#61: „Führung hat eine Stimme – Was sie verrät und bewirkt“ mit Arno Fischbacher
Shownotes
Kann man hören, ob jemand wirklich führt - oder nur noch funktioniert? Führungskräfte bereiten Inhalte, Strategien und Präsentationen vor. Doch wie ihre Stimme wirkt, bleibt oft dem Zufall überlassen. Dabei kann die Stimme vermitteln, ob jemand unter Druck steht, zum Zuhören bereit ist oder lediglich Informationen abliefert.
Thomas Belker spricht mit Arno Fischbacher, Schauspieler, Vortragsredner, Autor und Stimmcoach, über die Stimme als hörbaren Teil der Körpersprache. Im Mittelpunkt steht nicht die perfekte Sprecherstimme, sondern das veränderbare Stimmverhalten – und die Frage, wie Haltung, Selbstführung und Beziehung in der Kommunikation zusammenwirken.
Anhand von Townhalls, Meetings und schwierigen Führungssituationen diskutieren beide, warum ein gehetzter Einstieg Aufmerksamkeit kostet, weshalb Zuhörbereitschaft auch stimmlich spürbar wird und wie Führungskräfte Menschen mit Fragen ins gemeinsame Denken bringen. Thomas hinterfragt zudem, ob sich eine zugewandte Haltung stimmlich bloß vorspiegeln lässt.
Die zentrale Botschaft: Wer andere führen will, sollte sich selbst wahrnehmen, die Perspektive seines Gegenübers einnehmen und Verantwortung für die eigene kommunikative Wirkung übernehmen.
Kernthesen
- Die Stimme ist der hörbare Teil unserer Körpersprache..
- Wir können unser Stimmverhalten bewusst verändern.
- Die Stimme verrät mehr als der Inhalt unserer Worte.
- Führung beginnt vor dem ersten Wort.
- Gute Führungskommunikation beginnt beim Gegenüber.
Drei Takeaways für die Praxis
Vor dem nächsten Meeting: erst wahrnehmen, dann sprechen. Spüre bewusst beide Fußsohlen, registriere Körperspannung und frage dich: Mit welcher Absicht gehe ich in dieses Gespräch?
Beim Einstieg: bei den anderen beginnen. Greife die konkrete Situation oder eine offene Frage des Teams auf.
Nach dem Gespräch: die eigene Wirkung überprüfen. Achte auf Klang, Tempo, Pausen, Zuhörbereitschaft und darauf, ob andere tatsächlich ins Gespräch gekommen sind.
Über Arno Fischbacher Arno Fischbacher ist ausgebildeter Schauspieler, Autor und Experte für Stimme und Kommunikation. Er arbeitet als Stimmcoach unter anderem mit Führungskräften, Rednerinnen und Rednern. Er gründete das Netzwerk stimme.at und moderiert den Podcast „Stimme wirkt!“. Seine Arbeit verbindet stimmliche Präsenz, Körpersprache und die bewusste Gestaltung von Gesprächssituationen.
Weiterhören und weiterdenken Diese Folge Podcast knüpft an Thomas’ Podcast #57 „Führen oder funktionieren? Das verdeckte Dilemma“ an. Arnos Podcast „Stimme wirkt!“ vertieft die einzelnen Aspekte von Stimme und Kommunikation.
Kontakte & Links Arno Fischbacher Ressourcen (Downloads): https://arno-fischbacher.com/downloads Persönlicher Austausch: https://arno-fischbacher.com/espresso/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/arnofischbacher Podcast: https://podfollow.com/stimme-wirkt-der-stimmtraining-podcast-mit-arno-fischbacher Fragen, Anregungen, Themenwünsche für die nächsten Folgen: thomasbelker@gmail.com
Hier geht es zum Host: Thomas Belker – Führungsexperte
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Der Chef in dir muss Führung finden – das Buch zum Podcast (Sachbuch-Bestseller): https://www.forwardverlag.de/products/der-chef-in-dir-muss-fuhrung-finden
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist der Podcast.
00:00:03: Der Chefin.
00:00:03: dir muss Führung finden.
00:00:05: Hier gibt es Orientierung auf die Ohren mit Thomas Belker.
00:00:13: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer, willkommen zurück bei Der Chef.
00:00:18: in dir muss führungfinden.
00:00:20: hier ist Thomas Belcher unser Thema heute.
00:00:24: Führungen hat eine Stimme Und was deine Stimme über dich verrät und beandern bewirkt darüber werden wir heute sprechen Mit Arno Fischbacher.
00:00:34: Arno ist Schauspieler, Theaterdirektor hat einen Radiosender mit aufgebaut.
00:00:41: Er ist Dozent, Vortragsredner, Autor und natürlich für uns heute ganz besonders wichtig Stimmcoach!
00:00:50: Für Redner und insbesondere auch für Führungskräfte.
00:00:54: Arno hat ein europäisches Netzwerk der Stimmexperten gegründet, StimmeAT und er hat ein Podcast Mit über fünfhundertsechzig Folgen.
00:01:06: Wow Arno, herzlich willkommen!
00:01:08: Das ist Nevita.
00:01:10: Ja danke für die ausführliche Liste Thomas.
00:01:18: Also wir reden ja hier über Führung.
00:01:20: in meinem Podcast und in meiner Wahrnehmung Stehen sehr viele Dinge bei Führung im Rampenlecht und auch rhetorik, wie man eben die Rede gut aufbaut mit einem schönen Aufhänger, einem Hook anfängt.
00:01:34: Nur die Stimme kommt selten vor in unseren Trainings.
00:01:39: Woran liegt das?
00:01:40: Die Stimme ist die am aufwendigsten im Gehirn verschaltete Gewohnheit, die am besten trainierte Handlung, zu der der Mensch in der Lage ist.
00:01:55: Also Sprechen ist eine Gewohnheit und das ist dahintergehend!
00:02:00: Und wenn du sagst, weshalb ist es so?
00:02:03: Was ist da mit Gewohnhalt?
00:02:05: Naja alles was wir gewohnheitsmäßig tun.
00:02:08: also wenn du und ich, die Menschen mit denen wir arbeiten, die Führungskräfte, wenn so eine Führungskraft in ihrer Handlungskompetenz ist Dann heißt es, dass was hier abläuft läuft gewohnheitsmäßig ab routinemäßig.
00:02:23: Das heißt wir rufen aber irgendetwas im Außen ein Gesprächspartner des Settings, was immer es ist irgendeine Situation ruft in uns unbewusst eine Handlung ab die gewissermaßen vorbereitet ist und die fühlt sich dann auch völlig normal an.
00:02:41: Und nachdem wir es bei der Stimme mit etwas zu tun haben, wo uns die Einschätzung Kriterien fehlen.
00:02:47: Also wir haben keine Messgrößen zur Verfügung hat man eine gewisse Scheu sich damit auseinanderzusetzen weil uns dort die Kompetenzen fehlen.
00:02:57: und das ist einer der Hintergründe warum so viele Menschen In den schwierigsten Situationen reden sich mit allen möglichen Beschäftigten, Strukturen, Inhalten, Gliederung und Rhetorik mit rhetorischen Figuren.
00:03:09: Und frag mich was aber nicht mit dem Ton der die Musik macht!
00:03:14: Jetzt gibt es doch ein Maßstab den wir alle nutzen.
00:03:18: also ich ganz besonders und das ist man selbst.
00:03:21: Also ich finde meine eigene Stimme gerade wenn ich sie dann im Video sehe, höre.
00:03:27: Nicht so doll!
00:03:28: Ja und ich weiß von vielen dass das denen auch so geht also nicht nur bezogen auf meine Stimme sondern auch die eigene Und trotzdem habe ich mich mit der Stimme noch nicht richtig beschäftigt man ein bisschen ansatzweise aber zu überlegen was müsste man tun?
00:03:43: Das einzige was mir so normal einfällt ist wo wenn die Stimme doch etwas tiefer wäre das wäre schön.
00:03:50: Aber ist es das... der Tonfall, die Tiefe oder die Höhe.
00:03:55: Wenn du in den Alltag schaust wie läuft denn die Einschätzung von anderen Menschen ab?
00:04:02: Vielleicht können wir die Einsetzung unseres eigenen Äußerns an dem messen und ein bisschen abschätzen.
00:04:11: Das Auge blendet im Grunde weil das Auge wird auch sehr schnell geblendet und erfasst.
00:04:18: was ist und zeigt uns den Anschein?
00:04:21: Und in dem Moment, in dem der Mensch den Mund öffnet und du den allerersten Satz die ersten drei Worte hörst.
