkst und schon bist du in einer koordinierenden Rolle.
00:02:03: Fürst Teams, verantwortest Budgets und stehst dabei dann vielleicht in deiner beruflichen Praxis fest.
00:02:12: ja was ich da jetzt alles mache das ist schön und gut und spannend aber gelernt habe ich eigentlich etwas ganz was anderes und jetzt hab ich irgendwie das Gefühl Ich brauche jetzt mal so die richtigen Skills um dann auch richtig führen zu können.
00:02:30: Das kommt meiner Erfahrung sehr nahe mit dem, was ich am Anfang gesagt habe.
00:02:35: Kann man Chef lernen?
00:02:36: Also das ist meist so dass wir in die Führungsaufgabe rein stolpern oder rein gleiten je nachdem.
00:02:45: und die Frage ist wie kann man es lernen?
00:02:47: du beschäftigst dich jetzt schon solange mit der Qualifizierung.
00:02:51: Was war die Stunde null?
00:02:52: Was hat dich überhaupt zu diesem Thema gebracht?
00:02:54: eine ähnliche Erfahrungen oder mehr ein Studium
00:02:58: also?
00:02:58: auch Ich bin da wie die Jungfrau zum Kind gekommen.
00:03:02: Ich hatte an der Universität Bayreuth Betriebswirtschaft studiert und nach Abschluss des Studiums bekam ich dann eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter angeboten, an einem Institut.
00:03:20: der UniversitätsBayreuth hat ein fürchterlich langen Namen betriebswirtschaftliches Forschungszentrum für mittelständische Fragen.
00:03:30: Dann ist es wichtig, ich bin der Name lange.
00:03:32: Dann ist das wirklich wichtig!
00:03:34: Ich will's aber jetzt auf den Punkt bringen... Die Aufgabenstellung war damals an diesem Institut für mich ein berufsbegleitendes Lernmodell zu entwickeln.
00:03:46: Damals so im Jahr zwei tausend fünf oder zweitausend sechs herum da kam eine große Welle was den virtuellen Campus angeht Und dann wurde das Ganze noch ein bisschen kombiniert mit erwachsenen Bildung, Learning on the job.
00:04:05: Wie kriege ich das ganze vereinbart?
00:04:08: Mit meinem Job und meistens gibt es da noch so was wie ein Privatleben.
00:04:13: Das muss ja alles nebeneinander irgendwie harmonieren und dafür hat es gegolten einen Lernmodell zu entwickeln.
00:04:24: Dann war diese Aufgabenstellung erstmal klar Ziel dieses Lernmutter, aber was willst du mit einem Lernmoder ohne Inhalt?
00:04:34: Das heißt die zweite große Frage war ja welche Inhalte jetzt?
00:04:41: und dann kam durch verschiedene Projektbeteiligte das Thema Facility Management ins Spiel.
00:04:51: Und damit hatten wir jetzt zwei Dinge.
00:04:54: in unserem Auftragsbuch Buch stehen einmal die Entwicklung dieses berufsbegleitenden Learn-Mutters und die Inhalte waren dann auf das Thema Facility Management festgelegt.
00:05:06: Am Schluss ist der Berufsbekleidende Fachwirtleergang für Facility Management dabei heraus gepurzelt, den wir heute auch nach wie vor deutschlandweit
00:05:16: betreiben.".
00:05:17: Jetzt ist nicht jedem sofort klar was Facility management heißt.
00:05:22: man weiß jetzt irgendwas mit Gebäude zu tun?
00:05:25: Was genau?
00:05:26: Das
00:05:26: ist ganz einfach.
00:05:27: Facility Management ist das Betreiben von Gebäuden und Liegenschaften, also bis jetzt ist es ja so in unserer Gesellschaft dass all das was wir Kernprozess bezogen tun Also eine Produktion in der Industrie ein Verwaltungsprozess in der öffentlichen Hand schwimmen gehen im Schwimmbad Das trägt sich alles zu in Gebäuden.
00:05:58: Und diese Gebäude müssen bereitgestellt werden, die müssen verfügbar sein und dafür braucht es Menschen, die sich darum kümmern dass diese Facilities dieser Gebäudes verfügbare sind und das sind die Facility Manager.
00:06:19: Das sind Führungskräfte, die quasi eine Schnittstelle zwischen sehr, sehr vielen Anspruchsgruppen die eben sich in diesem Gebäude bewegen oder denen das Gebäudegehört bewegen.
00:06:33: Wenn man sich heute modernes Gebäuge anschaut wo vielleicht auch viele Firmen dann drin sind Was hat man dann?
00:06:41: Man hat die ganze Klimatisierung, die häufig über Geothermie läuft und nicht über Klimaanlagen.
00:06:47: Man hat den ganzen Sicherheitsthemen was reingebaut wird, die Absprache mit Sicherheitsbeauftragten auch wahrscheinlich der Feuerwehr.
00:06:56: Ich war mal in einem Gebäude da hatten wir oben ein Notdiesel drauf damit die IT wenn plötzlich alles weg ist weiter betrieben werden kann und zumindest erstmal alles gespeichert werden kann.
00:07:10: von den Inhalten her in so einem Gebäude steckt.
00:07:13: Darüber machen wir uns ja keine Gedanken, wir drücken auf ein Knopf und fahren mit dem Fahrstuhl und das war es
00:07:17: dann.".
00:07:18: So sieht das Ganze aus von außen?
00:07:21: Wenn man dann der Facility Manager hinter den Kulissen ist, dann ist das vermutlich der spannendste Job, den es auf der Welt gibt... weil es gibt da eben nicht nur den Aufzug oder die Klimadisierung.
00:07:38: Da steckt auch noch das Thema Heizung, Klima, Lüftung, Elektrotechnik, sicherheitstechnische Anlagen dahinter Beleuchtung und Beschattung.
00:07:51: Und jetzt habe ich erst mal nur die technischen Gewerke, die Technischen Themen aufgezählt.
00:07:58: Dann gibt es ja auch noch jede Menge infrastrukturelles Services.
00:08:02: also nennen wir als Beispiel das Thema Reinigung Wer macht das Gebäude sauber?
00:08:10: Sicherheitsdienstleistungen, Catering, Konferenz-Services.
00:08:14: All diese Dinge auch das gehört zum Themenspektrum des Facility Managers.
00:08:21: und jetzt kommt es.
00:08:23: wie so immer spielt dann noch das Thema des Geldes mit rein.
00:08:27: Das ganze kostet ja auch was.
00:08:29: D.h.,
00:08:30: die ganzen kaufmännischen Prozesse, die damit verbunden sind, bunten Themen Strauß des Facility Managers enthalten.
00:08:41: Also da wo es ums Geld geht, da ist man ja auch immer besonders wichtig das weiß man und wir haben jetzt gelernt.
00:08:49: also das ist der spannendste Job der Welt über den wir jetzt reden.
00:08:53: und dann noch über das Thema Führung im spannendsten Job der welt.
00:08:57: Da wird kein höhere abspringen.
00:09:00: ich sag mal die Atmosphäre des Umfeld, wo du gearbeitet hast.