00:04:28: Eines Menschen denn er oder sie spricht hast Du den Menschen hinter der Fassade
00:04:34: erfasst.".
00:04:36: Das ist das was das heikle und gleichzeitig das unfassbar großartige an diesem spannenden Thema ist.
00:04:43: Wenn Du jetzt sagst, die eigene Stimme mit dir ist ein bisschen schwierig umzugehen Ja warum eigentlich?
00:04:49: Während du Ganz normal sprichst, hört dein Ohr deine Stimme ja auch.
00:04:55: Aber darüber machen wir uns keine Gedanken weil das ist das wie wir uns gewohnheitsmäßig hören und der menschliche Autopilot also die zentrale Gewohnheitssteuerung sagt Ja is normal so bist du.
00:05:08: so klingst du dass bist Du Das in eine Zuschreibung.
00:05:12: Also erstens genau betrachtet ich spreche auch nicht wirklich über die Stimme sondern Ich werde heute mit dir über das Stimmverhalten sprechen.
00:05:24: Also, nicht über die Stimme an sich... Das klingt dann so, es wäre etwas wie es ist.
00:05:31: Das ist quasi genetisch in uns Vorbrogern.
00:05:33: Genau!
00:05:34: So wurden wir geboren mit der Stimme her.
00:05:36: Ja, aber denk mal zurück, wie du geklungen hast, als du deinen ersten Schrei abgesondert hast.
00:05:41: Du warst zwar dabei, aber du kannst dich nur anders.
00:05:44: Das heißt deine und meine Stimme hat sich von diesem ersten Lebenstag an frischer Luft bis heute dramatisch verändert und ist mit unserer Persönlichkeit, und mit all unseren Lebenserfahrungen mitgewachsen.
00:06:00: Und das empfinden wir während des Sprechens als das durchschnittliche Mittelnummerl – so kennen wir uns!
00:06:06: Das was du ansprichst, ist der Moment wenn Du Dich aus dem Lautsprecher hörst... Genau ...und da hörst Du nicht dasselbe.
00:06:15: Es hilft zwar nicht, wenn ich dir jetzt erkläre warum es so ist.
00:06:19: Aber in Wahrheit ist das nur ein Teil von dem was du hörst während du sprichst.
00:06:24: Also wir hören uns während des Sprechens ganz kurz.
00:06:26: Wir hören uns im Grunde über zwei Kanäle Die Kochlea Das eigentliche Mikrofon Im Innenohr.
00:06:34: Die sitzt ja als Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum In der dicken Wandstärke des Schädelknochen.
00:06:42: Während du und ich, während wir sprechen gibt es Körperschallvibrationen die über den Knochen direkt an unser internes Mikrofon.
00:06:50: Die Kochlea, die Hörschnecke übertragen wird.
00:06:54: Das ist das was Du hörst wenn Du sprichst und Dir die Ohren zuhältst dann hörst Du Dich aber dumpf!
00:07:00: Und der zweite Kanal dass sich selbst hörenste eigene Stimme hören ist der Luftweg der Schallübertragung.
00:07:07: Das heißt, im normalen Alltag während ich jetzt spreche höre ich mich doppelt einmal von innen und einmal über Luft.
00:07:14: Und das ist das ausschließlich was das Mikrofon hört.
00:07:18: D.h.,
00:07:18: aus dem Lautsprecher kommt so ein Etrass was so ein bisschen... Genau!
00:07:24: Das war meine Stimme.
00:07:25: Genauso klingt die.
00:07:27: Genau.
00:07:28: Das bin nicht ich.
00:07:29: Ja?
00:07:29: Und es stimmt.
00:07:31: Es ist nicht das, was du hörst wenn du selbst sprichst.
00:07:34: Darum, ich kenne es aus meiner Erfahrung im Tonstudio und im Radio.
00:07:38: Als ich die ersten bezahlten Jobs als Sprecher, als Jugendlicher gemacht habe.
00:07:43: damals gab's noch Multivisionen mit Kodak Karussells und Tonbildschauen usw.
00:07:49: Und da hab' ich ein Sprechager gearbeitet und ich hab dann die Aufnahme gehört über den Lautsprecher und hab mir gedacht was?
00:07:56: Dafür zahlen die mir Geld, weißt du?
00:07:59: Ja!
00:08:00: Und es hat relativ lange gedauert bis ich mich an Ton der eigenen Stimme aus dem Lautsprecher gewöhnt habe und in der Lage war das dann auch kritisch einzuschätzen.
00:08:10: Und dass ist die Arbeit für Menschen, die wirklich sich öfter aus einem Lautsprechern hören – also die in Meetings, die Videos produzieren, die Social Media unterwegs sind, die als Führungskraft, du weißt schon, diese Unternehmen repräsentieren auch mal vor der Kamera.
00:08:28: Das ist ein Weg den empfehle ich einfach einmal zu gehen!
00:08:33: sich immer wieder anzuhören, diese Scheu vor diesem Komischen zu überwinden.
00:08:41: Also wirklich diesen Widerstand den man da hat zu überwinden und Kritikfähigkeit zu entwickeln, Einschätzungsfähigkeit to entwickeln was denn eigentlich den eigenen stimmlichen und sprecherischen Ausdruck betrifft.
00:08:54: Okay dann hast du erklärt was jetzt mein Phänomen war?
00:08:57: Was viele andere genauso empfinden Und wir haben da zumindest eine Erklärung, das hilft sehr viel.
00:09:04: Aber wenn ich jetzt noch einmal komme um nicht zu... Zu sehr vom Thema Führung wegzugehen?
00:09:11: Ja bei Führungen geht es uns ja darum, dass Denken und Handeln von Menschen zu beeinflussen.
00:09:18: Um Ziele zu erreichen oder im Idealfall um gemeinsame Ziele to erreichen.
00:09:26: Die Frage die sich stellt welche Rolle beim Thema Führung und bei dem Menschen auch tatsächlich erreichen zu können, die Aufmerksamkeit zu kriegen.
00:09:36: Welches Rolle spielt die Stimme?
00:09:39: Und jetzt haben wir schon ein bisschen was über die Stimme gehört.
00:09:45: worauf ist da zu achten?
00:09:46: Was trainiere ich inhaltlich vielleicht und natürlich auch vom reinen Stimmklang oder von der Art und Weise wie ich die Stimmen nutze?
00:09:57: Zu allererst!
00:09:58: gilt es zu verstehen, dass die Stimme immer die Haltung verrät und ausdrückt.
00:10:08: Noch bevor... Die
00:10:08: Haltung des Menschen?
00:10:09: ...die Haltung der Sprecherinnen in Wahrheit noch bevor du sie ausgesprochen hast.
00:10:17: Das heißt da Ton steckt ein interessantes Phänomen dahinter wenn du gerade die Führungssituationen ansprichst.
00:10:24: das kann wichtiges Gespräch sein, das kann eine Verhandlung sein.
00:10:29: Ich kenne es aus meiner eigenen Praxis als Coach sehr viele Reden, Vorträge, Präsentationen, Pitchs, Medienauftritte die ich helfe vorzubereiten damit meine Kunden bearbeiten.
00:10:43: Der Ton kommt im Gehirn früher an als die Worte verstanden werden.
00:10:48: also dieser alte Spruch der Ton macht die Musik.
00:10:51: der hat mittlerweile ne Erklärung gefunden Obwohl jedes Kind schon weiß, dass es so ist.
00:10:57: Der Ton verrät wie der Mensch drauf ist und was er eigentlich von mir will und wie er oder sie mich sieht und anspricht.
00:11:06: Und jetzt sind wir bei Führungsthemen Denn ich erlebe zum Beispiel sehr oft Dass die Führungskraft, sagen wir mal Es ist Morning Briefing oder Montag Town Hall oder irgend sowas.
00:11:21: Die Führungen Kraft ist aufgefordert hier zehn Minuten Im Pack zu liefern, kurz ein Bericht und einen Ausblick.
00:11:28: Wie der Mensch dir hier spricht die andere Seite wahrnimmt als wen oder was ich aus Führungskraft die Menschen anspreche im Publikum.
00:11:41: das ist transparent.
00:11:44: es ist nur den meisten Redner nicht bewusst.
00:11:47: Guten Morgen meine Damen und Herren.
00:11:49: in diesen Themenoten folgen wir auf Tagenda wenn du so eine Stimme hörst ein bisschen auch gepusht ist, weil die Uhr tickt und du weißt, du hast nur zehn Minuten.
00:11:58: Du hast unmengen Themen abzusandern!
00:12:00: Und wenn ich so spreche dann verrät diese Stimme ganz gnadenlos dass ich dich als zuhörenden Menschen in einer Rolle ansprecher in einer Funktion und nicht aus Individuen.
00:12:16: jetzt ist aber das limbische Gehirn von allen Teammitgliedern von allen Mitarbeitern von allem Kunden so gebaut dass es das nicht mag.
00:12:26: Stimmt!
00:12:26: Weil sobald ich mich functionalisiert empfinde, in eine Rolle gedrängt empfande bin ich verstimmt und es entsteht blind Widerstand Es entsteht Reaktanz Und alle wundern sich Woher der Widerstand kommt?
00:12:43: Es sind subtile Signale die die Stimme aussendet.
00:12:49: Das ist dahintergrund warum die Auseinandersetzung mit der Stimme für eine Führungskraft zu produktiv sein kann, weil hier lauern Fallen im Alltag.
00:12:59: Die so massive Auswirkungen haben und kaum jemandem bewusst sind aber den Alltag bestimmen.
00:13:06: Also fallen uns Chancen?
00:13:10: Wenn du sagst Reaktanz dann kann ich ja auch versuchen mit dieser Stimme das Schwierige was sich einen kurzen Morning Briefing überbringen muss rüberzubringen dass eben nicht die die blende Ablehnung kommt.
00:13:23: Ja, ja aber auch jetzt mal als Erführungskraft gesprochen.
00:13:27: nehmen wir Sonne Town Hall weil ich es relativ oft im Coaching so Situationen habe.
00:13:32: Du hast Zeitdruck du hast auch einen gewissen Leistungsdruck weil du wirst beobachtet und nicht nur vom Team sondern vielleicht auch von der Instanz über dir.
00:13:41: Du hast meist mehr Themen als in die Zeit hineinpassen Und das erzeugt Druck.
00:13:49: Druck ist immer Muskelanspannung und Muskelanspannung äußert sich immer in Verspannungen im Oberkörper.
00:13:57: Das drückt immer auf die Stimme, und das Phänomen des Du hörst ist eine etwas gepresste, eine meist etwas engere Stimme mit weniger Volumen, mit weniger Raumklang und mit weniger Souveränitätssignalen – das wäre jetzt das Potenzial!
00:14:18: Und ein Mensch, der von der Zeit gedrängt ist hat die Selbstführung verloren.
00:14:27: Und die Säugetiere auf der anderen Seite nehmen das wahr bevor du auf der Bühne noch das erste Wort gesprochen hast.
00:14:35: Das sagt eine Koppersprache!
00:14:38: Das heißt jetzt im Auftrittstraining geht es nicht um das erste wort Sondern es geht im Grunde um die Vorbereitung, bevor du den Raum betrittst.
00:14:46: In welcher Rolle betritzt du dem Raum?
00:14:49: Welche Absichten verfolgst du?
00:14:51: Hast Du ein Handlungsziel gesetzt was am Ende der zehn Minuten die zuhörenden Menschen denken sagen oder tun sollen?
00:15:00: hast du das notiert?
00:15:02: kannst du das verschriftlichen?
00:15:03: ist das aussprechbar?
00:15:05: und in welche Rolle bist du wenn du auf die Bühne gehst Und bist du in der Lage sobald du dort angekommen bist und schon da stehst, die Selbstführung wieder zu erlangen.
00:15:17: Also all den Druck mal beiseitezulassen und mal freundlich in die Gruppe zu schauen und mal Wirkung zu erzeugen, Souveränität zu
00:15:26: zeigen.".
00:15:27: Das heißt wenn ich mir das jetzt in einem hierarchischen Unternehmen vorstelle kommt es darauf an, wenn ich den Raum betrete also in dieser Millisekunde davor oder Sekunde dvor dafür Sorge zu tragen, dass ich nicht nur funktioniere.
00:15:41: Mich hat einer geschickt irgendwas schnell auszuführen?
00:15:44: Ja!
00:15:44: Sondern du hast das Thema Selbstführung angesprochen mir meiner selbst bewusst bin mich darauf einstelle und über die Führung meiner selbst in den Raum komme und damit auch etwas bezwecke wie Ich es möchte und erst dann kann ich wirklich führen.
00:16:01: Das wäre jetzt mal eine Schlussfolgerung auch wenn die vielleicht jetzt nicht hundert Prozent stimmt.
00:16:07: aber So die Tendenz?
00:16:09: Du hast den magischen Satz ja ganz am Anfang als Motor ausgesprochen.
00:16:15: Führen heißt, die Gedanken, die Schritte und die Handlungen anderer Menschen zu lenken und zu leiten.
00:16:25: Und wenn ich das will – und ich projiziere es jetzt auf eine Vortragssituation – dann geht es überhaupt nicht darum dort hinzugehen um eine Information zu geben!
00:16:35: Das ist das, was ich so oft als Absicht höre.
00:16:38: Ja, ich will ja nur informieren!
00:16:40: Ich habe noch zehn Minuten und ich muss ein Bericht, ich muss informieren und dann sage ich noch etwas angesagtes, was getan werden soll.
00:16:47: Das ist nicht führen-und lenken.
00:16:50: D.h.,
00:16:50: die Schritte davor vor dem Betreten der Bühne sind.
00:16:54: Erste Frage – wer ist mein Gegenüber?
00:16:57: Welche Antreiber, welche Weg von Antreiba meiner Zielgruppe erkenne Ahne ich und werde ich ansprechen.
00:17:08: Also die Frage dahinter heißt, wo werde ich meine Zuhörer abholen?
00:17:14: Das ist der Zuhöhraspekt im Sprechen!
00:17:17: Und das ist eine Aufgabe, die gilt es vorher zu tun, weil es meine Zielgruppe sind ihre Weg von Antreibern... ...und die werde ich dann auch als erstes ansprechen und nicht mit einer Floskel beginnen.
00:17:29: Erste Frage Die zweite Frage ist Von Woweg kann man jetzt definiert wohin will ich sie in den zehn Minuten begleiten und woran erkenne ich am Ende, dass Sie dort angekommen sind.
00:17:46: Also was soll nach meinem letzten Wort auf der anderen Seite gedacht werden?
00:17:51: Das ist ein bisschen unspezifisch weil es nicht überprüfbar war.
00:17:55: also ihr habt viel mit Projektmanagement mich im Leben beschäftigt.
00:17:59: das ist ein Nichtziel aber man kann überprüfen was sagen Sie danach?
00:18:04: Oder was tun Sie danach?
00:18:06: Und das ist überprüfbar.
00:18:08: Und wenn ich das weiß, dann kann ich eine rhetorisches Strategie aufbauen von dem wo ich sie abhole wie ich sie über die Wegstrecke denkkend – weil reden tu ja nur ich – denkkent begleite um ein gemeinsames Ziel überprüfbar zu erreichen.
00:18:26: und das wäre ne Vorbereitungsstruktur, die im Grunde nur auf zwei Fragen basiert.
00:18:31: Die rhetorische Strategie benötigt im Vorfeld, dass ich mir sehr klar darüber bin wie ich mit den Menschen umgehe.
00:18:41: Also grundsätzlich umgehen und wenn meine Körperhaltung mich schon ja verrät oder zeigt, wie ich denke?
00:18:51: Wie ich mit dem Menschen um gehe?
00:18:54: In welcher Rolle ich sie sehe mehr als Partner mehr als Ausführende und so weiter.
00:19:00: Dann ist das ja etwas, was ich schon lange vor diesem Auftritt mit mir ausmachen muss.
00:19:08: Also ich muss mit dessen gewiss sein.
00:19:10: Ich muss mit mir selber arbeiten!
00:19:11: Ich muss diese Haltung also die innere Haltung für mich auch finden, die ich haben möchte... Dann ist für mich die Frage, so wie du es beschrieben hast, verstehe ich die einzelnen Schritte und kann das im Prinzip aufmalen oder könnte es aufmahlen.
00:19:30: Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist der Ton.
00:19:33: Du sagst okay man kommt rein, man sieht an der Körperhaltung schon wie viertel oder vierte überhaupt?
00:19:39: Oder kommt da nur eine Kanonkugel und walzt alles nieder weil den einen abgeschossen hat also als Funktion ein Kanonenkugeln kommt man da
00:19:48: rein
00:19:49: und das ist dann mit der gepressten hohen Stimme, die du am Anfang mal vorgemacht hast.