00:09:04: Das habe ich mir noch mal so ein bisschen angeschaut weil... Ich kenne jetzt nicht jede Region und Oberfranken ist jetzt bislang für mich auch nicht in einem Zentrum gewesen.
00:09:14: Deswegen habe ich mehr angeschaud Die Uni Bayreuth Was ist das für eine Uni?
00:09:19: Und bin sehr schnell auf diesen augenzwinkernen Begriff gekommen Harvard von Oberfranken Weil relativ junge Uni.
00:09:29: interdisziplinäre Verzahnung von Fächern und eben auch bekannt dafür, dass da eine Kaderschmiede ist.
00:09:37: Also das man in anderen Fachbereichen sich das Thema Führung mit auf die Fahne geschrieben hat.
00:09:45: Und dieser Begriff – jetzt habe ich es von Oberfranken sicherlich selbst ironisch aber der Charme einer Universität, die stolz auf ihr Umfeld ist Und meine Theorie ist sowieso, dass die Stärke unserer Wirtschaft aus den Regionen kommt.
00:10:02: Also das was man vor Ort macht diese Verzahnung von Praxis, Facility Management und dem Umfeld in Firmen, die dazu gehören der Theorie, die man für viele Dinge braucht.
00:10:17: Das Wissen, dass das entscheidende ist.
00:10:20: war das für dich auch irgendwie so eine Sichtweise oder habe ich das jetzt einfach so hineininterpretiert?
00:10:29: Also, das Thema Universität Bayreuth und Führung.
00:10:32: Ja, das passt zusammen!
00:10:34: Du hast das Stichwort interdisziplinär gebracht.
00:10:39: Immer wenn etwas interdiszieplinär ist dann musst du sowieso koordinieren und führen nämlich zwischen diesen verschiedenen Themenfeldern.
00:10:49: Und das ist letztendlich das was in diesen Fachwirtlehrgang für Facility Management hineingespiegelt wurde.
00:10:57: Dieses ein Bildungsprodukt, was quasi so einen generalistischen dreihundertsechzig Gradblick im Themenfeld bringt.
00:11:07: Das haben wir dann aus dem Facility-Management heraus sogar noch weiterentwickelt.
00:11:12: also es gibt auch einen Fachwert für Fertigungen und Prozessmanagement der dann etwas später entstanden ist.
00:11:20: da geht das wieder in diese selbe interdisziplinäre Richtung, aber eben im Bereich des Produktionsmanagements in einem Industriebetrieb.
00:11:32: Also insofern passt Universität Bayreuth und dass Interdisziplinäre verknüpft in die Führungsthemen schon sehr gut hinein.
00:11:44: Warum jetzt die Universität in der disziplinären Scharen genau in Oberfranken gelandet ist.
00:11:53: Das kann ich dir nicht aufschlüsseln, da könnte man jetzt nur mutmaßen.
00:11:57: Man hätte es ja auch nach Mittel- oder Unterfranken platzieren können aber vielleicht hat man sich ganz bewusst Oberfranken ausgewählt das weiß ich nicht.
00:12:08: Okay lass mal so stehen!
00:12:13: Was hatte ich an dem Thema damals so gepackt?
00:12:15: Also du warst jung, du hattest dein Studium abgeschlossen und jetzt kommt ein Thema was für dich sowie du es geschildert hast ja auch fremd war.
00:12:23: Und das Thema Facility Management war ja noch nicht wirklich definiert in den Details wie es heute ist.
00:12:31: Was hat dich damals so gepackt und wieso ist man auf dich gekommen also einen jungen Mensch...was bringst Du als junger Mensch mit um so ein großes Thema zu entwickeln?
00:12:42: Ich hatte Betriebswirtschaft studiert, ich kam also aus der kaufmännischen Welt.
00:12:46: Ich brachte aber noch eine kleine Besonderheit mit.
00:12:50: Ich habe ab dem zweiten Studiensemester drei Tage pro Woche in einem technischen Unternehmen als Werkstudent gearbeitet.
00:13:02: Das war damals die Firma Hermos.
00:13:05: Die stellen Automatisierungslösungen für Gebäude wie ein Überraschts und für die Industrie her.
00:13:14: Und so lernte ich sehr, sehr früh diesen Spagat zu machen zwischen betriebswirtschaftlicher Welt vom Studium her und Ingenieurswelt vom Werkstudentenjob her.
00:13:28: Mit dieser Befähigung zu diesem Spagate komme ich natürlich in das Fadenkreuz für dieses Projekt also interdisziplinär, generalistisch.
00:13:41: Also wenn der Wittauer das gepackt hat, während seiner Studienzeit dann kann er jetzt auch dieses Projekt übernehmen.
00:13:47: Dieses Projekt hast du allerdings nicht mal eben abgewickelt oder entwickelt sondern du warst einige Jahre damit befasst richtig?
00:13:58: Ja, das waren insgesamt sechs Jahre und die Spannung hat nicht nachgelassen!
00:14:03: Wenn wir uns deine gesamten Erfahrungen so anschauen und gucken nochmal ein bisschen mehr auf das Thema Führung Was ist Führung denn dann?
00:14:12: Ist das mehr Systematik, Handwerk oder doch eher eine Kunst die individuelle besondere Handschrift braucht.
00:14:22: Es ist von allem etwas und das muss man mögen als Mensch.
00:14:26: also wenn man jemand ist der es liebt eine mathematische Aufgabenstellung zu bekommen die er lösen soll und dass gerne für sich in seinem stillen Kämmerchen macht und sich dann loben lassen möchte, wenn er das Ganze richtig gelöst hat.
00:14:45: Dann ist man wahrscheinlich nicht geboren um zu führen.
00:14:50: Das heißt nicht dass man nicht wichtig ist weil es auch das braucht.
00:14:55: aber wenn man jetzt in Richtung Führung möchte, dann wird man irgendwann an den Punkt kommen den Bereich, wo man also in die fachspezifische Tiefe qualifiziert wurde.
00:15:07: Wo man sich richtig gut auskennt!
00:15:10: Wo man jeden Wissenswinkel quasi kennt... ...aus dem FF nachts im Schlaf aufgeweckt werden kann und alles beantworten kann.
00:15:20: Den muss man als Führungsperson verlassen.
00:15:24: Ich kann das vielleicht kurz bildlich darstellen.
00:15:29: Fachwirt für Fertigungs- und Prozessmanagement ins Spiel gebracht, also da qualifizieren wir operative Führungskräfte in Produktionsunternehmen.
00:15:41: Und das sieht man immer sehr schön!
00:15:44: Die Leute werden für ihren Aufgabenbereich in die fachspezifische Tiefe qualifiziert – das können die auch alles wunderbar.
00:15:56: zeigen sie irgendwo noch ein bisschen organisatorisches Geschick und plötzlich werden Sie zum Team oder Gruppenleiter.
00:16:04: Und da wird man auch gar nicht groß gefragt, das geht dann so relativ automatisch.
00:16:10: und plötzlich stellt man fest ich tue eigentlich immer weniger dass was ich mal so richtig gut gelernt habe also fachspezifisch Ich mache jetzt anstelle dessen Koordination, Schnittstellen bedienen.
00:16:29: Ich bin plötzlich in innerbetrieblichen Projekten unterwegs muss mit anderen Teamgruppenleitern zusammen agieren übergreifend Prozesse sauber austackt und dann kommen die Leute oft an den Punkt und fragen sich das habe ich eigentlich nie gelernt.
00:16:48: Das sind ständig fremde Themenfelder für mich.
00:16:54: wo ich quasi mir diesen dreihundertsechzig Grad Blick in alle anderen Fach- und Funktionsbereiche aneignen kann.
00:17:02: Und dann landen die bei uns, gehen bei uns durch die Qualifizierung.
00:17:07: Sie kriegen zudem Fachwissen was sie jetzt in die Breite bekommen noch Führungsmethodik gelernt Projektmanagement gelernt Soft Skills.
00:17:21: wie Kann ich in Gruppen auch auftreten?
00:17:24: Wie kann ich Ideen präsentieren, wie kann ich Teamenergie entwickeln.
00:17:31: Und mit diesem Handwerkszeug tun die Leute dann ihren Job, verknüpfen das mit ihrer Berufserfahrung und dann entsteht aus meiner Sicht eine Führungskraft, die richtig was nach vorne bringt.
00:17:44: Es gibt ja die Frage, was ist besser?
00:17:47: Wird man jemand ins kalte Wasser um Führung zu lernen oder bereitet man ihnen systematisch auf die Rolle vor.
00:17:55: Die Praxis, was du jetzt gerade für dich auch so bestätigt, ist dass man die Menschen in das kalte Wasserschmeißt.
00:18:02: also sie kriegen die Aufgabe weil sie neben den Fachkenntnissen eben gewisses organisatorisches Geschick hast.
00:18:09: du gesagt haben Was ist denn besser?
00:18:13: Wäre es besser und ein Rat zu sagen, bevor ihr jemand zum Teamleiter macht und diese anderen Aufgaben gebt.
00:18:22: Lasst ihn doch die Ausbildung machen!
00:18:23: Lasst ihm mehr theoretisches Wissen in die Aufgabe mit einbringen können als dass man irgendwann wenn man schon Führungskraft ist das irgendwann später dazu lernt aber bis dahin vielleicht auch frustriert ist über die Ergebnisse.
00:18:41: Ja, die Empfehlung kann man geben.
00:18:44: Schickt die Leute vorher in einen Lehrgang so dass sie die Kompetenzen dann quasi schon mitbringen.
00:18:51: aber die Realität zeigt einfach das die Zeit oft nicht da ist um das alles so schön vorzubereiten.
00:19:01: Die Realität sagt dann einfach wir brauchen jetzt jemanden der das tut und wer eignet sich am besten?
00:19:11: wird mit den geeigneten Personen gesprochen, vermeintlich geeignete Personen gesprochen und dann geht es einfach los.
00:19:19: Also das ist die Realität.
00:19:22: und wenn du mich jetzt fragst was ist besser?
00:19:24: Ich weiß es nicht.
00:19:25: manchmal ist es glaube ich gut Wenn man einfach irgendwie wie die Jungfrau zum Kind kommt.
00:19:32: also meine Großmutter hat immer gesagt kind heiraten musst du wenn du jung und dumm bist.
00:19:41: Ich mach das einfach mal jetzt so plakativ und dann wird es schon, dann arbeitest du dich da rein in das wahre Leben.
00:19:50: Ist eine Möglichkeit ist oft unumgänglich vielleicht in der beruflichen Praxis.
00:19:55: wenn's andersrum geht, wenn ein großes Unternehmen ist was das systematisch was anbietet auch das haben wir bei unseren Kunden Dann ist das natürlich auch gut.
00:20:05: für einen Unternehmen gehts ja um Umsatzgewinne Es geht ja nicht darum, nur irgendetwas zu tun.
00:20:13: Und wenn ich jetzt jemanden beförder in eine Gruppenleiterposition und ich bin mir gar nicht sicher ob die Person das kann, dann stellt sich ja dann häufig, wenn was schief läuft, die Frage Kann man das überhaupt lernen oder muss man zum Chef geboren sein?
00:20:28: Das ist so diese sozusagen etwas abgewetzte Frage, die man stellt Ja Dann ist es sicherlich schon zu spät.
00:20:37: Wenn ich dann jemanden habe, der dafür nicht geeignet ist... ...dann hab' ich jemanden häufig jahrelang.
00:20:44: die Mitarbeitenden sind frustriert oder das Umfeld mit dem jemand zusammenarbeitet ist frustrierd.
00:20:51: Also wie erkenne ich jetzt wenn jemand im Job befördert worden ist ob er als Chef oder Chefin geboren ist?
00:21:02: Oder ob da wesentliches fehlt?
00:21:04: Also dass irgendwas nicht rundläuft, das erkennst du einfach daran.
00:21:08: Dass es dann einen Konflikt her gibt.
00:21:11: also Es werden sich Konflikte entwickeln wenn die Führungsperson ihre Aufgaben ihre Führungsaufgaben Nicht wahrnehmen kann.
00:21:23: Dann gibt's meistens so was wie noch eine übergeordnete Führersfigur.
00:21:28: Die wird dann diese Konflikte erkennen.
00:21:30: und dann gehts um die Frage, wie bekomme ich sie gelöst?
00:21:36: Da muss ich mir die Person angucken.
00:21:38: Ist die Person einfach grundverkehrt an dieser Stelle?
00:21:43: Dann wird man über eine andere Person nachdenken müssen.
00:21:47: oder ist es so dass der Person einfach Handwerkszeug für die Führung fehlt?
00:21:54: und das kann ich dann wieder kompensieren.
00:21:56: über Personalentwicklung, über Qualifizierung
00:22:00: Also ich tue mich in der Praxis.
00:22:01: Ich ja aus anderer Sicht sehr gut kenne schwer damit, dass man erst im Nachhinein zu den Überlegungen kommt ob jemand wirklich geeignet ist als Führungskraft und die nächste höhere Führungskraft steckt vielleicht in demselben Dilemma irgendwie wann Führunkraft geworden zu sein dann nochmal befördert worden zu sein und das wesentliche gar nicht systematisch gelernt zu haben und vielleicht auch gar nicht zu lernen zu können.
00:22:27: Die Frage ist wenn wir das jetzt noch mal betrachten an den Beispielen, die du hast.
00:22:32: Was ist denn die größte Veränderung?
00:22:34: Die jemand der diesen Rollenwechsel bewältigen muss was er erfährt?
00:22:40: also du hast gesagt ich bin weniger in meinem Fachgebiet tatsächlich täglich tätig sondern ich habe mehr koordinierende Aufgaben.
00:22:49: Was is das was am meisten am schwierigsten ist für jemand wenn er in dieser Führungsrolle kommt?
00:22:56: Naja einmal müssen die Leute klar kommen damit dass sie jetzt weniger operativ arbeiten, sondern mehr am Schreibtisch.
00:23:06: Ich hatte immer einen Teilnehmer.
00:23:08: der hat zu mir gesagt Herr Wittauer ich habe dann irgendwann festgestellt, ich hab mich zum Schreibtische und Projekttäter entwickelt in meiner beruflichen Laufbahn.
00:23:19: das ist genau das.
00:23:21: also Genau!