00:19:54: Und wenn ich jetzt anders reinkomme, mir meiner selbstbewusst bin, die anderen so ansprechen möchte, dass sich meine Botschaft sich auch erreichen kann individuell, dann sagst du, dann kommt der Ton... ...und der Ton erreicht die Menschen bevor sie das erste Wort verstehen.
00:20:11: Wenn ihr das nochmal erklärt.
00:20:13: also was ist dieser Ton?
00:20:15: Ist er gepresst oder nicht gepresster?
00:20:17: Was meinst Du?
00:20:19: Vielleicht, ja du hast einen sehr wichtigen Punkt jetzt angesprochen.
00:20:24: Denn bevor ich dir eine konkrete Antwort auf deine Frage gebe das was Du in so einem Auftritt ja in der Herangehensweise und dann auch nach dem ersten Satz verstanden hast Das ist das Menschenbild des entsprechenden Führungskrafts.
00:20:43: Also wie glaube ich als Führungskraft dass die anderen den Weg von Anfangs hier, nach dort mit mir gemeinsam tun.
00:20:52: Wie glaube ich denn, dass psychologisch es funktioniert?
00:20:56: Dass jemand aus eigenem Antrieb den richtigen Schritt tult?
00:21:02: Das ist eine Frage der Führungsphilosophie.
00:21:04: Ich glaube, es geht... Ich sage, ich bin Führungskraft!
00:21:07: Du bitte tun, machen, ich überprüfst.
00:21:10: Das wird sich im Ton
00:21:12: äußern.".
00:21:13: Und das ist, was die Stimme so faszinierend macht.
00:21:16: Denn die Stimme ist ja mehr als hoch und tief... ...und hell und dunkel.
00:21:21: Die Stimme ist immer klang!
00:21:24: Und jetzt um deine Frage zu beantworten für mich in meiner Welt sind es vier Charakteristika.
00:21:32: Jeder Stimme, die du in jeder Sekunde anders hörst,... ...die du heraus hören kannst.
00:21:38: Die Nummer eins ist Anspannung.
00:21:41: Du hörst Stress in der Stimme, du hörst immer in der stimme.
00:21:45: In der Sprächweise und den fehlenden Sprechpausen.
00:21:48: Du hörts dieses Getrieben sein.
00:21:51: Und das ist eine große Falle für Führungskräfte.
00:21:54: Als Führungskraft weiß ich natürlich wo das Ding hin soll.
00:21:59: Hoffentlich weiss ich das!
00:22:01: Wenn es habe ich die Information?
00:22:03: Ich kann's mir ausmalen oder ich weiß wohin ich muss mit dem Team.
00:22:07: Das ist ja oft so im größeren Unternehmen.
00:22:11: Und jetzt glaube ich, die anderen begreifen es in den drei Minuten, in denen ich spreche.
00:22:18: Falsch!
00:22:21: Dann bin ich eine schlechte Lenkungskraft weil ich will sie hinschieben und das erzeugt immer Widerstand.
00:22:30: also wir sind ganz tief in der Führungsthematik.
00:22:33: Es ist die Frage, mit welchem Menschenbild?
00:22:35: Mit welchem psychologischen Verständnis von Veränderungsprozessen und mit welchen psychologischem Verständnis der Menschen mit denen ich arbeite gehe ich aus Und das ist hörbar.
00:22:47: also Anspannung ist Also jede Art von auch Selbstdruck eigener Leistungsdruck als besonders richtig machen wollen Menschen Also wirklich mit dem Kopf durch die Wand wollen, weil sie den Druck hinten haben und so weiter.
00:22:59: Das ist über ein paar Schritte eins.
00:23:01: Das zweite Charakteristikum ist das Dominanzattribut.
00:23:07: also wenn jemand zum Beispiel so spricht dann ist diese Stimme einfach weniger Lenkungsstark.
00:23:12: warum?
00:23:12: Weil sich weniger Aufmerksamkeit erzeugt.
00:23:15: Wenn ich jetzt da mal übertreibe zum Beispiel diese Stimmen, die du hörst in der Bahn, wenn jemand im Nebenabfall telefoniert und du willst überhaupt nicht wissen was zu Mittagessen gekocht wird oder so Dann ist dieser Dominanzaspekt übertrieben.
00:23:30: Also den Führungswunsch, den jemand hat!
00:23:34: Den Lenkungswunsch – der ist hörbar!
00:23:39: Also habe ich innerlich die Absichte und die Lust in den Köpfen der anderen etwas zu bewegen.
00:23:47: Das tut etwas mit dem Klang der Stimme Und das zeichnet führungstarke, lenkungstarke Führungskräfte männlich wie weiblich deutlich aus.
00:23:57: Das dritte Attribut ist etwas sehr, sehr spezifisches.
00:24:00: Du hörst in der Stimme eines Redners einer Rednerin während des Redens, während des Sprechens ob der Mensch zu höher bereit ist.
00:24:12: also mit anderen Worten du hörst ob jemand nur abliefert was er sich ausgedacht hat oder vorbereitet hat.
00:24:19: das ist in der stimme höherbar Und das hat eine Tragweite, ich kenne das.
00:24:23: also eines meiner Paradebeispiele ist der Key Account.
00:24:28: Wenn du jetzt sagen wir mal Investitionsgüterindustrie, du hast dir zum Kunden, du weißt unter zehn Jahren kauft ihr nicht wieder weil undenkbar Investitionen so aber du willst in Kontakt bleiben?
00:24:40: Welche Beziehungsqualität muss denn ein Telefonat haben dass der mit mir überhaupt reden will?
00:24:48: Da geht es weniger ums Reden, da geht's ums Zuhörend.
00:24:52: Das ist ein Attribut das zeigt wie bereit bin ich andere Menschen wahrzunehmen?
00:24:58: Dort widerspiegelt sich auch Konfliktfähigkeit.
00:25:02: Also dort gibt's Stimmen und du hörst YouTube.
00:25:04: mit denen möchte ich nicht prozessieren.
00:25:05: Ja.
00:25:06: Das hörst Du in der Stimme!
00:25:08: Du hörst wie umgänglich dieser Mensch im persönlichen Umgang ist.
00:25:12: Wie spitz oder wie viel Stacheln der im persönliche Umgang hat.
00:25:16: Hörst du in der Und das vierte Attribut, das ist das was ich heute schon angesprochen habe.
00:25:23: In welcher Rolle siehst du dich und die anderen?
00:25:26: Also wenn du die Menschen tatsächlich als Publikum... Wir könnten ja dem Podcast auch so gestalten dass ich dich jetzt quasi aus hohes zähle und die Zuhörer aus zuhörern rennen und dann spreche ich so weil ich habe mein Thema und da rede ich so und dann weißt du dieser Mensch redet nicht mit mir persönlich er nutzt mich irgendwie und meine Lebenszeit.
00:25:47: Da sind die Menschen besonders schnell verstimmt.
00:25:51: Denn da schaltet das limbische Gehirn auf Rot, da ist die Ampel auf Rot.
00:25:55: So und die Ampel auf Rot der Blindwiderstand, der kommt... Der kommt?
00:26:02: Wann kommt er?
00:26:03: also?
00:26:03: ich komme noch rein in den Raum.
00:26:05: alle schauen mich an.
00:26:07: Ich habe mir auch was vorgenommen.
00:26:08: ich bin auch sagen wir als Führungskraft erstmal akzeptiert nicht als jemand der nur durch drückt.
00:26:14: so und jetzt fange ich an zu sprechen Aber das Sprechen bringt es nicht mehr so, wie ich's mir vorgenommen habe.
00:26:20: Aus welchem Grund auch immer Druckdruck von mir aus.
00:26:22: Also die Körperhaltung hab' ich noch hinbekommen und jetzt muss ich das sagen was ich gar nichts sagen möchte aber sagen muss.
00:26:28: und jetzt... Jetzt bringst du die Stimme nicht so rüber und es wird gepresst.
00:26:33: Wann ist der Widerstand da?
00:26:34: auf der Zuhörerseite?
00:26:36: Der ist in Sekundenbruchteilen da.
00:26:39: Der beginnt bei den meisten Meetings, die ich sehe und ich seh viele bei den ersten Worten, bei der Floskel zu beginnen.
00:26:49: Denn wie behilft man sich?
00:26:52: Wenn man nicht vorbereitet hat, wie man beginnt.
00:26:56: Also wenn ich nicht vorbereitete habe, wie ich die Zuhörer mit den ersten Warten persönlich abhole und das ist Arbeit!
00:27:04: Also wenn man das mal drauf hat geht's mit einer Routine.