00:23:22: Am Schreibtischen müssen die Dinge dann quasi koordiniert werden Prozesse definiert werden, es muss kommuniziert werden und wenn es dann um Umsetzung von neuen Ideen geht, um Prozessoptimierungen geht.
00:23:43: Dann trägt sich das in innerbetrieblichen manchmal auch über die Betriebsgrenzen hinausgehenden Projekten zu.
00:23:52: Und daher kommt das diese Aussage für diesen ehemaligen Teilnehmer ich habe mich zum Schreibtisch und Projekttäter entwickelt.
00:24:03: Und jetzt ist halt die Frage, kommt da jemand damit klar?
00:24:06: Mag das jemand?
00:24:08: Führung ist ja nichts Schlimmes!
00:24:09: Also Führungen kann ja Spaß machen.
00:24:11: Das ist unheimlich abwechslungsreich und man erlebt jeden Tag neue Dinge.
00:24:16: oder bin ich derjenige, der eben lieber an der Lösung definierten Aktionsradius.
00:24:30: Also auf Dauer geht es ja jedem so, die Arbeit muss Spaß machen damit man selber Spaß dabei hat.
00:24:37: und wenn man irgendwann merkt, man ist zum Anführungsstrichen Täter geworden also er wollte sagen etwas was ihm eigentlich so nicht gefällt dann ist es schwer wieder in die andere Rolle zurückzukommen.
00:24:49: Da hätte ich noch was dazu.
00:24:50: Ja gerne!
00:24:51: Das
00:24:51: kommt auch wieder auf die Kultur an du sagst?
00:24:54: Dann ist es andere in die Ausgangsrolle zurückzukommen, da fällt mir auf dass es besonders in Deutschland schwer ist.
00:25:04: Also wir haben ein enormes Status.
00:25:07: denken du hattest vorhin Harvard angesprochen also ich war selbst schon in Harvard in Boston und In Amerika ist das anders!
00:25:18: Da ist dieser Weg.
00:25:21: Ich steige jetzt auf eine Führungsposition Und ich gehe danach bewusst wieder zurück, kulturell im Kopf wesentlich einfacher zu händeln als das hier bei uns in Deutschland der Fall ist.
00:25:36: Also das hat ... Bei uns, ich würde da fast sagen, das schwingt so ein gewisser Gesichtsverlust mit also dieses Wiederzubringen.
00:25:45: Es
00:25:45: ist Status und es ist Gesichtsverluste.
00:25:47: Du hast es nicht geschafft anstatt es passt nicht zu dir oder du hast andere andere Wünsche an deinem Arbeitsleben, das ist ja eigentlich das Präferierte.
00:25:59: Und Führung ist mit uns eben mit Karriere belegt und wenn man nicht Führungskraft ist dann haben viele ihr ganzes Berufsweg langen das Gefühl sie haben Nicht-Karriere gemacht was in den meisten Fällen gar nicht stimmt.
00:26:15: Karrieren hat ja nichts damit zu tun ob ich jetzt für ein Team verantwortlich bin oder nicht.
00:26:21: Woran merkt man, wenn ich jetzt als Unternehmen einen guten Facility Manager habe der fachlich hervorragend ist aber noch keine gute Führungskraft ist?
00:26:33: Also noch keine.
00:26:35: Wenn ich merke naja da sind Ansätze Aber wenn ich dem jetzt diese Führungsaufgabe übertrage dann Ist das zu früh oder es fehlt dann auch etwas.
00:26:45: woran kann man das merken als unternehmen um dann rechtzeitig in den Dialog zu gehen und zu sehen, dass da das Know-how was das Thema Führung angeht vorher aufgefüllt wird.
00:26:58: Wann statt jemand einfach zu verbrennen?
00:27:01: Ich formuliere die Frage mal ein bisschen eine andere Perspektive.
00:27:06: Was würde ich tun wenn ich mir im Facility Management eine Führerskraft quasi entwickeln will also ich wäre dann ja selbst schon in einer Führungsrolle, wenn ich mir über solche Dinge Gedanken mache und da würde ich mir einfach meine Mannschaft ganz genau anschauen.
00:27:30: Wie verhält sich jemand?
00:27:32: Ist jemand verlässlich?
00:27:34: ist jemand kommunikativ?
00:27:37: wie verhält er sich in der Gruppe?
00:27:39: Wie ist er angesehen bei den anderen Mitarbeitern?
00:27:43: Wie kommuniziert er?
00:27:45: Und wenn ich mir da dann jemanden ausgeguckt habe, gesagt ja das sind diese ganzen Ansätze da die ich eigentlich brauche um dann so mal ein Team zu führen.
00:27:57: Dann schnappe ich mir den, wenn ich das nächste Projekt habe und zieh den in dieses Projekt mit rein mach ihn quasi wie zu einer Projekt Assistenz, Projekt Leitungsassistenz und dann kann ich ihn testen.
00:28:15: zieht er jetzt rein in dieses Projekt, macht ihm das Spaß, nimmt er das an.
00:28:21: Ist agierig auf neue Inhalte?
00:28:24: Ist agirich auf das Lösen von Problemen und Stellen wo es einfach klemmt?
00:28:30: Und das merkst du dann sehr schnell!
00:28:33: Wenn das da ist, dass da jemand leuchtende Augen bekommt und sagt ja das lösen wir so.
00:28:38: und Und du, pass auf Werner.
00:28:41: Ich sehe da hinten noch ein Problemfeld auf uns
00:28:45: zukommen.".
00:28:46: Da macht sich was auf!
00:28:47: Dass ich dann auch noch merke, oh der wird jetzt umsichtig... Dann ist es die richtige Person, um den weiterzuentwickeln.
00:28:55: und wenn ich jetzt nicht unter Zugzwang stehe, dass ich die Führungskraft nicht schon morgen brauche, dann kann ich mich mit der Person zusammensetzen.
00:29:05: Kannst sagen so... Ich habe so ein gewisses Muster von dir, wo ich glaube wir könnten dich in eine Rolle entwickeln, wo du zukünftig sehr glücklich wirst.
00:29:19: Wir müssen aber gucken dass wir dich dafür richtig ausstatten und da hätte ich jetzt hier eine Qualifizierungsmaßnahme.
00:29:28: das wäre die Perspektive.
00:29:31: Da hinten siehst du am Horizont die Sonne aufsteigen, da wollen wir gemeinsam hin Ja und dann steigt mir diese Person ein, wenn sie verstanden hat wo wir gemeinsam hingehen.
00:29:43: Also so wird ich's tun!
00:29:45: Das ist ein schöner Weg.
00:29:47: da bist du die Führungskraft, die jemand entwickelt sich jemand genau anschaut sieht wie es die Reaktion im Umfeld sieht.
00:29:55: wie kann man den einen anderen Rat geben dass sich Reaktionen verändern ein Projekt geben?
00:29:59: also das ist alles wunderbar.
00:30:01: und dann kommt allerdings wieder die Erfahrung Du hast es gesagt, wenn man nicht sofort jemanden braucht und das ist ja in unserer schnelllebigen Welt.
00:30:12: In den Unternehmen sehr häufig der Fall.
00:30:14: Ich brauche jetzt jemanden, wer ist am geeigneten?
00:30:16: Ja, der ist der fachlich bester und dann ist er auf einmal geeignet.
00:30:20: was passiert Jetzt Wenn ich im IMB meiner meine oder mit dem IMB meine Fortbildung mache?
00:30:28: da ist auch eine Interaktion.
00:30:29: Es reicht ja nicht aus dass jemand dann lernt wie man sich in bestimmten Führungs Funktionen so verhält, dass man seine Ziele erreicht.
00:30:38: Sondern es hängt ja auch davon ab die Rückkopplung zum Umfeld im Unternehmen.
00:30:42: Also wenn ich diesen Vorgesetz nicht habe den du gerade beschrieben hast dann ist das natürlich schwer.
00:30:47: Dann weiß ich was ich theoretisch tun muss hab aber nicht das System, die Struktur des Unternehmens was mich dabei unterstützt.
00:30:55: lernt man das auch im Rahmen der Ausbildung wie man dann in diese Rückkoppelungen geht?
00:31:00: Naja gut also wenn die Person schon sich für den Lehrgang entschieden hat.
00:31:06: Dann hat er ja für sich selber erkannt, da ist ein Themenfeld im Zusammenhang mit Führung.
00:31:13: das interessiert mich und deshalb mache ich jetzt diese Qualifizierung.
00:31:18: Jetzt passiert es natürlich schon dass jemand in den Lehrgang kommt aber das Umfeld im Unternehmen auf dessen Vorhaben gar nicht vorbereitet ist.
00:31:30: also Das merken wir immer dann wenn wir jemanden im Lehrgang haben, der dann seine tätigkeitsbezogene Projektarbeit schreibt.
00:31:42: Diese Projektarbeiten die wollen wir direkt im Arbeitsplatzumfeld platziert wissen einfach aus dem Grund weil wir dann gleich konkrete Ergebnisse im Arbeitsumfeld generieren können aus dem Lehrgang heraus und da drücken wir den Teilnehmer dann praktisch in die Führungspraxis.
00:32:05: Weil dann bekommt er einen Projektauftrag, den er im eigenen Unternehmen umsetzen muss und damit wird er quasi von uns dann ins kalte Wasser geschoben aber begleitet ins kalten Wasser geschoben.
00:32:19: natürlich stößt der dann auf Widerstände wenn er jetzt zum Beispiel in die Stoffesammlung geht für die Erstellung seiner Arbeit und dann coachen wir ihm wie diese Widerstände quasi entweder um Schiff oder auch mal durchbricht und dabei lernt er ja schon wieder Führung.
00:32:39: Also das heißt, irgendwann sind wir dann an dem Punkt da müssen wir es einfach tun.
00:32:44: also dieses ganz ohne kaltes Wasser wird's wahrscheinlich nicht funktionieren nur nur Trockenübung.
00:32:51: irgendwann muss man schwimmen.
00:32:53: Man kann es am Beckenrand schon vormachen aber dann muss man auch mal gesichert und gelenkt ins Wasser geführt werden.
00:33:01: Also dann können wir festhalten, der Sprung ins kalte Wasser ist manchmal oder wie immer.
00:33:06: Manchmal notwendig um Führungen zu lernen.
00:33:08: ohne geht es nicht.
00:33:10: und dann ist die Frage was kann man einem Menschen beibringen dabei?
00:33:14: Man kann sie vormachen, man kann am Beckenrand mit ihm üben ja und dann gibt's darum Verantwortung zu übernehmen.
00:33:20: das ist ja Führung heißt ja Entscheidungen treffen sehen, dass die Entscheidung akzeptiert werden.
00:33:26: Dass sie soweit möglich auch mit anderen zusammen getroffen werden.
00:33:30: aber viele Entscheidungen da muss ich die letzte Verantwortung halt selbst übernehmen.
00:33:36: wie weit kann man das Menschen beibringen?
00:33:39: und wie redet man mit denen wenn Sie dann gerade innerhalb des Projektes erst mal Misserfolg haben oder frustriert sind?
00:33:49: Also da kann ich jetzt wieder nur aus der Erfahrung sprechen.
00:33:52: Über neunzig Prozent der Teilnehmer, die in unsere Lehrgänge eintreten, schließen dann auch erfolgreich ab.
00:34:00: Das heißt sie mussten mindestens einmal zeigen dass sie in der Lage sind in ihrer Arbeitsplatzumgebung ein Verbesserungsprojekt erfolgreich zu führen und zu managen.
00:34:14: Daher würde ich die Erfolgsaussicht jetzt nicht zu dunkel malen wollen.
00:34:20: also
00:34:21: Das
00:34:24: kann natürlich immer passieren, dass jemand für sich auch auf der Reise durch einen solchen Lehrgang erkennt.
00:34:32: Naja Führung ja gut und schön aber ich fühle mich in einer anderen Rolle wohler.
00:34:40: dann hat er auch nichts verloren weil er hat in Richtung Führungen vieles gelernt und letztendlich kommt er ja in seiner beruflichen Praxis mit dem Thema Führung in Kontakt, dann führt er die Führungen nicht selbst aus.
00:34:56: Aber er wird geführt.
00:34:58: auch das kann schon helfen einen besseren Umgang mit den führenden Personen zu schaffen.
00:35:05: also jetzt reden wir aber wirklich über Einzelfälle ne?
00:35:09: Also die allermeisten Menschen die wir jetzt so qualifizieren dürfen haben das Grund einmal eins schon drin in sich um Führung zu übernehmen.
00:35:23: Der eine mehr im operativ-taktischen Bereich, der nächste er greift dann vielleicht weiter hoch schon in Richtung strategische Führungen.
00:35:32: also da gibt es dann schon nochmal Unterschiede.
00:35:34: aber das ist ja unsere Welt so bunt und breit und die Tätigkeitsfelder so mannigfaltig dass da zum Glück bisher jeder seinen Plätzchen findet.
00:35:47: Wie beurteilt du das?
00:35:49: verändern, dann manche auch also sichtbar oder merkbar für euch ihre Persönlichkeit.
00:35:54: Also jetzt nicht komplett dass sie von einem zum anderen werden.
00:35:57: in ihrer Persönlichkeit aber merkt man einen anderen Auftritt ein anderes Selbstverständnis eine andere Art und Weise Probleme zu beschreiben und Lösungswege aufzuzeigen.
00:36:09: Merkt man sowas?
00:36:09: Ja das merke man ganz deutlich!
00:36:12: Wir in den Präsenzunterrichtsphasen.
00:36:15: wenn wir uns also physisch vor Ort treffen dann bringen wir die Teilnehmer auch immer wieder in die Situation, dass sie etwas präsentieren müssen vor der Gruppe.
00:36:27: Wenn man das am Anfang das erste Mal macht gerade bei den Facility-Managern, die ja immer so ein bisschen im Hintergrund arbeiten eigentlich, so die graue Maus, die sich darum kümmert, dass alles funktioniert... Das ist denen unwohl wenn Sie jetzt plötzlich da so an der Front stehen einer Gruppe was erklären müssen irgendwie Team-Energie selbst auslösen müssen.
00:36:51: Und dann marschieren sie aber so durch den Lehrgang hindurch.