00:27:07: Das sind drei Sekunden nachdenken und du hast es.
00:27:10: aber wenn du das nicht hast dann stehst du da und du musst ja irgendwie beginnen.
00:27:14: Der menschliche Autobelot greift auf Routinen zurück und holt das heraus, was auf der Festplatte ganz oben abgespeichert ist.
00:27:21: Und das sind die Floskel.
00:27:24: Grüß Gott Kollegen!
00:27:25: Hallo bei Sammeln.
00:27:26: Guten Morgen auch von meiner Seite.
00:27:28: Das ist einfach eine Floske so wie man halt dass man etwas sagt dann hat man sich schon einmal gehört.
00:27:35: Man weiß man funktioniert oder da die Maschine ist angeworfen und dann geht es in diesem Ton weiter.
00:27:44: Der nächste Stolpertrat, der wieder abdriften auf der anderen Seite.
00:27:51: Das würde ich nur nicht als blind Widerstand sondern als wegdriftender Aufmerksamkeit bezeichnen.
00:27:57: das sind die fehlenden Reaktionspausen Denn wenn du auf der Bühne stehst als Führungskraft und ablieferst was du vorbereitet hast bist du im Push-Modus.
00:28:13: Du bist auf sagen Gebrieft.
00:28:16: Woraus besteht aber Kommunikation?
00:28:19: Im Hören oder im Dialoge, nach wie vor...
00:28:23: Also jetzt ein bisschen spitzfindig formuliert heißt es Es geht in der Rede In der Präsentation In der Thornhäule geht das nicht um das was du sagst?
00:28:33: Überhaupt nicht!
00:28:33: Es geht ausschließlich Um dass was in deinen Sprechpausen In den Köpfen deiner Zuhörer Angestoßen wird und dort bewegt wird Und sich kulminiert in der Zeit, in der du sprichst auf ein Ziel hin und sich ergänzt und sich aufbaut und am Ende zu einer Handlung führt.
00:28:58: Das ist deine Aufgabe als Führungskraft rhetorisch gesehen.
00:29:02: Also mein... Mein Trick, den ich immer anwende und ich weiß jetzt nicht ob es ein Trick ist.
00:29:08: Ich bin gespannt in Situationen die mir fremd sind also vor einem Publikum zu sprechen oder über etwas Schwieriges zu reden.
00:29:18: Ich komme dann auf die Bühne oder still mich hin?
00:29:21: Und ich versuche erstmal zu lächeln.
00:29:24: Also ich versuch Menschen anzulächeln und auch zwei drei rauszupicken.
00:29:28: ja zu lächeln nach dem Lächeln merke ich schon selber Bin ich bereit oder bin ich verspannt?
00:29:36: Ja.
00:29:37: Bin ich verspannend, bin ich relativ hilflos?
00:29:40: also da fehlt mir jetzt die super Tricks um dann sofort daraus zu kommen.
00:29:44: das komme ich nicht.
00:29:44: Ich merke nur ich bin drin.
00:29:46: Also in der falschen Haltung, in der verspannten Haltung kriege ich das lächeln hin was häufig auch in schwierigen Situationen dann funktioniert wenn jemand zurücklächelt.
00:29:56: Wenn das funktioniert dann habe ich diese Kommunikation Dann ist meine Stimme auch schon anders.
00:30:02: So ist es,
00:30:03: dann ist dein limbisches Gehirn angeworfen und ab dem Zeitpunkt tut unser Gehirnt was das kann nämlich kommunizieren Kontakt aufnehmen.
00:30:12: wir sind soziale Wesen und wir benötigen die anderen für uns.
00:30:19: Also wir sind ja im Grunde nur durch andere und in der Kommunikationssituation auf der Bühne widerspiegelt sich.
00:30:25: Das ist ein ganz hohem Ausmaß.
00:30:26: Ja schön, dass du das so sagst.
00:30:27: also ich habe mir nicht so überlegt bislang wie es jetzt im Gespräch rauskommt mit dem Lächeln.
00:30:32: das hatte ich überlegt aber den Klang meiner Stimme bewusst wahrzunehmen.
00:30:37: und diese Dinge die da war ich bis lang nicht
00:30:41: Thomas, ich achte das aus einem sehr professionellen Moment.
00:30:49: Denn die meisten Menschen, die ich sehe gehen auf die Bühne und plappern los weil sie den Druck verspüren.
00:30:55: Sprechdruck heißt es professionell?
00:30:58: Das ist die Erwartungshaltung, die man spürt während aber nicht anbetrachtet.
00:31:04: Während du schon auf der Bühnen stehst und schon den Punkt gesucht hast wo du gleich sprechen wirst Und glaubst du, du müsstest jetzt reden und alles dich drängt.
00:31:13: Adrenalin einschießt und so, ja?
00:31:16: Das Publikum ist in einer völlig anderen Situation.
00:31:19: die kommen woher?
00:31:20: aus einer Pause, aus einem Gespräch oder ein Meeting, aus dem Telefonat, aus irgendeiner anderen Situationen, die tuscheln noch miteinander, die reden miteinander... ...und im Grunde sind sie noch nicht bereit!
00:31:32: Und indem du innehältst einfach mal deinen Standpunkt suchst mal dir selbst und den anderen zu lächelst, hast du die Selbstführung übernommen.
00:31:43: Du hast dich aus dem Druck der Situation im Grunde befreit Und durch diese Präsenz, die du da durch körpersprachlich schaffst erzeugst du Aufmerksamkeits-Sog.
00:31:55: Das ist hörbar das kennst du sicher von der Bühne?
00:31:59: Das sind die zwei drei Sekunden.
00:32:00: dies braucht bis es still wird in Publikum und jetzt sind alle Blicke und alle Ohren auf dich gerichtet.
00:32:09: Und jetzt hast du sie, ist ein Führungsthema.
00:32:12: Jetzt hast Du sie durch Dasein in die Aufmerksamkeit gelenkt geführt und jetzt erleben Sie dich als führungsstark vor deinem ersten Wort!
00:32:23: Und das ist die Bühnsituation, die ist ja für die Menschen, also die meisten von uns nicht die Regel, dass passiert mal.
00:32:33: aber der Alltag ist halt Das Meeting, die Meetings.
00:32:37: Die nie enden und immer wieder neu beginnen Meetings Und da gibt es ja schon Erwartungshaltung.
00:32:43: Jetzt bin ich johrenskraft Ich höre dir zu Ich denke Mensch viel ist mir jetzt bewusst geworden.
00:32:49: Einiges möchte ich auch ändern.
00:32:50: Ich möchte nicht mehr so reingehen Wie wie ich das bislang gemacht habe Aber die Erwartungshaltung der anderen ist dann nach wie vor Da kommt der Thomas, so wie er halt ist.
00:33:01: Wie kriege ich jetzt diese Aufmerksamkeit in Meetings hin?
00:33:04: Also in diesen normalen Meetings, wo man sich jede Woche mal sieht, sodass man merkt da hat sich was verändert oder zumindest merkt, da ist jemand gesprächsbereit.
00:33:16: Der sieht mich anders als vorher und er sieht mich überhaupt!
00:33:20: Du fragst, wie, wodurch ... Könnten mir die Mitglieder des Teams, die da schon da sind und die auch getrieben sind?
00:33:29: Und im Geschehen sind und von einem Ding ins andere gehen.
00:33:34: Was veranlasst die mir Aufmerksamkeit zu schenken?
00:33:37: Genau
00:33:38: das war die Frage.
00:33:40: Als Führungskraft habe ich jetzt einen Anliegen.
00:33:43: Ich will was sagen!
00:33:44: Ich hab ein Thema also sage ich's Das heißt die Botschaft heißt Auch wenn du es vielleicht elegant formulierst und in der Sache bleibst.
00:33:56: Aber schematisch gesehen hast du jetzt ich, ich, Ich will, ich muss... Ihr müsst!
00:34:03: Hast Du jetzt formuliert?
00:34:05: Und das erzeugt keine neugierige Aufmerksamkeit.
00:34:09: Das heißt auch hier ist das Grundprinzip dass dich als ganzen Menschen verwandelt und auch deine Stimme Zudem macht was sie sein kann, nämlich einladend und zur Aufmerksamkeit einladen.
00:34:22: Der erste Schritt ist abholen – dann heißt das eine Frage stellen!
00:34:28: Ich empfehle meinen Kunden eine simple, weil wir können ja nicht mit der griechischen Rhetorik beginnen… Eine simple immer wiederholbare Kernstruktur um ins Thema und in's Meeting einzusteigen.