00:36:54: und ganz am Ende des Lehrgangs gibt es dann nochmal ein mündliches Fachgespräch, da müssen die Teilnehmer ihr Projektkonzept aus der tätigkeitsbezogenen Projektarbeit präsentieren vor einer ganzen Gruppe.
00:37:10: Dann gibt's auch eine Fragerunde nach dieser Vorstellung, wo also dann auch Fragen kommen mit denen man so vielleicht nicht rechnet.
00:37:21: Und für diese Situation bereiten wir die Teilnehmer während des Lehrgangs vor das heißt sie kriegen da wirklich ihr Softskill Paket um dann mit solchen Situationen professionell umgehen zu können.
00:37:37: und wenn man den Unterschied sieht aus der ersten Übung beim ersten Treffen hin zu dem mündlichen Fachgespräch, da stehen andere Menschen vor einem.
00:37:49: Das war die Frage, die du jetzt sehr deutlich dann auf den Punkt bringst?
00:37:54: Da steht ein anderer Mensch vor dir ja okay?
00:37:57: Also die stehen auch nach wie vor in der Vertikalen, auch wenn eine Frage kommt mit der sie da nicht gerechnet haben, die Wissen damit umzugehen und bewegen sich dann nicht in die Horizontale und kollabieren hier irgendwie sondern fangen diese Fragestellung dann einfach ab, ob die jetzt immer direkt sachlich auf den Punkt beantwortet ist.
00:38:20: Das ist ja das eine!
00:38:22: Ich kann ja auch Techniken anwenden dass ich den Fragen denn quasi in die Beantwortung mit integriere.
00:38:29: also gemeinsam eine Frage zur Beantwortungsführe und solche kleinen Stellrätchen werden eben im Lehrgang vermittelt frisch gebackenen Führungskräfte dann auch ein.
00:38:44: Also die kriegt man nicht so leicht aus der Spur.
00:38:49: Wenn du darüber nachdenkst, dass jetzt über zwanzig Jahre gemacht, du hast hunderte Tausende von Menschen entwickelt oder mit ihnen gearbeitet sich zu entwickeln was macht es mit dir persönlich?
00:39:04: Was gibt's dafür ein Gefühl wenn man das nochmal reflektiert?
00:39:06: weil Ein enormer Einfluss auf Menschen, auf Arbeit.
00:39:12: Auf Arbeitsverständnis.
00:39:14: Auf die Arbeit im Mittelstand und im Besonderen hat.
00:39:17: Also die erste Befriedigung, die ich ziehe, die ziehe ich schon im Lehrgang.
00:39:22: Nämlich mit den Ergebnissen dieser tätigkeitsbezogenen Projektarbeiten.
00:39:27: Da freuen sich die Leute.
00:39:30: Ich habe es jetzt hier geschafft, dass mein Arbeitgeber einen ehrlichen finanziellen Vorteil von fünfzigtausend Euro in Händen hält.
00:39:40: So was freut mich, also das motiviert mich immer wieder weiter zu machen.
00:39:44: Also fünfzigtausend oder damit es keiner falsch versteht.
00:39:47: Fünfzigtaussend ist der Vorteil für den Arbeitgeber.
00:39:49: die Ausbildung kostet nicht fünfzig tausende.
00:39:53: Nein, die kostete nicht fünfzigtausenden Euro.
00:39:56: Da bewegen wir uns eher so im Bereich sechs bis zehntausende Euro je nachdem was jetzt für ein Lehrgang ist und das wird ja dann auch noch mal zu seventy Prozent staatlich gefördert.
00:40:07: Das ist sehr überschaubar.
00:40:10: Jetzt will ich aber das Sahnehäubchen noch bringen, neben diesen Projektarbeitsergebnissen.
00:40:15: Es kommt natürlich immer wieder vor also da bekomme ich wöchentlich bestimmt ein zwei E-Mails von ehemaligen Absolventen die dann sich zurück melden und sagen Herr Wittauer, ich bin so froh dass ich das damals beim IMB gemacht habe.
00:40:32: Ich hab jetzt die Stelle so und so angeboten bekommen.
00:40:37: Ich hätte diesen Weg nie so beschreiten können wenn wir damals nicht zusammengearbeitet hätten.
00:40:43: Das ist dann schon so richtig bewegen.
00:40:46: da krieg' ich auch jetzt noch ein bisschen Gänsehaut weil man dann nämlich spürt beeinflusst hat zum positiven hin und das macht dann schon Spaß.
00:41:03: Vielleicht so, dass es verständlich ist.
00:41:05: Ich schätze jetzt ein langer Weg.
00:41:07: wie läuft das?
00:41:09: Dass die staatliche Anerkennung der Fachwirte, die ihr anbietet, dann erfolgt ist.
00:41:17: Die kommt ja nicht sofort sondern dafür muss man mit wem zusammenarbeiten mit industriellen Handelskammer.
00:41:22: oder wie funktioniert das, dass das in die Wege geleitet wurde?
00:41:27: Also wir arbeiten da von Anfang an schon im Forschungsprojekt damals an der Universität Bayreuth mit den Handwerkskammern und mit den Industrie- und Handelskammern zusammen.
00:41:39: Und das sind damals dann auch schon die Prüfungsordnungen für diese Abschlüsse gemeinsam entwickelt worden, diese Prüfung ordnungen sind an den Kammern erlassen worden und auf dieser Basis finden Abnahmen dieser öffentlich-rechtlichen Prüfungen statt und damit haben sie den öffentlich rechtlich anerkannten Abschluss.
00:42:06: Und wir haben noch nicht inhaltlich etwas mehr über das Thema Gebäudeautomation gesprochen, dass scheint mir nochmal ein besonderes Kind der Entwicklung zu sein oder gewesen zu sein.
00:42:21: Vielleicht kannst du uns das noch mal näher bringen, weil es auch ein spannendes Berufsbild ist.
00:42:26: Also jetzt haben wir quasi die drei Themenbereiche, die wir mit Fachwürten versorgen und damit abschließend behandelt.
00:42:36: Einmal eben das Feld des Facility Managements was wir ganz am Anfang hatten dann das Feld Fertigungs- und Prozessmanagement oder Produktionsmanagement in der Industrie.
00:42:47: Und jetzt hast du das Feld der Gebäudeautomation nochmal aufgemacht.
00:42:52: Da gibt es eben auch den Fachwirt für Gebäuderautomationen.
00:42:57: Der Fachwird-für-Gebäude-Automation ist so ein exotisches Bildungsprodukt, was sich aus dem Fachwört für Facility Management herausentwickelt hat.
00:43:08: Es kamen einfach immer mehr Nachfragen in Richtung technischer Gebäudausrüstung.
00:43:14: Wie kann ich technische Gebäudesausrüstungen Managen?
00:43:18: der Gesetzgeber und der Nutzer, die fordern immer mehr Technisierung in unseren Gebäuden.
00:43:27: Der Anteil der Investitionskosten in ein Gebäude was die technische Ausrüstung anbetrifft, da steigt immer mehr.
00:43:36: und jetzt muss man dieses Zusammenspiel zwischen Heizung Klima Lüftung Sanitär
00:43:43: usw.,
00:43:44: das muss man gehändelt bekommen.
00:43:47: diese Integrationslösung, die ich dafür brauche.
00:43:51: Dafür steht die Gebäudeautomation.
00:43:54: Die entsteht aber nicht so von alleine irgendwie auf Fingerschnippen sondern das ist wirklich harte Projektarbeit wenn solche Gebäuden errichtet werden dass da alles sauber jedes Rädchen ineinander greift und dafür braucht sie jemand der das managt.
00:44:14: Diese Management-Kompetenz für die Gebäudetechnik haben wir aufgearbeitet in dem Fachwirtlehrgang für Gebäudeautomation.
00:44:25: Vielleicht noch kurz, wem nutzt dieser Fachwertlehrgang?
00:44:29: Das ist immer so.
00:44:30: die zentrale Frage.
00:44:32: Da gibt es drei Bereiche, die den Lehrgang nutzen.
00:44:38: Das sind einmal Mitarbeiter aus Planungsbüros die also solche technischen Anlagenverbünde entwickeln.
00:44:49: Dann die zweite Fraktion, das sind ausführende Unternehmen, die solche Anlagen Verbünde bauen.
00:44:58: und dann kommt zu guter Letzt die dritte Fraktion Das sind die Betreiber dieser Anlagen verbünde.
00:45:06: Und diese Fraktionen müssen in einem Bauprojekt und im späteren Betrieb immer wieder ineinandergreifen, das am Ende eine gute technische Lösung entsteht.
00:45:18: Und dafür bilden wir wieder die Führungskräfte aus, die eben solche Projekte dann ordentlich koordinieren können.
00:45:27: Das heißt für uns, wenn wir unsere Ausgangsfrage angeschaut haben kann man Chef lernen?
00:45:33: Ja, man kann es!
00:45:35: Manchmal muss man's auch erst mal und wird ins kalte Wasser geworfen Und es gibt durchaus systematische Fortbildungen, die einen dabei unterstützen das Handwerkzeug wesentlich smoother anwenden zu können und das notwendige Know-how, das theoretische Know-How noch dazu zu erwerben.
00:46:01: Wenn wir zum Abschluss für unsere Zuhörer drei Takeaways anbieten wollen... Wir versuchen's mal!
00:46:09: Dann hätte ich drei Fragen an dich, aus der wir dann unser Takeaway machen.
00:46:14: Was ist die wichtigste Erkenntnis, die ein Unternehmer berücksichtigen sollte, bevor er den besten Experten zur Chefin macht?
00:46:24: Was ist erst mal das Wichtigste, worauf ich achte, bevor ich überhaupt in die Richtung denke, dass könnte die nächste Chefin bei uns werden?
00:46:35: Die Leute anschauen... ihnen zu sehen, wie sie sich im Alltags-Doing verhalten und bevor man sie zur nächsten Führungskraft macht mit ihnen vielleicht einfach mal reden.
00:46:50: Weil ein ganz wichtiger Punkt neben dem kann man das lernen?
00:46:55: Ja!
00:46:57: Der entscheidende Faktor will diese Person das Lernen.
00:47:03: Und da würde ich jetzt sagen jeder der will Und sich dazu committed und das zu einem gemeinsamen Projekt mit seinem Arbeitgeber macht, der wird das auch schaffen.
00:47:14: Okay!
00:47:15: Das wäre unser erstes Take-away.
00:47:17: also sich die Menschen auch in der Arbeit genau anschauen, mit ihnen sprechen und dann vereinbaren.
00:47:25: Das zweit ist der andere Weg.
00:47:27: Jemand will Führungsaufgaben übernehmen.
00:47:30: was sollte ich dafür unbedingt lernen?
00:47:34: Am besten erst mal machen, bevor ich ja in eine Führungsaufgabe gehe.
00:47:39: Naja also aus der Perspektive des Arbeitgebers muss sich mir die Person, die sich aufdrängt auch ganz genau anschauen.
00:47:48: Also es muss am Ende immer ein gemeinsames Projekt werden.
00:47:51: Ich glaube aber du meintest jetzt wenn jemand für sich selbst beschlossen hat?
00:47:55: Ja genau das meinte ich.
00:47:57: schuldigung wenn das nicht klar war.
00:47:58: Ja
00:47:59: ich geh diesen Weg zur Führungskraft Dann kann er sich bei seinem Arbeitgeber ja schlecht mit jemanden reiben.
00:48:06: Aber was würde dann tun?
00:48:08: Er wird, wenn er nach Qualifizierungsprodukten guckt irgendwann auf Bildungsträger stoßen und da ist man dem Informationssuchenden eine ehrliche Antwort schuldig.
00:48:21: also das heißt Bei uns ist es zumindest so Wenn da jemand Eigeninitiativ sucht dann machen wir mit ihm einen Termin heutzutage alles online und gehen mit ihm die Inhalte- und Intentionen des Lehrgangs wirklich durch.
00:48:41: Also wir wollen nicht, dass sich jemand in einen Lehrgang hinein verläuft weil irgendwie ein schöner Begriff oben drüber steht und dann steckt er da drin und stellt für sich fest oh das habe ich mir alles ganz anders vorgestellt.
00:48:55: also das kann man abklopfen im Vorfeld Das kann man dem Interessenten spürbar machen, auf was es sich da einlässt.
00:49:05: Und dann ist er auch in der Lage zu entscheiden will ich diesen Weg in Richtung Führungskraft wirklich gehen oder gehe vielleicht einen anderen Weg?
00:49:14: Gut das ist schon den richtigen Rat sich abholen von Fachleuten.
00:49:21: Das andere ist man kann's ja selber ein bisschen testen wie viel Einfluss man überhaupt innerhalb seines Teams hat und gewinnen kann jetzt im Positiven die Arbeitsleistung oder auch Projekte angeht.
00:49:33: Also da kann ich ja schon ein bisschen sehen, wie meine Wirkung ist, oder?
00:49:38: Ja das ist so.
00:49:40: und da vielleicht noch als Empfehlung für den Arbeitgeber feststellt dass sich einen Mitarbeiter in Richtung Führung interessiert und auch in Richtung Weiterbildung dann es ganz wichtig mit diesem Mitarbeiter zu sprechen.
00:49:58: Da zeigt die Erfahrung nämlich, wenn da ein Arbeitgeber sich nicht öffnet und sich diesen Wunsch zumindest mit annimmt in dem Sinne dass er mit seinem Mitarbeiter darüber spricht.
00:50:14: Dann führt es in der Regel dazu das die Mitarbeiter sich selbst anmelden und so richtig motiviert sind diesen Weg zu gehen.
00:50:22: Und dann beobachtet man Nicht selten dass sich während des Lehrgangs irgendwann mal der Arbeitgeber wechselt.
00:50:29: Also, das ist schon... Man muss gucken wo kommt die Energie her?
00:50:35: Das nicht zu unterschätzen!
00:50:36: Wenn eine Person sagt ich will mich verändern in Richtung Führung und er kann sich dorthin nicht verändern bei seinem Arbeitgebern dann wechselte er ganz oft.
00:50:49: Ja, das wäre zusammengefasst unser zweiter Takeaway.