00:34:42: Im ersten Satz holt eine Zuhörer in ihrem Lebensalltag, der das Thema betrifft.
00:34:48: In dem Moment hol sie ab!
00:34:50: Jetzt müssen wir das praktisch denken.
00:34:53: Sagen mal um was könnt's gehen?
00:34:54: Gib mir irgendein Stichwort, irgendeinen Thema.
00:34:57: Neues Projekt, was übermorgen anfängt und jetzt geht es um die Rollenverteilung.
00:35:02: Das Meeting, dass wir jetzt haben hat einen Vorlauf.
00:35:06: Und zwar in der Regel für alle Beteiligten – für dich ein bisschen anders als fürs Team Also heißt es, die zuerst mal die Leute ins Boot holen und nicht davon ausgehen dass sie wissen worum es geht.
00:35:18: Am besten tust du das mit einer Suggestion rein sprachlich gesehen also zum Beispiel vielleicht erinnert ihr euch an das mitten letzten Freitag?
00:35:27: Wir sind ja schon einmal gesessen und haben also definiert wie schaffen wir's arbeitsorganisationstechnisch dieses Mitting Y bis Ende des Monats irgendwie auf den Punkt zu kriegen?
00:35:38: dann wäre der Kontext geklärt und alle Menschen, die dir zuhören verstehen dass du über sie redest und nicht über dich.
00:35:50: Du hast sie abgeholt bei ihrer Erinnerung an das Meeting und jetzt sind Sie schon mal im Thema.
00:35:56: Der Kontext ist geklärt.
00:35:58: Also psychologisch sind wir in der Weg-im-weg von Antreiber.
00:36:03: also hier war ein Meeting aber es ist noch nicht erledigt.
00:36:06: dort ist eine Frage offen.
00:36:08: Das treibt So und jetzt brauchen wir eine offene Frage, die Richtung Ziel spielt.
00:36:15: Aber bitte nun nicht das Ziel des Meetings sondern was könnte denn die erste Frage sein?
00:36:21: Da könnt man mal fragen okay, was sind dann die wichtigsten, wie soll man sagen, was war denn in dem Meeting die wichtigste Widerstände?
00:36:29: oder wie sagt man, was waren denn in den Mittigen letzten Freitag die drei ungelösten Punkte, die wir heute auf alle Fälle besprechen müssen?
00:36:37: Genau
00:36:38: So, dann hätte ich mit einer zweier Kombination, mit einer strukturell immer gleichen Redeinleitung eingefädelt und das Thema eröffnet.
00:36:49: Also den Zuhörern gezeigt dass du dir über sie Gedanken gemacht hast und sie ins Thema herein begleitest und über ihr Leben sprichst?
00:36:59: Und dann längst und leitest du Führungsstark mit einer offenen Frage ins Thema in das Mittingthema hinein Und dann, je nachdem was ist entweder sprichst du dann weiter.
00:37:09: Wenn Du jetzt dran bist und im Puls hast aber in einem Meeting würden wir zuerst mal ganz kurz rundum fragen Dann wird der Herr Meier die Frau Müller wird jetzt irgendwie kurz berichten oder etwas sagen So, dann sagst Du wieder wenn wir also diese drei Punkte und wieder bist Du sprachlich in der Suggestion Wenn Du das sagst, wo ist denn der Weg Richtung Lösung?
00:37:34: Und dann bist Du wieder in der Frage Und es ist eine stereotype Möglichkeit, sprachlich die Gruppe zu lenken und zu leiten.
00:37:43: Und jetzt mal verstandesmäßig immer in Beziehung zu sein mit dem Team.
00:37:50: du wirkst unglaublich Lenkung stark weil du ja über die offenen Fragen und über diese Suggestionen ganz stark eingreifst ins Geschehen aber Bereitwilligkeit schaffst Neugier schaffts und auch die Möglichkeit selbst mitzudenken, um zu gestalten.
00:38:08: Die Stimme repräsentiert das und zeigt dich in dem Moment als jemand der nicht autoritativ lenktun führt sondern participativ aberführungsstark das Team in der Hand hält und zu einem gemeinsamen Ergebnis begleitet.
00:38:26: Voraussetzung dafür für das was wir jetzt ein bisschen... Rhetorik technisch beschrieben haben ist, dass wir uns am Anfang als Führungskraft frei machen vom Druck.
00:38:39: Ja also in die selbst Führungen kommen weil ich es sonst nicht so rüberbringen kann das man es mir abnimmt.
00:38:47: dann kommt sonst kommt es wieder eben gepresst und befehlt tonmäßig rüber.
00:38:52: Dann ist es rhetorisch gut aber Ton nicht passend, das fällt dann auf und dann kriege ich wieder den Blindwiderstand.
00:39:00: Okay verstanden!
00:39:01: Das heißt an diesem kleinen Beispiel sehen wir dass Führung in schwierigen Situationen, in Drucksituationen nicht so einfach ist weil uns jede Menge Dinge verraten ja?
00:39:17: Uns verrät die Historie um uns rum, weil man uns schon kennt.
00:39:21: Uns verrädt die Körperhaltung die Stimme und vielleicht dann auch die falsche rhetorische Anbahnung, indem es eben nicht die Menschen abholt sondern von ich, ich ausgehe.
00:39:36: Und die anderen noch ganz woanders sind.
00:39:38: Wie ist es denn andersrum?
00:39:40: Angenommen man trainiert ganz fleißig und macht all das was du empfiehlst und einen beibringt kannst Kann ich mich dann auch wesentlich verstellen?
00:39:50: Kann ich denn dann auf Dauer doch der Wolfs im Schafspelz sein, dass ich natürlich meiner selbst gewiss bin.
00:39:57: Aber in den anderen eben doch nur ... Ich sag jetzt, das darf man eigentlich nicht sagen, einer nur handlanger ausführende Seele ja also das tut mir schon in der Seele selber weh aber es gibt ja Menschen die tun das dann.
00:40:09: Ja Also ich kann die wirklich innere Haltung an der Führungskraft Nicht allein daran erkennen.
00:40:16: Das ist die Frage.
00:40:18: Ich denke, jedes Kind könnte es.
00:40:21: Ich habe im Stimmefekt-Podcast vor einer Woche ein Gespräch geführt mit einem Mann in Deutschland mit Kindern unter anderem arbeitet und wir haben uns die Frage gestellt wie würde ein fünfjähriger auf das reagieren was heute so eine Führungskraft sagt?
00:40:42: Und das Schöne ist an diesem Beispiel mit den Kindern, die würden sehr unverblümt reagieren.
00:40:49: So ein Vierjähriger würde wenn es fad wird sofort aufspringen und in einem Raum herum tanzen und nicht gesittet sitzen bleiben.
00:40:56: Das tun nur wir Dressierten.
00:40:57: also ich sag's jetzt schon sozialisierte und wohlerzogene Erwachsene.
00:41:01: Ja?
00:41:02: Das heißt im Grunde sich mal als Prüfstein zu denken würdest mir gelingen denn Fünffjährigen dazu motivieren dass er sein Zimmer selbst tätig aufräumt.
00:41:14: Und das nicht mit Widerstand tut, sondern irgendwie verstanden hat, dass es für irgendwas gut ist und... ...das dann tut?
00:41:21: Würde mir das gelingen!
00:41:23: Und wie tue ich's meinem Team gegenüber?
00:41:25: Und wie klingt
00:41:26: das?!
00:41:27: Also dieses Übergriffige ist in der Stimme immer ablesbar.
00:41:31: Nur die Menschen, die selbst ausstrahlen merken sie in der Regel selbst nicht – die anderen schon.
00:41:37: Also wenn du so eine Führungskraft hast, die die Mitarbeiter so sieht.
00:41:40: So als nützliche anlangeren Werkzeuge... Die Mitarbeiter wissen das.
00:41:47: und die Dropout-Kurte des Unternehmens möchte ich nicht wissen.
00:41:50: und die Kosten, die Wiedereinstellungen usw.
00:41:52: vorursachen, die möchte ich da gar nicht wissen.
00:41:57: Das ist ja das was wesentlich Firmenkultur prägt.
00:42:02: Wie kommunizieren die Führungskräfte?
00:42:03: Also wie ist die Fehlerkultur?
00:42:05: Wie wird umgegangen mit Dingen?
00:42:08: Wie klar äußert sich eine Führungskraft?
00:42:11: Sprech ich um den heißen Brei herum, bin nicht erreichbar.