00:50:53: und das dritte ist Ich erlebe häufig und habe häufig erlebt, dass wenn Mitarbeiter Führungskräfte werden.
00:51:02: Auch wenn sie eine Zusatzausbildung machen nachher das Unternehmen sich nicht wirklich gekümmert hat.
00:51:07: also der nächste Vorgesetzte die er sich kümmert den du ganz am Anfang beschrieben hast Den braucht man.
00:51:12: Man braucht ein Umfeld wo man auch ein bisschen in Rücken frei hat als Führungskraft.
00:51:19: Und was können Unternehmen konkret tun damit?
00:51:22: die Menschen, die eine Führungsrolle haben auch weiter hineinwachsen können.
00:51:26: Was ist dein Blick darauf?
00:51:29: Also wichtig ist dass die neu gebackene Führungskraft dann auch was zum führen bekommt.
00:51:40: Das krankt sehr oft mal in den Unternehmen.
00:51:44: also ich muss halt wenn jemand Verantwortung übernehmen will quasi ihm Handlung und Haftung in den Rucksack packen, also dass er dann auch wirklich Entscheidungskompetenzen bekommt.
00:51:59: Natürlich auch bewertet auf ein gutes Ergebnis hin.
00:52:02: Also nur entscheidendes Entscheidungswillens und dann vielleicht Schaden anrichten das geht natürlich auch nicht dauerhaft.
00:52:09: aber es kommt immer mal wieder vor, dass unsere Absolventen sagen ich hatte am Anfang des Problems, dass sich jetzt quasi befähigt war zu führen bin und nicht so richtig von der Kette gelassen worden.
00:52:25: Also das ist was, was an die nächste höhere Führungskraft quasi zu adressieren ist dass man dann mit dieser geänderten Situation dann auch adäquat umgeht, ne?
00:52:36: Dass man diesen Führungs Spielraum quasi ermöglicht.
00:52:41: Ich würde gerne ein Wort ein bisschen verändern.
00:52:44: Du hast Haftung gesagt davor haben viele Menschen Angst.
00:52:48: normalerweise Geht's um die Verantwortung und die interne Haftung, aber normalhaft hat das Unternehmen für Fehlentscheidungen, die man hat.
00:52:59: Aber die Verantwortung im Innenverhältnis ist dann groß und wichtig genug.
00:53:04: Die sollte wirklich übertragen werden wie du sagst und wenn es daran harpert wird jemand auch wieder außerhalb des Unternehmens schauen, ne?
00:53:12: Wenn er einmal gut ausgebildet ist.
00:53:15: Also Haftung wird ja in unserem Kulturkreis immer sehr schnell in Richtung...
00:53:20: Finanzielle Haftungen.
00:53:21: ...finanzieller
00:53:22: Haftungsverbot, Gefängnis.
00:53:26: also ich überspitze jetzt mal ein
00:53:27: bisschen
00:53:29: aber ganz verkehrt ist dieses Wort haftung nicht weil das hängt ja auch eng an dem Begriff der Sanktion.
00:53:37: wenn ich jetzt natürlich als Führungskraft nur mäßig gute Entscheidungen treffe Dann führt es letztendlich schon zu einer gewissen Sanktion, weil dann einfach die Karriere leider irgendwo mal ja die Sprossen fehlen.
00:53:53: Also das habe ich jetzt eigentlich mit dem Thema Haftung gemeint, dass ich dann schon auch die Verantwortung für die Ergebnisse habe und dass sich an diesen Ergebnissen auch gemessen werde.
00:54:06: Das war die Intention.
00:54:08: Also alle sind wieder beruhigt!
00:54:10: Alle dürfen wieder auf Führungsaufgaben zugehen.
00:54:14: Genau, Werner wenn du jetzt auf die über zwanzig Jahre zurückblickst und all die Menschen nochmal denkst wir haben es eben schon mal kurz gemacht wie du begleitet hast was macht dich besonders stolz?
00:54:29: Mich machen besonders stolze die Ergebnisse die diese Menschen erzielen und da waren wir als Bildungsträger einfach so frech das wir gesagt haben Wir wollen diese Ergebnisse von euch gleich im Lehrgang sehen.
00:54:45: Es gibt ja auch Bildungsprodukte, da kriegen sie wunderbare Theorie-Sessions und wunderbare Methodik vermittelt und dann machen die Absolventen damit vielleicht später Wasser oder auch nicht.
00:54:57: also das ist so dass was wir aufgebrochen haben und diese Ergebnisse die dabei heraus purzeln die wir Ganz nebenbei verraten, vertrieblich natürlich auch nutzen.
00:55:09: Weil das finden die Arbeitgeber ziemlich sexy wenn da gleich Ergebnisse dabei raus purzeln.
00:55:15: Aber diese Ergebnisse ist das was mich fürchterlich stolz macht und über diese Ergebnisse kriegen wir dann auch unsere Anerkennung weil die Leute die jetzt bei uns mit einem guten Ergebnis beim Arbeitgebern abschließen also sie sind dort sehr willkommen beim Arbeit Geber Das tut auch so eine Karriereentwicklung fürchterlich gut, wenn sie solche Ergebnisse liefern können.
00:55:41: Die schaffen Mehrwert.
00:55:42: die Absolventen, die schaffen mehr Wert durch das was du ja auch beschrieben hast und damit ist es eben etwas anderes als irgendeine Ausbildung sondern ist eine Ausbildung die unmittelbar in dieser Verzahnung und interdisziplinär wie sie aufgebaut ist ein Mehrwert für alle Beteiligten schafft.
00:56:03: Ja, großes Kino und sehr schön das von dir einmal so dargestellt bekommen zu haben.
00:56:09: Dankeschön dafür!
00:56:11: Ich würde noch einmal in einem oder zwei Sätzen sagen was auffällt ist dass Führung eben nicht nur eine Position ist oder einer Position in die man hinein gesteckt wird sondern Führungen beginnt damit richtig dass ein Mensch bereit ist Verantwortung zu übernehmen für sich selbst.
00:56:33: Das sind ja viele persönliche Entscheidungen zunächst mal und für andere.
00:56:37: Und damit macht Führung auch Spaß, hat einen hohen Wert – so sehe ich das persönlich!
00:56:43: Ja, hast du noch eine Botschaft für uns?
00:56:46: Ich kann deine Sichtweise erst einmal teilen.
00:56:49: Ja, das ist schön.
00:56:50: Damit bewegen wir uns auf einem Nenner.
00:56:53: Und ansonsten habe ich nur die Botschaft an alle da draußen.
00:56:58: Macht euch auf für Führungen.
00:57:00: Führung gibt es in so unterschiedlichen Bereichen und Facetten.
00:57:05: Und seid einfach gierig auf das Generieren von positiven Ergebnissen, weil das ist nämlich dann der Output von guter Führungen.
00:57:16: Das würde ich somit auf den Weg geben!
00:57:18: Sehr schön sehr cool.
00:57:20: Herzlichen Dank lieber Werner und herzlichen Dank an euch alle, dass ihr uns zugehört habt.
00:57:26: alles Gute auf eurem weiteren Weg bis zum nächsten Mal euer Thomas Pellkern.
00:57:46: Danke!
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