00:42:14: Spreche ich Dinge rechtzeitig und frühzeitig an?
00:42:18: Lass die Konflikte schleifen zwischen irgendwelchen Teams Und denke mir, die werden sich schon selbst irgendwie zusammenraufen.
00:42:25: oder greif ich da mal ein und moderiere Prozesse.
00:42:29: wie viel Zeit wende ich überhaupt für Führungsaufgaben Auf, also all diese Dinge spielen eine Rolle.
00:42:35: Aber im Kern du hast jetzt erst denke ich das Wichtigste unseres heute aus meiner Sicht unseren heutigen Gespräches angesprochen.
00:42:44: die Fähigkeit zur Selbstführung einer Führungskraft heißt immer sich selbst erleben zu können und sich ab und zu eine Sekunde nehmen.
00:42:55: Das kann auf dem Weg zur Toilette sein oder beim Gang zur Garage.
00:43:00: Um kurz mal darüber nachzudenken, wer bin ich?
00:43:04: Wie fühle ich mich?
00:43:05: Wie geht es mir?
00:43:06: Wo ist gerade der Druck?
00:43:08: Wie gehe ich damit um.
00:43:10: Wo äußert sich das in mir körperlich?
00:43:13: Wo äussert sich dass in meiner Kommunikation im privaten wie im Unternehmen also sich selbst reflektieren und dafür für sich selbst Kriterien entwickeln?
00:43:24: Und dann sind wir bei der Körperwahrnehmung, bei der Selbstwahrnähmung oder bei der selbst Empathie.
00:43:30: Und das heißt nicht weich sein, sondern das heißt sich selbst kennen und sich selbst wahrnehmen.
00:43:35: Und dadurch in der Lage sein, sich selbst zu führen bevor ich andere lenken und führen will.
00:43:40: Dazu gehört eine Menge Selbstdisziplin und Konsequenz.
00:43:44: also gut Selbstdiszipien sagt es vielleicht schon dass da Konsequent immer nennt ist.
00:43:49: aber wenn man das dauerhaft sieht ist es schon ein harter Weg sich selbst gegenüber.
00:43:56: Das is so.
00:43:59: Ja, ich denke es macht auch keinen Sinn sich da in die Tasche zu lügen.
00:44:02: Weil ich sehe in vielen Coachings wo sie ja vordergründig um Kommunikation und um Stimme du weißt schon mal auftreten oder um das Vorbereiten eines Meetings geht dahinter sind ganz andere Themen.
00:44:15: Dahinter ist das Thema wie gehe ich mit einem cholerischen Inhaber um?
00:44:21: In einem Mittelständler zum Beispiel habe jetzt wenn ich hier leider der Logistik bin Unglaublich gut, der Arbeitleister und den Laden am Laufen halte.
00:44:31: Und ich hab so einen Eigentümer... Ja
00:44:35: wir kennen das!
00:44:36: Also die Zuhörer kennen das alles.
00:44:38: Die Zuhörerinnen noch mehr wahrscheinlich.
00:44:39: Weil die Jungs
00:44:41: sich schlecht benehmen.
00:44:42: Dann würde es ja für mich völlig sinnlos sein wenn ich jetzt mit dem Klienten nur an seiner nächsten Präsentation arbeite, sondern ist die Frage wie geht er mit sich selber um?
00:44:54: Wo ist dann der Punkt, wo er immer wieder sich die Entscheidungsfrage stellt?
00:44:57: Passt das noch für mich um es im besten Fall mit Ja oder im Bestenfall mit Nein zu beantworten.
00:45:05: Um nicht fünf Jahre später irgendwie ausgebrannt in der Klinik zu landen?
00:45:11: und ich kenne selbst also ich habe zwanzig Jahre meines jungen Lebens im Aufbau eines Kulturunternehmens verbracht und so ein Kulturladen auf.
00:45:24: Ich habe gerade in größeren Unternehmen, die immer eingekheilt sind in der Struktur und denke hier ist die Auseinandersetzung mit der Stimme vielleicht auch einfach ein Vehikel.
00:45:47: sich selbst zwischendurch den Raum zu nehmen, um sich selbst zu reflektieren und um diese Entscheidungen von denen ich gerade gesprochen habe immer wieder treffen zu können.
00:45:57: Ich glaube trennen muss man davon das Beispiel vom cholerischen Inhaber.
00:46:02: Den kann ich jetzt über meine eigene Reflexion nicht direkt beeinflussen.
00:46:08: Man kann natürlich versuchen mit dem zu reden was auch immer aber die es bewusst sein der eigenen Stimme ist erstmal der Ausgangspunkt und die Entscheidung, ob man sich so einem Unternehmen dann längerfristig zugehörig fühlen möchte oder nicht ist dann nochmal was davon getrenntes.
00:46:30: Wenn jemand Kritik jetzt äußern würde und wird sagen na das habt ihr ja alles schön im Dialog geklärt Die Stimme ist der Spiegel der inneren Haltung und es kommt drauf an dass wir gute Menschen sind, nur dann ist unsere Stimme für die anderen auch etwas wo sie gerne drauf eingehen zuhören und Aufmerksamkeit schenken.
00:46:53: Ist denn die Frage ist demso?
00:46:55: Ist das positive Menschenbild damit tatsächlich gesetzt was ja schön wäre?
00:47:04: also ich hätte jetzt nichts dagegen mal so ausm Gespräch rauszukommen oder Na ja, ein bisschen weit hergeholt.
00:47:12: Thomas ich weiß schon wenn ich so spreche das klingt und so ein bissel.
00:47:16: er kommt aus dem Theater und da hat er zu viel Klassiker gelesen.
00:47:20: Überhaupt
00:47:21: nicht?
00:47:21: Wolltest du nochmal
00:47:22: challenging?
00:47:23: Nein, ich bin da ganz bei dir.
00:47:25: Ich arbeite seit einiger Zeit jetzt immer wieder mit Interimmanagern Und da geht es nicht um die heile Welt sondern dann geht's um Sanieren meist.
00:47:33: Da gehts ganz sicher um Arbeitsplätze Da geht es um Verabschiedungsgespräche.
00:47:40: Du weißt schon, Entscheidungen die man nicht gerne trifft und deswegen ist man ja geholt weil irgendjemand zu lange Entscheidungen nicht getroffen hat.
00:47:49: Und es ist immer wieder dasselbe Die Stimme verrät die Haltung ob du willst oder nicht.
00:47:55: Also sei dir das bewusst und entscheide selbst welche Haltung du den anderen Menschen hast.
00:48:02: Das wäre ein Aspekt.
00:48:05: Das zweite ist Die Stimme ist immer der Ausdruck der Körpersprache.
00:48:09: Die Stimme ist ein hörbarer Teil der Kørpersprachheit, das ist so ein Satz, den man sich auf die Zunge zergehen lassen muss.
00:48:16: Das heißt jede Schutzspannung, jede Stressspannungen im Körper transportiert sich hörbar in der Stimme und beeinflusst den Status der anderen Menschen mit denen wir kommunizieren.
00:48:29: Und das erzeugt in den Anderen Wirkung?
00:48:32: Für diese Wirkung ist dieser Mensch verantwortlich der gerade spricht.
00:48:37: Und das ist eine Verantwortung, empfehle ich sich bewusst zu machen!
00:48:43: Die Menschen mit denen wir arbeiten haben Sensoren und wir beeinflussen sie und wir erzeugen Wirkung.
00:48:50: und für diese Wirkung gilt es Verantwortung zu übernehmen.
00:48:53: also die Gestaltung ist möglich, know how vorausgesetzt Man führungskräften, man denkt sich.
00:49:05: das muss ich denen ja nicht sagen.
00:49:07: Gerade in der Redesituation ist die Frage Führst du oder Funktionierst Du?
00:49:12: Also du trittst jetzt auf und lieferst ab, funktionierst du da?
00:49:17: Oder hast du eine Lenkungsidee hinter den zehn Minuten Town Hall?
00:49:22: Hast du deine Absicht wie du die anderen lenken und begleiten könntest?
00:49:26: Das könnte nämlich auch Spaß machen!
00:49:30: Und die Neugier auf die Reaktionen der Menschen und dieses Vorahnen ist das, was auch Anspannung wegnimmt.
00:49:38: Und was erlebbare Beziehungsqualitätschaft selbst in den heikelsten Situationen.
00:49:45: Also ich meine eine der letzten Geschichten ist es hat ein Investor einen Firma übernommen und der Mann, der es verkauft hat, der Eigentümer Der hat sich quasi in die Rente verabschiedet und hat seinem Team nichts gesagt.
00:49:59: Das waren dreihundert Menschen, und nach der Vertragsunterzeichnung war er auf der Bühne und war mit dreihundert Mitarbeitern konfrontiert, die vor Angst- und Sorge umgefallen sind als der alte Eigentümer gesagt hatte.
00:50:13: Er hat jetzt gerade verkauft.
00:50:14: Gratulation!
00:50:15: So... Und ich habe den darauf vorbereitet.
00:50:18: wie er das herumkriegt?
00:50:19: Das ist eine Frage der Gestaltung.
00:50:22: Und da hat die Dreihundert Leute in den Sack gesteckt mit der Rede.
00:50:25: Also es ist möglich mit Gestaltungswillen, mit Rollenbewusstsein und der Fähigkeit mit der Stimme Vertrauen aufzubauen.
00:50:36: Auch die eigene Souveränität zu zeigen auch den eigenen Standpunkt klarzumachen und auf die Art und Weise zu gestalten.
00:50:44: das was da Zwischenführungskraft entweder denn wer immer das ist auf der anderen Seite ja das wäre so mein Credo sozusagen
00:50:55: Sehr schön.
00:50:55: Also über meinen Sole-Podcast, den ich mal gemacht hatte führen oder funktionieren hatten wir auch mal Kontakt unseren Kontakt hergestellt.
00:51:04: und das ist ja ein Thema was mich in der Praxis immer wieder beschäftigt weil der erste Teil wie wir unsere Stimme wahrnehmen was für einen Bild wir von uns haben wie selbstbestimmt und selbstführend in unsere Auftritte, in unsere Gespräche gehen.
00:51:22: Das ist ein wesentlicher Teil.
00:51:24: der andere Teil ist dann was nämlich wie davon mit wenn es um harte Entscheidungen geht wo man auch nicht mehr alles selbst bestimmen kann sondern auch Träger von Entscheidung ist.
00:51:36: ich bin dabei allerdings auch absolut davon überzeugt dass das was du uns heute gesagt hast auch dabei hilft.
00:51:44: ja man kann sehr deutlich über Konsequenzen reden, die anstehen.
00:51:50: Wenn man es mit dem richtigen Angang und dem Bewusstsein ich will die anderen mitnehmen soweit das geht wenn man das besser kann als wir es vielleicht gerade in diesem Moment können.
00:52:04: Vielleicht noch eine Frage für Führungskräfte, die uns zugehört haben und jetzt irgendwo sind?
00:52:13: Und dann auf einmal dran denken und sagen Jetzt bin ich getriebener.
00:52:17: Jetzt bin nicht so überlegt, wie ich das gerne vorher gemacht hätte.
00:52:22: Was kann ich jetzt in dreißig Sekunden tun?
00:52:25: Wie kann ich mich noch darauf vorbereiten, dass ich wenigstens mit einem anderen Bewusstsein in das Gespräch oder in das Meeting
00:52:33: gehe?".
00:52:33: Der erste Schritt ist Selbstwahrnehmung.
00:52:37: Also ganz bildlich gesprochen der Sense-Focusing-Mechanismus, da findest du... die ganze Reiheepisoden neben einem Stimme wirkt, Podcast.
00:52:46: Das heißt du lenkst deine Aufmerksamkeit zum Beispiel wenn du gerade stehst, du stehst am Gang und das nächste Mitting der Tür ist vor dir.
00:52:53: Du lenkste eine Aufmerksamkeit auf deinen beiden Fußsäulen und spürst einfach mal nach wie sich die Last verteilt.
00:52:59: Und in dem Moment in dem du den siebten Sinn nutzt, propriozeption heißt er also die Körpervernehmung, das Spüren.
00:53:05: In dem moment wirst du erleben dass deine Schultern loslassen wollen gespannten Kaumuskeln loslassen, dass die gespannte Mimik loslässt.
00:53:15: Das ist ein biologisch determinierter Mechanismus Aufmerksamkeit vom Denken in die Körpervernehmung Schutzmuskeln lassenlos.
00:53:24: und das ist der Moment wo sich ein Zeitfenster öffnet zwischen dem Reiz und einer automatisierten Reaktion Und das ist das Zeitfenste der Entscheidungsfähigkeit.
00:53:39: Jetzt bist du in der Lage, mal zu schauen was ist und wie entscheide ich mich.
00:53:43: Wie will ich den nächsten Schritt gestalten?
00:53:47: Das nennt man Selbstführung!
00:53:49: Und mit ein bisschen Routine überlegst du dir dann wer sind die anderen?
00:53:54: wo drückt dort das Schuh?
00:53:55: was sind deren Schmerzen?
00:53:57: und das sprichst Du als erstes an holst sie ab und dann lenkst Du mit Fragen durch das Gespräch.
00:54:04: Ich weiß, es klingt super banal.
00:54:05: Aber mit diesem gedanklichen Rückrüstzeug gehst du nicht mit dem Gedanken ich muss jetzt leisten in den Raum hinein sondern du gehst mit Neugier in denraum ob Du ins schwarze triffst Mit dem ersten Satz, mit dem Du sie abholst und dort ein Kopf nicken oder so wie Du's geschildert hast quasi Sie zurücklächeln, also dir widerspiegeln.
00:54:36: Im Sinne von Ja, Jadhum hast du richtig geistig zugehört!
00:54:40: Du hast mich erfasst und über mich nachgedacht.
00:54:43: Ich nehme wahr, dass du mich als Kunden, als Team, als Führungskraft, was immer es ist, über mich Nachgedacht hast und nicht nur über dich selbst.
00:54:53: Und das sind die Momente, wo sich Kommunikation immer verändert und auf das man aufbauen kann.
00:55:01: Also das klingt überhaupt nicht banal, es klingt nach jeder Menge Erfahrung.
00:55:07: Die Stimme ist das womit wir unsere Körpersprache unterstreichen beziehungsweise ist der Träger unserer Kommunikation.
00:55:16: so habe ich das jetzt aufgenommen.
00:55:19: insofern ist es ein wesentliches Thema ist im Kontext zu unseren Führungsaufgaben zu sehen und auch zu beachten.
00:55:30: Die Frage ist, was können wir vielleicht zum Schluss?
00:55:32: Ich hätte aus deinen Worten ein Beispiel.
00:55:35: Aber vielleicht hast du ein besseres und dann verrate ich meins nicht.
00:55:41: Wenn unsere Zuhörerinnen und Zuhörer nach der Folge jetzt eine einzige Erkenntnis mitnehmen sollen über die Bedeutung der Stimmung für gute Führung Und das auch weiter tragen und sagen hey!
00:55:53: Ich habe da etwas Tolles gehört und die Erkennens ist Was sagen die?
00:56:02: Was tragen sie weiter, was tragen wir weiter.
00:56:05: Ich würde sagen aus unserem heutigen Gespräch trage ich Sie vielleicht als allererstes weiter dass die ersten Worte, die du sprichst weniger von dir handeln sollen sondern vom deinen Gesprächspartnern.
00:56:21: und wenn Du so vorgehst und sie mit Fragen ins Gespräch bringst in den Dialog bringst dann darauf zu achten, wie sich in diesen Momenten deine Stimme verändert hat.
00:56:36: Dann hast du einen ganz, ganz wesentlichen Schritt hin vom Stimmbesitzer zum Stimmbenutzer gemacht.
00:56:46: Sehr schön!
00:56:48: Da nehmen wir diese Worte mit.
00:56:49: ich ergänze noch deiner Worte Stimme wirkt.
00:56:53: Also du hast ein Podcast mit über fünfhundertsechzig Folgen, wo man sich einzelne Themen auch schön raussuchen kann die einen gerade berühren weil in dem Thema Stimme wird.
00:57:03: und dann sage ich lieber Arno ganz herzlichen Dank für das erhellene und tiefgründige Gespräch.
00:57:08: Es wird wahrscheinlich sehr viele von uns weiter beschäftigen Und es war toll dass du in unserem podcast warst.
00:57:15: also herzliche dank Und an euch alle, liebe Zuhörerinnen und Zähler, ein ganz großes Danke fürs Zuhören.
00:57:23: Ich freue mich auf unser nächstes Mal, euer Thomas Belker!
00:57:30: Das war der Podcast.
00:57:31: Der Chefin Dia muss Führung finden.
00:57:33: Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn gerne und lass uns auf LinkedIn oder im Leben weiter plaudern.
00:57:40: Die Kontaktdaten findest du in den Show notes.
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